social Networks
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Social Networks - Kontakte knüpfen im Internet

Kontakte halten und neue Kontakte finden - egal ob privat oder im Berufsleben – dabei helfen "soziale Netzwerke", die ihren Siegeszug im Internet angetreten haben. Der größte Kritikpunkt an Social Networks ist wohl der Datenschutz.

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Soziale Netzwerk-Dienste gibt es für alle möglichen Interessen, sie heißen beispielsweise Facebook, MySpace, Xing oder Google+ und verfolgen alle den gleichen Zweck: Der Anwender präsentiert sich auf einer eigenen Profilseite und kann über die Suchfunktion von anderen Anwendern gefunden werden. Millionen Menschen sind auch hierzulande bei mindestens einem Online-Netzwerk registriert. Es gibt jedoch einen Haken: Informationen werden in Social Networks oft viel zu freizügig preisgegeben.

Freizügiger Umgang mit Daten

In den Profilen können neben Name, Adresse und Telefonnummer auch zahlreiche andere Informationen angegeben werden, etwa Hobbys oder der eigene Lebenslauf. Bilder und Videos können hier ebenso veröffentlicht werden wie eigene Texte. Natürlich ist es jedem Anwender selbst überlassen, welche Informationen er publiziert, doch grundsätzlich besteht die Gefahr des Daten-Diebstahls.

Je nachdem, wie der Dienst programmiert ist, sind die Profilseiten öffentlich einsehbar oder nicht. In der Regel geben die Anbieter die Profil-Seiten jedoch nur für angemeldete Nutzer heraus. Ein System von "Freunden" gibt weitere Sicherheit. Die Freundschaften müssen beidseitig bestätigt werden, erst danach können zwei Anwender ihre gegenseitigen Profile komplett einsehen. Doch wie überall im Internet treibt sich auch in den sozialen Netzwerken Gesindel herum. Datensammler und Stalker finden hier gegebenenfalls ideale Existenzbedingungen.

Datenschutz-Probleme

Vielen Anwendern scheint jedoch nicht bewusst zu sein, dass sie ihre Daten grundsätzlich einer riesigen Masse von Anwendern zur Verfügung stellen. Die Eigendynamik dieser Dienste ermöglicht eine gewisse Gier nach neuen "Freunden", wodurch sich auch augenscheinlich freundliche, in Wahrheit jedoch professionelle Datensammler als Freunde einbuchen können. Die Daten landen damit möglicherweise in falschen Händen. Auch Geheimdienste haben die Netzwerke als wunderbare Recherche-Plattform für sich entdeckt.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Insofern gilt in sozialen Netzwerken das gleiche wie im Internet: Es sollten nur dort wo nötig, so wenig Informationen wie möglich angegeben werden. In Social Networks ist es beispielsweise völlig überflüssig, neben dem Namen und dem Bild noch die Adresse oder Telefonnummer anzugeben. Diese kann gegebenenfalls auch persönlich übermittelt werden, wenn der Kontakt hergestellt ist. Ein solches Vorgehen schützt vor unliebsamen Überraschungen, zum Beispiel davor, dass der schon in der Mittelstufe verschmähte Liebhaber auf einmal mit Blumen vor der Tür steht.

Grundsätzlich ist die Preisgabe der Informationen jedoch ein Anwender-Problem und keine Gefahr, die von den sozialen Netzwerken ausgeht: Jeder Anwender muss selbst entscheiden, welche Daten er veröffentlicht und welche nicht. Grundsätzlich sind die sozialen Netzwerke eine hervorragende Möglichkeit, mit alten und neuen Bekannten in Kontakt zu bleiben.

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