RSS
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RSS - Der virtuelle Zeitungsbote

Die Abkürzung RSS steht für "Really Simple Syndication", zu deutsch "wirklich einfache Verbreitung". Der Nutzer kann sich so neue Inhalte ausgewählter Seiten per RSS-Feed direkt auf seinen Rechner liefern lassen.

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Holen oder bringen lassen? Wer die Wahl hat, lässt sich sicherlich lieber seine Frühstücksbrötchen nach Hause liefern, wo sie morgens frisch duftend vor der Haustüre stehen. Das ist natürlich viel bequemer, als sich erst anzuziehen, zum Bäcker zu fahren und die Brötchen nach Hause zu holen. Ähnlich wie beim morgendlichen Brötchen-Genuss, hat auch der moderne Internet-Nutzer heute die Wahl zwischen Holen und Bringen lassen - mit RSS.

Wirklich einfache Verbreitung

Die Internetseiten müssen mit RSS nicht mehr einzeln aufgerufen werden, sondern neue Inhalte werden automatisch und bequem auf den Desktop geladen. Dafür wird ein kleines Programm benötigt - ein so genannter RSS-Reader.

Der RSS-Reader prüft die abonnierten RSS-Feeds in regelmäßigen Zeitabständen auf neue Inhalte und zeigt dem Nutzer Schlagzeile und Teaser geordnet an. Bei den meisten RSS-Readern werden Werbung, Navigation und Grafiken zunächst nicht angezeigt, damit die einzelnen RSS-Feeds schneller geladen werden. Der Nutzer entscheidet so selbst, welche Inhalte interessant sind und welche Internetseiten im nächsten Schritt besucht werden. Nur ein Klick, und er wird zur gewünschten Internetseite weitergeleitet. Das ist bequem und spart Zeit.

Der Kern ist XML

RSS hat sich inzwischen zu einem Standard für den automatisierten Austausch von Kommunikation, etwa über Weblogs oder Diskussionsforen, und Nachrichten entwickelt. Ursprünglich wurde das Format von Netscape entwickelt, um Nachrichten des "My Netscape-Portals" an die Nutzer des Browsers zu übermitteln. Populär wurde es aber erst durch die Weblogs, die das RSS-Format nutzen, um auf aktualisierte Inhalte hinzuweisen.

Das RSS-Feed selbst besteht aus einer XML-Datei, die den strukturierten Inhalt, aber kein Layout, keine Navigation oder andere Zusatzinformationen enthält. RSS ist bis heute in verschiedenen Versionen erschienen: 0.90, 0.91, 0.93, 0.94, 1.0 und 2.0. Ein RSS-Feed kann verschiedene Endung haben, wie XML, RDF oder RSS.

Um RSS-Feeds lesen und auf diesem Weg die Änderungen einer Internetseite verfolgen zu können, muss ein RSS-Reader auf dem PC installiert werden. Diese kleinen Programme werden teilweise kostenlos oder als Shareware im Internet zum Download angeboten. Viele der aktuellen Internet-Browser haben zudem heute RSS-Lesefunktionen integriert.

RSS-Feeds erstellen

Um eigene RSS-Feeds zu erstellen, wird ein Autorenprogramm benötigt. Bei einigen Content-Management- und Weblog-Programmen ist ein RSS-Generator bereits integriert. Der Generator erstellt die RSS-Dateien automatisch, wenn neue Einträge in das System eingegeben werden. Alternativ kann die Datei natürlich auch von Hand geschrieben werden. Der wichtigste Bestandteil einer RSS-Datei ist die einzelne Nachricht, die sich aus drei Bausteinen zusammen setzt: Einer Überschrift, Verweis auf die Informationen und einem Beschreibungstext.

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