Gratis-Festplatten

Kostenlose Online-Speicher in der Cloud

Bilder, Dokumente oder Videos zentral ablegen und jederzeit von überall darauf zugreifen können: mit einer Online-Festplatte kein Problem. Ein wichtiges Thema ist dabei der Datenschutz. Sensible Dokumente sollte man lieber nicht in der Cloud deponieren.

Cloud-Computing© Nmedia / Fotolia.com

Zahlreiche Anbieter offerieren mittlerweile verschiedene Online-Speicher-Lösungen mit Kapazitäten in Gigabyte-Größe - und das oft sogar völlig kostenlos. Passwortgeschützte Speicherlösungen sind als persönliche (Backup-)Festplatte konzipiert, File- oder Sharehoster dagegen eher für das kurzfristige Ablegen bestimmter Inhalte zur Verteilung.

Sensible Daten besser nicht in die "Cloud"

Eines der wichtigsten Kriterien bei der Suche nach einer jederzeit zugänglichen Online-Ablage für Fotos, Videos oder Dokumente ist das Thema Datenschutz. Grundsätzlich gilt hier: Trotz aller Versprechungen der Anbieter sollte sich der Nutzer stets im Klaren darüber sein, dass persönliche Dateien auf einen mitunter im Ausland befindlichen Fremd-Server geladen werden. Zumindest theoretisch sind die gespeicherten Inhalte damit auch Unbefugten zugänglich. Sowohl nationale als auch internationale Datenschützer warnen daher seit Jahren vor möglichen Folgen allzu leichtfertiger Datentransfers. In der Praxis mögen sich viele Befürchtungen noch nicht bewahrheitet haben, eine Sicherheitsgarantie gibt es jedoch nicht.

Hacker, Phishing & Co.

Gleiches gilt für den Bestand der Anbieter. Mitunter ziehen sich diese kurzfristig vom Markt zurück. Als selten rekrutierte Dauerarchive für wertvolle Dokumente sind die Online-Festplatten daher nur bedingt geeignet. Auch Internet- und Server-Ausfälle können einen Zugriff auf gespeicherte Inhalte zumindest vorübergehend unterbinden. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind Gefahren durch Hacker-Attacken, Passwort-Diebstahl oder Phishing-Angriffe. Sensible Daten sollten daher bestenfalls kurzzeitig mit Verschlüsselung, im Zweifelsfall aber besser gar nicht auf einen Online-Speicher verschoben werden. Kostenfreie Dienste verfügen darüber hinaus in der Regel nur über einen abgespeckten Leistungsumfang und eignen sich daher kaum für professionelle Anforderungen - etwa im geschäftlichen Einsatz.

Gratis-Dienste für Privatnutzer oft ausreichend

Für Privatnutzer sind die Gratis-Offerten hingegen in der Regel ausreichend dimensioniert. Beispiel Speicherplatz: Einige Cloud-Hoster bieten Kapazitäten im zweistelligen GB-Bereich. Darüber hinaus finden sich immer häufiger auch Komfort-Features wie zusätzliche Benutzerkonten, eine automatische Synchronisation von Dateien auf allen angeschlossenen Geräten, die Unterstützung von Ordnern, das gleichzeitige Hochladen mehrerer Dateien per Multi-Upload-Funktion oder eine gezielte Link-Freigabe, um gespeicherte Inhalte mit Freunden oder Bekannten zu teilen. Ebenfalls längst keine Ausnahme mehr sind Apps für den Mobil-Zugriff über Smartphone beziehungsweise Tablet-PC, oder die Möglichkeit, den Webspeicher mittels WebDAV oder kostenfreie Desktop-Software bequem als Netzlaufwerk direkt in das Betriebssystem einzubinden.

Bei der Suche nach einem Cloud-Speicher sollte man darauf achten, dass die Angebote keine versteckten Kosten für Traffic etc. aufweisen und somit tatsächlich ohne Zahlung jeglicher Entgelte genutzt werden können - wenn auch manchmal mit gewissen Einschränkungen wie etwa Obergrenzen für Dateigrößen.

Weitere Infos zum Thema
Zum Seitenanfang