Internetradio
Musik hören© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Internetradio - Webradio Anbieter im Überblick

Internetradio - Auf dieser Seite finden Sie verschiedene Webradio Anbieter wie Last fm für kostenlosen Musikgenuss im Internet im Überblick.

Es gibt auch legale Wege, um Musik aus dem Internet zu beziehen: Prominente Beispiele dafür sind neben Musikvideos von YouTube oder tape.tv verschiedene MP3 Download Shops wie "iTunes" oder die Musik Flatrates "Napster". Streaming-Flats sind zwar günstiger als einzelne Musik Downloads, aber dennoch in der Regel kostenpflichtig - zumindest dann, wenn alle Funktionen zur Verfügung stehen sollen. Komplett kostenlos und legal sind hingegen Internetradio Sender. Um Webradio Angebote zu nutzen, muss man nicht unbedingt bei den verschiedenen Sendeanstalten vorbeisurfen. Bequemer wird es mit Online Radio Anbietern, die gleich eine ganze Fülle von Sendern bereithalten.

Webradio - verschiedene Sender aus einer Hand

Das tot geglaubte Medium Radio feiert im Internet seine Wiederauferstehung. Der digitale Äther bietet Sendern wie Hörern allerlei Vorteile, können die Programme doch überall und zu jederzeit kostenfrei empfangen werden. Viele Stationen bieten eine riesige Musikauswahl, andere legen Wert auf das soziale Miteinander der Hörer. Die Redaktion von onlinekosten.de stellt im Folgenden die populärsten Internet Radio Anbieter vor und zeigt, wie Nutzer komfortabel - und vor allem legal - die eigene Musiksammlung erweitern können. Wie der Musikfan Internetradio aufnehmen kann, verrät unser Ratgeber über Streamripper-Programme.

Als im Jahr 2002 der Startschuss für ein kleines Radioprojekt im Internet fiel, konnte noch keiner ahnen, dass sich Last fm zum beinahe konkurrenzlosen Branchenprimus entwickeln würde. Heute bietet der Netzsender Hörern in verschiedenen Ländern ein individuelles Hörerlebnis und kann dabei auf Millionen gespeicherter Songs und eine Auswahl kostenlos herunterladbarer MP3-Dateien zurückgreifen – in CD-Qualität versteht sich. Wer in in Deutschland, Großbritannien oder in den USA wohnt, kann das Musikstreaming im Browser kostenlos nutzen. Lediglich für Premium-Features fällt eine Gebühr an. Für lauschwillige Surfer hat sich die Redaktion von onlinekosten.de einmal auf der Plattform umgesehen und ein wenig am Radio gedreht: das Ergebnis kann sich hören lassen.

Last fm - kollektives Hörerlebnis

Wer bei Last fm einschaltet, wird beim Hören nicht alleine gelassen. Das Netzradio bezeichnet sich selbst in aller Bescheidenheit als "soziale Musikrevolution" – sollte es sich wirklich um eine Revolution handeln, so muss es eine sehr große sein: Millionen von registrierten Mitgliedern können sich innerhalb der Community untereinander austauschen. Das bleibt nicht ohne Folgen für das individuelle Radioerlebnis. Schon auf der Oberfläche unterscheidet sich Last fm von seinen Konkurrenten. Nutzer bekommen eine eigene Profilseite gestellt, die sich mit dem Twitter- und Facebook-Profil sowie Blog verknüpfen lässt. Dies ist auch der Ausgangspunkt für die Grüppchenbildung der Mitglieder: man schließt sich gemäß seines Musikgeschmacks zusammen, tauscht Erfahrungen und Nachrichten aus und bekommt den einen oder anderen guten Hörtipp. Doch die virtuelle Grüppchenbildung erfüllt innerhalb von Last fm einen weiteren, viel wichtigeren Zweck.

Hören, was (anderen) gefällt

Der heutige Anspruch an ein Internetradio besteht nicht länger darin, das zu spielen, was man kennt. Vielmehr schalten immer mehr Hörer ein, weil sie ihren musikalischen Horizont erweitern wollen. Doch wie findet man neue Songs, die einem auch wirklich gefallen? Musikdienste wie Pandora.com, das wegen lizenzrechtlichen Bestimmungen derzeit von Deutschland aus nicht zu erreichen ist, setzen auf sogenannte Songprofile: jedes Lied wird nach Kriterien wie Rhythmus, Stimmung und Instrumenteneinsatz bewertet. Sobald man also dem System mitteilt, dass man einen bestimmten Song gut findet, werden weitere, ähnliche der Playlist hinzugefügt.

Last fm hingegen funktioniert anders und macht es sich in dieser Hinsicht einfacher: Hier misst sich der Verwandtschaftsgrad zweier Songs an ihrer gemeinsamen Popularität. Das "Scrobbling" genannte Verfahren zeichnet das Hörverhalten einzelner Nutzer auf. Dabei kommt es nicht darauf an, welcher Player gerade verwendet wird (Last fm unterstützt unter anderem iTunes und den Windows Media Player. Hintergrund der "Abhöraktion" ist es, musikalische Parallelen von Liedern aufzudecken – und zwar einzig in Fragen des Geschmacks, die eigentliche Qualität der Songs ist dabei erst einmal zweitrangig. Aufgrund dieser indirekten Empfehlung hören sich die Nutzer durch ein unsichtbar abgestecktes Genre und entdecken dabei immer wieder neue Lieder.

Last fm: Via App auch mobil und auf Netzwerk-Geräten

Last fm streamt seine Musik sowohl direkt über die Website als auch über einen Client, der für Windows, Mac OS X und Linux zur Verfügung steht. Radiohören via Client ist kostenpflichtig. Wer auch auf anderen Geräten scrobbeln möchte: Last fm ist via App auch auf dem iPhone, iPad und iPod touch, Android-Tablets- und -Smartphones, für Windows Phone sowie einigen Produkten von Onkyo, Logitech und Sonos nutzbar. Darüber hinaus lässt sich Last.fm in Spotify integrieren.

Radiosender hören und ab und an normalerweise benötigt man dazu einen separaten Streamripper. Nicht mit phonostar: Der im Jahr 2003 gestartete Webradio-Anbieter kombiniert den Empfang von mehr als 20.000 Radiostationen weltweit mit einer Aufnahmemöglichkeit. Was kann phonostar im Detail?

Phonostar: Webradio im Browser hören

Phonostar ist Webradio, Musikrekorder, Podcatcher und Programmzeitschrift in einem. Für die Nutzung des Dienstes war früher die Installation eines Clients Voraussetzung, heutzutage können sich Radiobegeisterte ohne jegliche Anmeldung oder Software-Installation direkt im Browser zuschalten. Auf der phonostar Website sind die Top-Sender übersichtlich aufgeführt, außerdem werden detaillierte Beschreibungen zu den einzelnen Radiosendern und Programmtipps für die laufende Woche bereitgehalten.

Wer auf den vollen Umfang zugreifen und gezielt nach Sendern suchen möchte, kann den phonostar Player für den PC oder Mac installieren und dann außerdem Inhalte bewerten und auch aufzeichnen. (Zur Aufnahme im MP3-Format ist zusätzlich der Lame Encoder notwendig.) Der phonostar Player ist kostenlos, steht aber auch in einer kostenpflichtigen Variante bereit. Der phonostar-Player Plus ist gegen eine einmalige Gebühr werbefrei und bietet weitere Möglichkeiten, wie das Abonnieren von Podcasts, paralleles Aufnehmen mehrerer Sendungen, Schneiden der Aufnahmen und Pausieren während der Radiowiedergabe.

Radioaufnahmen mit phonostar per Knopfdruck planen

Damit man auch wirklich keine Sendung verpasst, bietet der Player zudem einen komfortablen Programmplaner: Ein Knopfdruck genügt und die gewünschte Sendung wandert in die Liste vorgemerkter Aufnahmen. Über die iOS-App von phonostar stehen die einzelnen Funktionen auch auf dem iPhone zur Verfügung, alternativ ist eine Aufnahme von Radiosendungen und Musik ohne Computer über die phonostar Cloud möglich. Die Online-Aufzeichnung kann kostenlos getestet werden, wer sie darüber hinausgehend verwenden möchte, muss allerdings monatlich Gebühren zahlen.

Surfmusik.de zählt zu den Urgesteinen des Internetradios. Die hier aufgelistete Kanalsammlung umfasst nach Angaben des Betreibers mehr als 16.000 Radiosender – mit wachsender Tendenz. In einer explorer-ähnlichen Struktur sind alle verfügbaren Stationen nach Standort und Genre sortiert. Die Musikstile reichen von 50er Jahre Oldies über Drum'n'Bass, Flamenco und Jazz bis hin zu Pop, russischen Chansons und Volksmusik – selbst zum amerikanischen Polizeifunk können sich die Hörer durchzappen. Als kleinen Sonderbonus bietet Surfmusik.de seinen Nutzern auch Links zu internationalen TV-Sendern, die ihr Programm über den Netzäther streamen.

Surfmusik.de: Musik im Browser streamen

Klarer Vorteil von Surfmusik.de ist seine Einfachheit. Radiohörer müssen keinen zusätzlichen Client installieren, sondern können sich nach Eingabe der Adresse direkt im Browser in das laufende Programm ihres Lieblingssenders einschalten – letztendlich entscheiden die einzelnen Radiostationen über das Empfangsprogramm. Der empfangene Ton kann es bei einer Klangqualität von 128 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) fast mit CD-Qualität aufnehmen.

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