Instant Messenger
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Instant Messenger - Kommunikation über Chat-Programme

Am Anfang war der simple Chat. Über die Jahre haben sich Instant und Web Messenger stetig weiterentwickelt und dazugelernt: Schon lange sind die kleinen Chat-Programme eine echte Alternative zu E-Mail und Telefon.

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Instant Messenger bieten viele Vorteile: Ist man ohnehin online, so kann man mühelos und vor allem meist auch kostenlos mit seinen Freunden und Bekannten chatten, sich verabreden und nebenbei erzählen, was es so Neues gibt. Man installiert einfach ein kleines Programm auf dem PC oder dem mobilen Endgerät und schon kann es losgehen - vorausgesetzt, der Gesprächspartner nutzt den verwendeten Messenger ebenfalls.

Mehrere Messenger oder Chat-Client

Die beliebten Instant Messenger stellen den Nutzer vor ein Problem: Sie beherrschen nur ein Protokoll. Daher können Nutzer nur mit Chatpartnern kommunizieren, die das gleiche Chat-Programm nutzen. Einige Messenger kommen zwar auch miteinander aus. Dennoch schränkt die Protokoll-Hürde die Nutzung ein.

Als mögliche Lösung bietet sich die Installation mehrerer Messenger an, zumal die Programme auch nebeneinander funktionieren. Wenn sich die Kontakte auf diverse Messenger verteilen und der Computer nicht mit unzähligen Programmen zugepflastert werden soll, kann man zu einem universellen Chat-Client wie etwa Trillian oder Miranda greifen. Diese Multi-Clients sind durchaus verbreitet und beherrschen zahlreiche Protokolle. So ermöglichen sie den Chat mit Nutzern von Single-Clients. Miranda und Pidgin entstammen der Open-Source-Entwicklung; Pidgin läuft auch auf Linux-Systemen. Doch auch hier gibt es Stolpersteine: Gibt es für die Original-Messenger eine Änderungen im jeweiligen Protokoll, kommen die Entwickler der Multi-Clients oft nicht sofort hinterher.

Ein Messenger für alle

Eine große Rolle bei der Entscheidung für den richtigen Instant Messenger spielt der Funktionsumfang. Möchte der Nutzer mit dem Client auch kostenlose Gespräche via PC oder Video-Unterhaltungen führen? Dann sind Multi-Clients eine schlechte Wahl. Offiziell ermöglichen die meisten Programme zwar Voice-Chat oder Video-Telefonie mit anderen Chat-Programmen, in der Praxis kommt bei Verbindungen mit Single-Clients aber oft keine Verbindung zustande. In einem solchen Fall kommt man also am Original-Client nicht vorbei.

Messenger Beispiel 1: ICQ

ICQ ist das Urgestein der Instant Messenger. 1996 legten vier israelische Studenten mit dem Programm ICQ (I seek you – Ich suche Dich) den Grundstein für die heutigen Instant Messenger. Bereits 1998 erzielten die Gründer eine Rekordsumme von 287 Millionen Euro, als AOL die Software-Schmiede schluckte. Im April 2010 verkaufte AOL ICQ aber an DST, Digital Sky Technologies, ein russisches Internet-Unternehmen. Als der erste Instant Messenger auf dem Markt wird ICQ auch heute noch verwendet.

Kunterbuntes ICQ

ICQ lässt sich kostenlos über die Homepage downloaden. Allerdings bedarf es einiger Einstellungen, will man von aufdringlichen Fenstern und nervigen Sound-Effekten verschont bleiben. An den unübersehbaren Werbebannern kommt man hingegen nicht vorbei. Punkten kann ICQ mit dem Funktionsumfang beim Text-Chat. So lässt sich der Online-Status nach Belieben einstellen und auch mit individuellen Nachrichten ausschmücken. Für eine bessere Übersicht lassen sich die verschiedenen Kontakte in mehrere Gruppen aufteilen. Auch den Versand von SMS-Nachrichten auf das Handy erlaubt ICQ. Mittels Push-to-Talk darf man seinen Buddys außerdem Sprach-Nachrichten schicken.

Messenger Beispiel 2: Skype

Skype ist kein Instant Messenger im eigentlichen Sinne. Das Programm wurde durch seine VoIP-Funktionen bekannt und machte das kostenlose Plaudern von PC zu PC populär. Erst später kamen Funktionen wie Text-Chat, Video-Chat oder Dateitransfer hinzu. Aufgrund der weiten Verbreitung macht inzwischen auch die Nutzung als echter Instant Messenger Sinn, auch wenn Skype beim reinen Text-Chat einen kleineren Funktionsumfang wie die alten Klassiker, etwa ICQ, bietet.

Skype ist festnetzfreundlich

Bei Gesprächen und Video-Chats drängt sich Skype vor alle anderen Messenger: Fast jeder der zahlreichen Skype-Fans nutzt das Programm als Telefonie-Software und hat somit auch ein Mikrofon zur Hand. Zum starken Wachstum der Skype-Gemeinde trug auch die einfache Bedienung und das übersichtliche Menü bei, das ganz ohne Werbebanner auskommt.

Messenger Beispiel 3: Google+ Hangouts

Die Software wurde als Google Talk 2005 gestartet und im Sommer 2009 endlich aus dem Beta-Stadium entlassen. Im Mai 2013 wurde Google Talk durch Google+ Hangouts ersetzt. Leider ist für die Nutzung – wie für die anderen Google Dienste – ein Account bei Google erforderlich.

Hangouts bietet viele Funktionen, die den Messenger auch für den Einsatz im Unternehmen praktisch machen. So kann man Chats mit mehreren Dutzend Teilnehmern führen, man kann sich vom Mobiltelefon zuschalten und der Chatverlauf wird auf dem Server gespeichert, sodass man ihn über mehrere Geräte hinweg synchronisieren kann.

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