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Google+: Googles soziales Netzwerk

Mit Google+ startete Google 2011 sein eigenes soziales Netzwerk - und war damit recht spät dran. Facebook zählt inzwischen über 1,4 Milliarden Mitglieder, Google+ hinkt hinterher, ist aber weltweit das zweitgrößte soziale Netzwerk. Innovativ ist die Verwaltung der Freunde in Kreisen, mit Hangouts ermöglicht Google+ zudem Videochats.

Der US-Internetkonzern Google hat sich für seinen Einstieg in die Welt der sozialen Netzwerke lange Zeit gelassen. Das vor allem durch seine gleichnamige Suchmaschine bekannte Unternehmen hatte 2010 mit Buzz einen vergeblichen ersten Versuch gewagt, sich 'sozial' zu präsentieren. Schon kurz nach dem Start gab es Kritik unter anderem am mangelnden Datenschutz, da das System eng mit Googles E-Mail-Angebot Google Mail verbandelt war.

Google+ wächst rasant, bleibt aber weit hinter Facebook zurück

2011 wagte Google erneut Facebook & Co. herauszufordern. Das neue Projekt Google+ startete zunächst als geschlossene Beta-Phase. Die Anmeldung war zu Beginn nur auf Einladung möglich. Google wollte in kleinem, überschaubaren Kreis die Akzeptanz seines neuen Systems testen. Mitte September 2011 öffnete Google+ schließlich für alle Nutzer. Nur wenige Wochen später nannte der US-Konzern erste Zahlen: Google+ verzeichnete weltweit bereits rund 40 Millionen Mitglieder. Im Mai 2013 kam Googles Netzwerk auf 359 Millionen aktive Nutzer. Ein rasantes Wachstum in kurzer Zeit. Inzwischen ist Google+ nach Facebook weltweit das zweitgrößte soziale Netzwerk. Der Abstand zu Facebook ist allerdings groß: Die Zahl der Facebook-Mitglieder kletterte im Sommer 2015 auf über 1,4 Milliarden.

Der US-Konzern will sich mit Google+ vor allem durch einen stärkeren Fokus auf mehr Datenschutz beispielsweise auch von Facebook absetzen. Dazu führte der Konzern leicht editierbare, innovative Freundschaftslisten in Form von Kreisen ein, die auf positive Resonanz bei vielen Nutzern stießen. Die Zuordnung erfolgt durch Ziehen des jeweiligen Namens von Freunden und Bekannten in den entsprechenden Kreis. Eigene Status-Updates und Postings lassen sich in Google+ damit einzelnen Freunden, Freundeskreisen oder auch komplett öffentlich mitteilen. Ähnlich wie Facebooks "Gefällt mir"-Button bietet Google+ eine "+1"-Schaltfläche, um interessante Beiträge zu bewerten.

Hangout-Videokonferenzen und enge Einbindung in Google-Dienste

Google+ bietet auf der Startseite einen Stream mit den Status-Meldungen von Freunden und Bekannten. Daneben lassen sich über das Netzwerk mit der Funktion "Hangouts" Videokonferenzen durchführen oder über das Messenger-Feature Gruppenchats starten. Außerdem erweiterte Google seine Plattform wenige Wochen nach dem Start um einen eigenen Bereich für Spiele. Zudem lassen sich Fotos mit Freunden teilen. Google+ wurde mit immer mehr anderen Google-Produkten verzahnt. Eine integrierte YouTube-Schaltfläche ermöglichte die Suche nach Videos und das Abspielen von Clips. Über Plug-ins lassen sich Google+ Funktionen auch in Googles Browser Chrome nutzen.

An den Erfolg von Facebook kam Google+ aber nie heran, 2014 wurde über einen Umbau von Google+ spekuliert. Zumindest die Integration in YouTube wurde 2015 aufgehoben, die Verknüpfung mit anderen Google-Diensten nicht mehr weiter vorangetrieben.

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