Google Earth
Globus© styleuneed / Fotolia.com

Google Earth - Die ganze Welt im Internet

Die ganze Welt lässt sich im Internet verpacken – natürlich nur digital. Im Web gibt es einige interaktive Karten- und Satellitenbilder-Programme wie Google Earth, in denen sich die Erde und andere Himmelskörper virtuell bereisen lassen.

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Der bekannteste Vertreter der Gattung "Virtual Globe Tools" ist Google Earth. Google Earth ist der Inbegriff für die virtuelle Erde. Das Programm liefert Satelliten- oder Luftbilder aus allen Gegenden der Welt, oft so scharf, dass man einzelne Menschen erkennen kann.

Nicht live, aber detailreich

Natürlich sind die Bilder nicht live wie bei einer Webcam, vielmehr handelt es sich um Bilder, die im Lauf der vergangenen Jahre von Satelliten aufgenommen wurden. Spezielle Foto-Satelliten umkreisen seit Jahren die Erde und machen Aufnahmen von der Oberfläche. Diese Fotos werden in Google Earth verwendet und ständig aktualisiert. Zudem werden für besonders detaillierte Bilder Luftaufnahmen verwendet.

Google verknüpft in Google Earth geschickt Marketing mit Usability. Google Earth wird, wie so viele andere Google-Tools, kostenlos angeboten, natürlich ist Google Earth voll ins Google-Angebot integriert. Wer nach Restaurants sucht, bekommt eine Liste von Restaurants inklusive Routenplaner in Google Earth serviert. Wer nach einer Tankstelle sucht, erhält auch eine Auflistung eben dieser. Einzige Voraussetzung: Die Unternehmen müssen samt Adresse bei Google gelistet sein.

Ortsmarken und Overlays

Doch Google Earth kann noch viel mehr als bloß Restaurants zu finden. Fast jede Funktion, die auch nur im Entferntesten mit einer Weltkarte wie Google Earth genutzt werden kann, ist inzwischen vorhanden. Ortsmarken und Overlays erlauben die individuelle Gestaltung des Kartenmaterials. Ein Fähnchen am Haus jeder Ex-Freundin oder - für Briefträger - der bissigen Hunde in der Nachbarschaft? Kein Problem! Über die Overlays lassen sich auch fremde Objekte in Google Earth einbinden. Disney etwa nutzte dieses Feature, um eine Totenkopf-förmige Insel als Werbegag für den Film "Fluch der Karibik 2" einzufügen.

Was Google Earth als eigenständiges Programm kann, beherrscht Google Maps im Internetbrowser. Allerdings ist Google Maps weniger umfangreich als Google Earth. Dafür lässt sich zwischen einer übersichtlichen Karten- und einer Satelliten-Übersicht umschalten.

Klone und Konkurrenten

Google Maps besitzt zwei amüsante, aber völlig sinnfreie Klone: Die nicht ganz ernst gemeinten Ableger Google Mars und Google Moon zeigen die Oberfläche von Mars und Mond, sind in der Funktionalität jedoch sonst identisch zu Google Maps.

Google Maps und Google Earth mögen die bekanntesten Karten-Tools sein, die einzigen sind sie aber nicht. Die Zahl der Mitbewerber bei den Virtual-Globe-Lösungen ist jedoch vergleichsweise gering. Neben Google Earth gibt es noch zwei weitere kostenlose Satelliten-Programme der gleichen Machart: Nasa World Wind, dessen Vorteil lizenzfreie Fotos sind, und Microsoft Virtual Earth, das inzwischen Bing Maps gewichen ist. Ein dritter, wenig bekannter und kostenloser Mitbewerber ist Earth Explorer, doch wie alle Google Earth-Konkurrenten krankt auch dies Programm an geringer Auflösung des Kartenmaterials.

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