Glasfaser
Glasfaser Anschluss© Silvano Rebai / Fotolia.com

Glasfaser: Die Grundlage für Highspeed-Internet

Wer schnelle, zukunftsfähige Internetzugänge nutzen möchte, kommt an einem Internetanschluss per Glasfaser nicht vorbei. Wird die Glasfaser-Leitung bis ins Gebäude verlegt, dann sind Internet-Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s möglich.

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Über den DSL-Anschluss per klassischem Kupferkabel lassen sich nur relativ magerere Bandbreiten von bis zu 16 Mbit/s realisieren. VDSL-Anschlüsse basieren dagegen bereits auf Glasfaser: Bis zu den grauen Verteilerkästen am Straßenrand (Fibre to the Curb - FTTC) kommt Glasfaser zum Einsatz, für den Rest der Strecke bis zum Endkunden wird weiterhin die sogenannte "letzte Meile" per Kupferkabel genutzt. Dank Vectoring-Technik lassen sich per VDSL-Anschlüsse von 50 auf bis zu 100 Mbit/s beschleunigen. Wirkliches Highspeed-Internet bieten aber nur Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude (Fiber to the Building - FTTB) oder gar bis in die Wohnung des Kunden (Fiber to the Home - FTTH). Hier lassen sich theoretisch Download-Bandbreiten von mehreren hundert Megabit pro Sekunde erzielen - auch Internet-Speed von bis zu 1 Gbit/s ist möglich.

FTTB und FTTH erkennt man an einem im Keller befestigten Kasten - nun stellt sich die Frage, wo ist dann der Unterschied der beiden Varianten? Ganz einfach: FTTB umfasst aktive optische Anschlüsse, die in ein großes Wohn- bzw. Mehrfamilienhaus (Wohnblock) reichen. Als FTTH werden Anschlüsse bezeichnet, die einer einzigen Familie (Einfamilienhaus, Reihenhaus) zur Verfügung gestellt werden.

HYTAS vereint also Glasfaser- und Kupferleitungen

Die in Deutschland verbaute Technik für aktive optische Anschlüsse nennt sich HYTAS. Das Wort HYTAS ist die Abkürzung für "Hybrides Teilnehmer Anschlusssystem" - wie sich aus der Wort-Konstellation erahnen lässt, handelt es sich bei dieser Technik um einen hybriden Netzaufbau. HYTAS vereint also Glasfaser- und Kupferleitungen in einer Technik. Durch die alten, noch vorhandenen Kupferkabel ergibt sich die Möglichkeit, jene weiterhin zu nutzen. So wird das Hauptkabel durch ein Glasfaserkabel ersetzt und das Verzweigerkabel, aus Spargründen, beibehalten. Daraus ergibt sich die hybride Infrastruktur, die HYTAS zum Einsatz kommen lässt.

HYTAS ist ein mächtiges, sehr leistungsstarkes System. Die Telefonleitungen sind, im Gegensatz zu Kupfer-Anschlüssen, daueraktiv geschaltet. Wer auf Glasfaser "sitzt", besitzt somit eine "Telefon-Standleitung". Würde man endlich auf die wahren Kapazitäten zurückgreifen, so wäre es mit HYTAS auch möglich Übertragungsverfahren wie ADSL, HDSL, SHDSL (SDSL), FDSL zum Einsatz kommen zu lassen. Auch ein 10Base-T-Netzwerk untereinander (HYTAS zu HYTAS, wohngebietintern) ist möglich.

Glasfaserausbau erfolgt in Deutschland vor allem regional

Glasfaserleitungen werden sowohl von der Deutschen Telekom verlegt als auch von Wettbewerbern des Bonner Konzerns. Insbesondere regionale Provider wie NetCologne, M-net und EWE sind sehr aktiv beim Glasfaserausbau. Der Provider Versatel verfügt nach der Telekom über das zweitgrößte Glasfasernetz in Deutschland. Bis zu einer flächendeckenden Glasfaserversorgung Deutschlands ist es aber noch ein weiter Weg, der milliardenschwere Investitionen erfordert.

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