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Der Blog als persönliches Sprachrohr im Internet

Fast jeder Internetaffine betreibt heutzutage einen Blog, könnte man meinen. Blogs können Banales präsentieren, Fachwissen vermitteln, sehr distanziert oder auch persönlich sein. Ein Blog gibt jedem die Möglichkeit, auf einer eigenen Seite Inhalte im Web zu veröffentlichen.

Der Begriff "Blog" (es heißt übrigens sowohl "der Blog" als auch "das Blog") ist eine Abkürzung und geht auf Weblog zurück – also eine Art Logbuch, das im Internet geführt wird. Die Autoren des Blogs können Inhalte jeglicher Art veröffentlichen, in der Regel besitzt ein Blog jedoch ein mehr oder weniger stark eingegrenztes, zentrales Thema.

Bloggen kunterbunt: Von Haustier bis Politik

Durch den Fokus auf ein bestimmtes Thema bewahrt der Blog seine Stammleserschaft. Die Themenvielfalt ist dabei unerschöpflich: Im Internet werden Sie Blogs über Hundeernährung ebenso finden wie über den Aufbau von Benzinmotoren, Brautkleidung, Politik in Asien oder Extremsport. Natürlich gibt es aber auch Blogs, in denen einfach kunterbunt aus dem Leben des Autors erzählt wird – Kindererziehung, Rezepte, Bücher und alltägliche Erlebnisse füllen dann die Seiten. Ein wiederkehrendes Merkmal vieler Blogs ist die Tatsache, dass gerade die persönlich geführten Varianten recht unregelmäßig mit neuen Inhalten versorgt werden. Ein Update kommt eben dann, wenn der Autor Zeit findet – also vergehen zwischen neuen Einträgen manchmal nur Stunden oder Tage, manchmal aber auch ein ganzer Monat.

Ein Blog kann entsprechend den Anforderungen des Autors unterschiedliche Dimensionen annehmen. Vielleicht möchten Sie das Heranwachsen Ihres Haustieres dokumentieren und nutzen dazu einen Blog, um andere an Ihrem Erlebnis teilnehmen zu lassen. Möglicherweise bloggen Sie aber auch über Wirtschaft und Politik – Themen, an denen sich die Menschen gerne aufhalten. Nicht selten kommt es dank der Kommentarsysteme dann auch zu einem Diskurs, der Früchte tragen kann.

Einfacher Einstieg in die Blogger-Welt

Eine komplette Webseite von Grund auf zu erstellen, ist an recht viel Arbeit gebunden. Einen Blog hingegen stampft man mit vergleichsweise wenig Aufwand aus der virtuellen Erde: Kostenlose Content Management Systeme (CMS) wie das populäre WordPress machen es einfach, einen Blog fast aus dem Nichts zu erstellen, ohne große technische Kenntnisse. Vorgefertigte Schablonen sorgen für das Design und das grundlegende Layout, dazu gibt es zahlreiche Plug-ins, die WordPress (oder andere CMS) erweitern. Nur der eigentliche Inhalt in Form von Text, Grafiken oder Videos wird vom Autor selbst hinzugefügt.

Geld verdienen mit einem Blog

Wächst das Angebot – und vor allem die Leserschaft – nach und nach, können Blogger mit ihrem Hobby auch Geld verdienen, sei es durch platzierte Werbung oder durch Sponsoring-Angebote. Produkttester beispielsweise, die über bestimmte Artikel bloggen, werden für ihre Arbeit hin und wieder auch belohnt. Bei einer entsprechenden Menge an Besuchern pro Monat sind die Unternehmen dieser Art der Werbung nicht abgeneigt. Gleichzeitig sei aber angemerkt, dass der überwältigende Großteil der privaten Blogger nicht von dieser Art Arbeit leben kann.

Starke Community fördert den Zusammenhalt

Innerhalb der "Blogger-Szene" herrscht in der Regel ein freundliches Miteinander. Es wird sich nicht angefeindet, wenn ein Konkurrent einen Blog mit einem ähnlichen Thema öffnet. Stattdessen werden Links geteilt, Zusammenarbeiten angestrebt und bei Facebook & Co. auf das Angebot aufmerksam gemacht. Schwarze Schafe gibt es immer wieder, doch für gewöhnlich finden neue Blogger eine freundliche Atmosphäre vor – somit kann die Vernetzung mit anderen Blogs auch motivierend wirken.

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