Bilderdienste
Fotos© Sergio Dona / Fotolia.com

Fotosharing: Bilderdienste im Web 2.0

Digitalbilder sind eine feine Sache. Mit der Digitalkamera sind sie schnell erstellt und können jederzeit auf Kamera und Rechner betrachtet werden. Online-Bilderdienste machen das eigene Fotoarchiv nun überall und jederzeit abrufbar. Einzige Voraussetzung: Ein Internet-Browser und ein Breitband-Anschluss.

Das Web 2.0 verlegt die Archivierung von digitalen Bildern ins Internet. Dort sind sie gut aufgehoben, lassen sie sich doch von jedem Ort der Welt abrufen, verwalten und veröffentlichen, ohne dass der Anwender einen Laptop mit sich herumtragen muss. Alles, was er braucht, ist ein Rechner, ein Internetanschluss und ein Browser – und ein wenig Zeit, denn je nach Bandbreite kann der Upload von Bildern in hoher Qualität einige Zeit in Anspruch nehmen.

Schnell und einfach Fotos veröffentlichen

Bilderdienste, so genannte Fotosharing-Dienste, verknüpfen das Photoarchiv mit dem Weblog. Fotos lassen sich so in aller Regel auf einfache Weise auf Blogs oder anderen Websites publizieren. Sogar der mobile Upload von Bildern direkt vom Handy aus ist oft möglich. Bildergalerien und Slideshows sind schnell erstellt. Dabei lassen sich die Bilder anders als auf dem Rechner nicht per Ordner sortieren, sondern nach Schlüsselwörtern, wodurch sie schnell gefunden werden können.

Natürlich kann auch festgelegt werden, wer die Bilder sehen und nutzen darf: Bestimmte Benutzer, eine Gruppe von Benutzern oder nur man selbst. Es gibt die Möglichkeit, Kommentare zu den einzelnen Bildern zu schreiben, der Anwender darf im Bild seine Anmerkungen hinterlassen, um es zu erklären – so, als würde er mit einem Stift auf einem echten entwickelten Foto handschriftliche Hinweise hinterlassen. Mit dem kleinen Unterschied, dass sich die Änderungen beim Bilderdienst auch wieder rückgängig machen lassen.

Bilderdienste wie Sand am Meer

Bilderdienste gibt es wie Sand am Meer: Zu den wichtigsten zählen Yahoo!s Flickr, zooomr des Konkurrenten Google, Imageshack, Bubbleshare und 23hq. Gemeinsam haben die meisten Dienste, dass sich hier sowohl kostenlose, als auch so genannte "Premium-Accounts" erstellen lassen. Die kostenlose Variante ist meist stark beschränkt, im Premium-Account gibt es hingegen die volle Funktionalität.

Die Einschränkung des kostenlosen Accounts bezieht sich in der Regel auf die Menge der Bilder und den verfügbaren Speicherplatz. So arbeitet Flickrs Basic-Account mit einem Speicherplatz von nur 20 Megabyte pro Monat, ausreichend für rund 20 Bilder in einer Auflösung von vier Megapixeln. Das ist nicht sonderlich viel, reicht jedoch aus, um die Bilder schnell im eigenen Weblog zu veröffentlichen.

Kostenlos, Basic-Account oder kostenpflichtig?

Auch bei anderen Diensten werden oft Unterschiede zwischen kostenlosen und Premium-Accounts gemacht. Die Preise variieren stark, es gibt komplett kostenlose und durch Werbung finanzierte Dienste wie Bubbleshare, in der kostenlosen Version wenig beschränkte Dienste, wie Photobucket, und rein kommerzielle Dienste, wie Smugmug.

Die Wahl des Fotosharing-Dienstes sollte abhängig vom Nutzerprofil getroffen werden. Im Vorfeld sollte also klar gestellt werden, wie stark der Dienst genutzt werden soll. In Sachen Features werden die Dienste regelmäßig ergänzt und geändert, so dass sie sich nur in speziellen Funktionen unterscheiden.

Integration und mehr

So erlaubt Bubbleshare die Erstellung von Photocasts, also Foto-Podcasts, während Zooomr sich mit einer besonders funktionalen Integration der Bilder mit Kartenmaterial ("Geo-Tagging") brüstet. Besonders empfehlenswert ist zurzeit Bubbleshare, weil der Dienst komplett kostenlos ist und sich perfekt mit Windows und Mac OS X arrangiert. Grundsätzlich ist bei allen Diensten jedoch eine Tendenz zu mehr Funktionen im Basic-Zugang erkennbar.

Ob die kostenlosen Dienste auf lange Sicht Premium-Accounts einführen oder ob sich die kostenpflichtigen Dienste künftig durch Werbung finanzieren werden, ist nicht absehbar. Die schnell sinkenden Preise für Online-Speicherplatz und die kostenlose Konkurrenz der Videodienste dürfte die Foto-Sharing-Anbieter jedoch künftig zu günstigeren Konditionen zwingen.

Der Flickr-Faktor

Der wohl populärste Dienst ist und bleibt Flickr, da er sich trotz eingeschränkter Basis-Konten stark in die Welt der Weblogs und damit ins Web 2.0 integriert. Für Flickr gibt es unzählige Plugins für andere Web 2.0-Anwendungen sowie auf dem Rechner gespeicherte Software: Vom Firefox-Plugin über Flickr-basierte Spiele bis hin zu Bildschirmschonern und Blog-Add-Ons ist für Flickr jede nur denkbare Anwendung verfügbar.

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