Obwohl Online-Shopping in Deutschland boomt, fühlt sich nur jeder zweite Verbraucher beim Bezahlen im Internet generell sicher. Zu den Gründen zählen die Angst vor Datenmissbrauch oder auch Unklarheiten über die Haftung im Schadensfall. Auch vor der Eingabe von Kreditkartendaten schrecken viele Onlineshopper zurück. Die Wirecard Bank AG verspricht mit ihrem gleichnamigen Bezahldienst mywirecard ein sicheres und komfortables Zahlungsmittel - auf Basis einer Kreditkarte.
Virtuelle MasterCard
Die Kreditkartenzahlung mit mywirecard unterscheidet sich von der herkömmlichen Abwicklung aber in mehreren Punkten: Zunächst handelt es sich bei den angebotenen Karten von MasterCard und Visa um Prepaid-Lösungen, die eine volle Kostenkontrolle ermöglichen. Außerdem kommt die Karte nicht zwangsläufig als Plastikmodell in die Geldbörse. Die mywirecard MasterCard steht nach einer Registrierung auch als virtuelle Version zur Verfügung. Dann ist die "Karte" kostenfrei und zwei Jahre gültig. Das Kreditkartenkonto besteht aus einer Kartennummer, einem Gültigkeitsdatum und der Kartenprüfnummer; genau wie eine Plastik-Kreditkarte. Auch die Zahlung verläuft nach dem gewohnten Prinzip: Kartennummer, Gültigkeitsdatum und die Kartenprüfnummer eingeben, absenden, fertig. Zahlungen mit der virtuellen MasterCard werden online sowie im Versandhandel überall dort akzeptiert, wo eine Zahlung per MasterCard angeboten wird – national und international. Wer auch offline in Geschäften bezahlen und Geld am Automaten abheben möchte, kann gegen eine Jahresgebühr zuzüglich Versandkosten die Plastik-Version der MasterCard auf Prepaid-Basis ordern. Sie ist drei Jahre gültig.
Der Kontostand lässt sich online einsehen. Bild: onlinekosten.de
Visa Karte zum Direktkauf
Die mywirecard 2go Visa kostet 9,95 Euro und kann an Tankstellen oder in Shops gekauft werden. Bild: Wirecard
Variante Nummer drei ist die neuere mywirecard 2go Visa, eine Prepaid-Kreditkarte von Visa, die im Gegensatz zum MasterCard-Service auch komplett ohne Registrierung und Online-Konto nutzbar ist. Die Karte kann an der Tankstelle oder am Kiosk für 9,95 Euro gekauft werden, ein Startguthaben bringt sie nicht mit. Der Kunde kann sie direkt beim Kauf erstmalig aufladen und nach einer Aktivierung per SMS oder online verwenden. Die Karte enthält fast alle gewohnten Bestandteile einer Kreditkarte - mit einer Ausnahme: Wo normalerweise der Name des Karteninhabers aufgedruckt ist, findet sich die Angabe "Meine Karte". Das entspricht auch beim späteren Bezahlen der Eingabe des Inhabers, somit verläuft die Zahlung - zumindest beim Onlineshopping ohne Unterschrift - anonym. Allerdings muss auf der Rückseite der Karte eine Unterschrift erfolgen. Zum Einsatz kann die mywirecard 2go Visa an jeder Visa-Akzeptanzstelle kommen, auch im stationären Handel. Geld am Automaten abzuheben, ermöglicht sie hingegen nicht. Ist das Guthaben aufgebraucht, kann der Nutzer seine Karte im Login-Bereich auf der Website für eine Geldeinzahlung freischalten. Gutschriften sind in bar im Handel oder online per Bankkonto möglich. Die Visa-Karte ist ein Jahr lang gültig.
Der Unterschied zwischen den mywirecard-Kreditkarten und herkömmlichen Karten: Der Kunde kann nur so viel Geld ausgeben, wie sich gerade auf dem Guthabenkonto bei mywirecard befindet. Im Falle eines Kartendiebstahls oder Kreditkartenmissbrauchs würde sich der Schaden somit ebenfalls auf diesen Betrag beschränken. Das bedeutet aber auch, dass sich das eingezahlte Geld zunächst wie Bargeld im Portemonnaie verhält. Geht die Karte verloren oder wird sie gestohlen, ist das Geld (maximal 150 Euro Aufladesumme) weg. Die mywirecard 2go Visa lässt sich nur nach der Registrierung sperren, die Mastercard hingegen auch über die internationale Notrufnummer.
mywirecard-Kunden können nicht nur im Handel bezahlen, sondern - insofern sie einen Account anlegen - sich auch untereinander Geld senden. Getätigte Zahlungen sowie der aktuelle Kontostand lassen sich jederzeit online unter www.mywirecard.com einsehen.