Zwei Drittel der Deutschen ab 14 Jahren haben Zugang zum
Internet. Dem
(N)Onliner Atlas 2008 zufolge gehören hierzulande rund 42,2 Millionen Menschen zur Gruppe der "Onliner". Für viele von ihnen gehört das Internet-Shopping fast zum Alltag und andere wiederum wollen sich gar nicht darauf einlassen. Sicherheitsbedenken und die fehlende Auswahl an geeigneten Zahlungsmethoden halten sie vom unbeschwerten Online-Kauf ab.
Millionen Online-Käufer
Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zählen rund 76 Prozent der Internetnutzer zu den Onlineshoppern. Die GfK erhebt das
Online Shopping Survey seit 2002 und kann seitdem nach eigenen Angaben einen durchschnittlichen Zuwachs von neun Prozent pro Jahr verzeichnen. Besonders hoch im Kurs stehen Bekleidung, Bücher und Karten für Veranstaltungen. Auf den Plätzen vier und fünf folgen CDs und Hotelbuchungen. Aber auch DVDs und Medikamente gewinnen an Beliebtheit.
Bei den digitalen Gütern stehen
Computer-Software und Musikdownloads an oberster Stelle. Ermittelt hat dies die Universität Karlsruhe in der seit 1998 herausgegebenen Studie
Internet-Zahlungssysteme aus Sicht der Verbraucher, kurz IZV. So schön die Zahlen auch klingen, dem Internethandel könnte es noch besser gehen. Vielen ist der Kauf in unbekannten Shops noch zu unsicher, andere haben Bedenken bei der Bezahlung.
Gründe für die Missachtung von Zahlungssystemen
Als Grund für die Ablehnung eines Zahlungssystems nannten die Umfrage-Teilnehmer insbesondere Unsicherheit und fehlendes Vertrauen in den Anbieter (jeweils mehr als 90 Prozent). Doch, ob sicher oder nicht, um den Käufer zur Nutzung einer neuen Zahlungsmethode zu bewegen, muss er darin auch einen Vorteil sehen. So gaben 82 Prozent an, auf eine Methode zu verzichten, wenn sie keine Notwendigkeit in der Nutzung sehen. Auch eine komplizierte Bedienung schreckt ab: Knapp 69 Prozent erteilten in diesem Fall eine Absage.