Ein weiteres Zahlungssystem, das auch im
Internet Akzeptanz findet, ist die
GeldKarte. Diese Zahlungsmethode existiert bereits seit rund zehn Jahren: Seit 1997 werden ec-Karten der Banken und Sparkassen mit einem Mikrochip ausgestattet, der es ermöglicht, Guthaben auf die Karte zu laden. Somit haben die meisten Bundesbürger bereits Zugriff auf dieses Zahlungssystem, teilweise ohne es zu wissen.
Prepaid-System
Die GeldKarte gehört zu den
Prepaid-Systemen, der Kunde bezahlt die Beträge also im Voraus. Der Chip kann an nahezu allen Geldautomaten und mittlerweile auch online per Überweisung, Gutschein oder
giropay durch den Nutzer aufgeladen werden. Dabei sind nur ganze Beträge in frei wählbarer Höhe möglich, der Maximalbetrag ist mit 200 Euro festgesetzt. Der gewählte Betrag wird direkt vom Girokonto abgebucht. Mit diesem Guthaben können Kartenbesitzer anschließend unter anderem an Automaten bezahlen und seit 2002 auch im Internet einkaufen.
Kartenlesegerät erforderlich
Dazu benötigt der Kunde allerdings ein Kartenlesegerät, das je nach Modell per USB-Kabel oder über eine serielle Schnittstelle mit dem Computer verbunden wird. Ebenso sind Tastaturen erhältlich, in die ein Chipkartenleser fest eingebaut wurde. Diese Geräte kosten je nach Sicherheitsklasse zwischen 25 und 100 Euro, die Kosten dafür trägt der Nutzer.
Bezahlen im Internet
2006 standen 170.000 Online-Portale zur Verfügung, die die Bezahlung mit der GeldKarte anboten. Aktuell liegt dem Anbieter nach eigenen Angaben kein aktuelles Verzeichnis vor, auf der Website finden sich daher nur ausgewählte Partner wie zum Beispiel CHIP Online und der Händler computeruniverse.net.
Der Zahlungsvorgang verläuft wie folgt: Nachdem der Benutzer als Zahlungsart die GeldKarte ausgewählt hat, fordert das angeschlossene Kartenlesegerät zur Eingabe der Karte auf. Anschließend müssen Betrag und Empfänger bestätigt werden. Das Geld wird verbucht, das Restguthaben angezeigt und der Vorgang ist abgeschlossen.