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Windows 8 - die Features im Überblick

Windows 8 bringt einige Veränderungen mit sich. Microsoft will und muss Boden auf dem Tablet-PC-Markt gut machen. Wir zeigen die Features des Betriebssystems im Überblick

Windows 8 Begrüßungsscreen© Microsoft

Die auffälligste Neuerung bei Windows 8 stellt die zusätzlich zum klassischen Desktop integrierte Touch-Kachel-Oberfläche, die Metro getauft wurde, dar. Dieses Prinzip verfolgt Microsoft bereits bei Windows Phone 7. Je nach Hardware-Unterbau steht also die bestmögliche Oberfläche zur Verfügung – so lautet jedenfalls ein wichtiger Punkt des Microsoftschen Pflichtenhefts. Ein eigener App-Store für Windows 8 steht ebenfalls ganz oben auf der Agenda.

Auch das Startmenü soll eine Generalüberholung erfahren. Derzeit tüfteln die MS-Mannen noch an diversen Konzepten und lassen auch die Meinungen der Nutzer in den Entwicklungsprozess einfließen. Über weitere geplante Verbesserungen wie schnellere Bootzeiten und weniger RAM-Verbrauch bei Windows 8 hat onlinekosten.de bereits berichtet. Auch die Rücksetzfunktion von Windows soll nach Angaben von Microsoft stark verbessert werden. Das System soll sich beispielsweise per Mausklick wieder auf den Auslieferungszustand zurücksetzen lassen. An der Oberfläche schrauben die Ingenieure ebenfalls weiterhin. Das Ribbon-Interface (zum Beispiel bekannt aus Office und dem MovieMaker) soll nun verstärkt Einzug halten. Des Weiteren finden sich viele kleine, praktische Verbesserungen in der achten Windows-Version: So können Images von CDs oder DVDs ohne spezielle Software (zum Beispiel Daemon Tools) eingebunden werden. Auch die langersehnte Funktion, Kopier- oder Verschiebe-Vorgänge von Dateien zu pausieren, soll endlich zur Verfügung stehen. Zudem soll der Taskmanager nun mehr Informationen liefern.

Windows 8 Release: 2012

Seit dem 14. September ist eine Entwickler-Version verfügbar, die sich auch in einer virtuellen Maschine betreiben lässt. Der erste Beta-Release von Windows 8 soll bereits im April 2012 veröffentlicht werden, munkelt man auf einschlägigen Webseiten. Die finale Version wird nach Angaben von Microsoft-Chef Ballmer defintiv 2012 erscheinen. Die Systemanforderungen sollen mit denen von Windows 7 identisch sein.

Microsoft betont, dass Windows 8 keineswegs ein abgespecktes Windows 7 darstellt. Wer sich an der neuen Oberfläche stört, kann Windows 8 wie den Vorgänger nutzen. Ob sich dann allerdings ein Umstieg auf Windows 8 lohnt, bleibt abzuwarten. Die bislang angekündigten Funktionen können auch problemlos unter Windows 7 mit dem bereits erwähnten Daemon Tools beziehungsweise dem Dateimanager TotalCommander verwirklicht werden. Der Plan, es allen recht zu machen, birgt allerdings Risiken. Windows-7-Nutzer haben derzeit keinen echten Anreiz, nach der Vista-Enttäuschung noch einmal Geld zu investieren. Gleichzeitig dürfte es Microsoft schwer fallen, im bereits stark durchdrungenen Tablet-PC-Markt Fuß zu fassen, da Windows 8 für Tablet-Verhältnisse (derzeit) noch recht potente Hardware erfordert.

Bildergalerie: Windows 8 im Überblick

Der neue Begrüßungsbildschirm von Windows 8 zeigt beispielsweise empfangene E-Mails oder Instant-Messenger-Meldungen direkt an. Eine Finger- beziehungsweise Mausbewegung auf dem Touchscreen nach oben legt den neuen Anmeldebildschirm frei.

Windows 8 Begrüßungsscreen© Microsoft

Bislang präsentiert sich der Windows 8 Anmeldebildschirm noch sehr spartanisch. Allerdings besteht die Möglichkeit, einen eigenen Avatar einzubinden. Höchstwahrscheinlich auch per Webcam - per Tweak unterstützt Windows 8 bereits diverse Internet-Kameras. Über ein Login via Gesichtserkennung wird ebenfalls spekuliert. Letzeres darf aber aufgrund der Möglichkeiten aktueller Webcams und dem damit verbundenen Manipulationspotential (noch) bezweifelt werden.

Windows 8 AnmeldebildschirmNoch sehr spartanisch: Der Windows 8 Anmeldebildschirm© onlinekosten.de

Neben dem herkömmlichen Log-in via Passwort plant Microsoft in Windows 8 auch die Möglichkeit, sich per Fingerzeig einzuloggen. Dafür müssen drei selbst erstellte Gesten mit dem Finger (wahlweise auch der Maus) nachgezeichnet werden. Hier auf dem Bild stellt die dritte Geste beispielsweise einen Kreis gegen den Uhrzeigersinn dar. Das Motiv kann der Nutzer übrigens frei wählen.

Windows 8

Die neue Oberfläche Metro soll die Bedienung von Windows endlich tablet-tauglich gestalten. Die einzelnen Kacheln können in Windows 8 beliebig angeordnet werden. Auf dem Bild zu sehen: Das Wetter-Widget schiebt sich zwischen News und Twitter, die automatisch Platz machen. Auch der klassische Desktop kann über Metro aufgerufen werden.

Windows 8 OberflächeTablet-tauglich: Die Windows 8 Oberfläche© onlinekosten.de

Metro bietet in Windows 8 eine Übersicht über alle installierten Programme beziehungsweise Apps. Auch die alten Bekannten wie Paint, Notepad und der Internet Explorer sind mit von der Partie. Weitere Anwendungen können Nutzer später über einen hauseigenen App-Store hinzufügen - das ist jedenfalls Microsofts Plan.

Windows 8 App-Übersicht© onlinekosten.de

Für die wichtigsten Programme wie den Internet Explorer hat Microsoft für Windows 8 bereits ein Touch-Interface integriert - wenn auch noch sehr rudimentär. Screenshot: onlinekosten.de

Internet Explorer in WIndows 8

Kein Betriebssystem für Touch-PCs ohne virtuelle Tastatur - auch Windows 8 macht da keine Ausnahme.

Windows 8 virtuelle Tastatur© onlinekosten.de

Der Taskmanager wird für Windows 8 ebenfalls überarbeitet und zeigt neben den Programm-Icons jetzt auch die jeweilige Zugehörigkeit der laufenden Applikationen.

Windows 8 Taskmanager© Microsoft

Neben der erweiterten Ansicht liefert der Taskmanager in Windows 8 auch eine einfache Variante.

Windows 8 Taskmanager

Windows 8.1 und Windows RT 8.1

Microsoft musste viel Kritik für Windows 8 einstecken, insbesondere der Wegfall des Startmenüs wurde von vielen Nutzern negativ aufgenommen. Kurz darauf versprach der Konzern Besserung und lieferte mit Windows 8.1 rund ein Jahr später das Startmenü wieder nach, wenn auch in abgespeckter Form.

Rückkehr des Startbuttons

Programme lassen sich beispielsweise immer noch nicht mehr per Mausklick aufrufen, dafür stehen jetzt viele wichtige Funktionen - wie unter anderem der Geräte-Manager, die Datenträgerverwaltung, die Eingabeaufforderung, die Systemsteuerung, Ausführen sowie das Herunterfahren des Rechners - schneller und übersichtlicher zur Verfügung. Ebenfalls von vielen Anwendern gefordert: Die Möglichkeit direkt auf den Desktop zu booten, auch dies ist jetzt möglich. Darüber hinaus kann nun der Hintergrund in der Kachelansicht sowie des Sperrbildschirms nach eigenem Gusto angepasst werden.

Ansonsten hat Microsoft nur Details verbessert. Für die Live-Kacheln in der Windows-8-Ansicht stehen nun vier Größen breit, für Standardprogramme zwei Größen. Zudem können drei Apps gleichzeitig (statt vormals zwei) auf dem Bildschirm betrachtet werden. Dadurch wird die Gestaltung etwas flexibler.

Laut Microsoft sind die Systemanforderungen für Windows 8.1 und RT 8.1 nahezu identisch. Die 32-Bit-Version von 8.1 benötigt 3.000 Megabyte (MB) freien Festplattenspeicher, die 64-Bit-Variante 3.850 MB. Das Update auf Windows RT 8.1 beansprucht 2.250 MB. Die Installation des Updates auf Windows 8.1 dauert - je nach System - zwischen 20 Minuten und einer Stunde. Eine ausführliche Anleitung zum Upgrade auf Windows 8.1 stellt das Unternehmen auf seiner Website bereit.

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