Ratgeber

Windows 10: Die wichtigsten Informationen zum neuen Betriebssystem im Überblick

Seit Ende Juli 2015 ist Microsoft neues Betriebssystem Windows 10 erhältlich. Wir geben einen zusammenfassenden Überblick zu den Upgrade-Möglichkeiten, zu den Editionen, neuen Features und Systemanforderungen von Windows 10.

Windows 10© Microsoft

In der kommenden Woche ist es soweit: Microsoft veröffentlicht am 29. Juli sein neues Betriebssystem Windows 10 für Privatnutzer – in 190 Ländern und 111 Sprachen. Ab dem 1. August folgt dann Windows 10 für Unternehmen. In den vergangenen Wochen hatte unsere Redaktion immer wieder über einzelne Details und Features von Windows 10 berichtet sowie auch über die Update-Konditionen. An dieser Stelle wollen wir einen Überblick zu den wichtigsten bekannten Informationen geben.

Was ist Windows 10?

Das Betriebssystem Windows 10, der Nachfolger von Windows 8.1, wird erstmals einheitlich auf Desktop-PCs und Notebooks sowie auch auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets und Spielkonsolen wie der Xbox laufen. Vorteil für Entwickler: Sie müssen dank Universal Apps nur noch eine Anwendung erstellen, die sich dann auf allen Windows-Geräten nutzen lässt. Windows 10 erkennt dank Continuum-Funktion außerdem automatisch, mit welchem Gerät der Nutzer arbeitet – ob mit Tastatur, Maus oder per Touch-Bedienung. Der entsprechende Modus wird laut Microsoft automatisch eingestellt. Nach Angaben des US-Konzerns wurde Windows 10 im Laufe der letzten knapp zwölf Monate im Rahmen des "Windows Insider"-Programms von rund fünf Millionen Nutzern getestet. Damit sei Windows 10 das bisher am besten getestete Betriebssystem von Microsoft.

Was kostet Windows 10?

Wer bereits eine qualifizierte Windows 7 oder Windows 8.1 Version auf PC, Notebook oder Tablet nutzt, kann innerhalb eines Jahres nach der Verfügbarkeit – also bis Ende Juli 2016 – ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 erhalten. Dies gilt jedoch nur für private Nutzer und nicht für Unternehmen. Informationen über die Reservierung des kostenlosen Updates finden sich bereits seit einiger Zeit auf der Microsoft-Homepage unter http://www.microsoft.com/de-de/windows/windows-10-upgrade.

Die eigentliche Reservierung erfolgt über die "Get Windows 10"-App, die sich über das unten rechts in der Taskleiste positionierte kleine Windows-Symbol öffnen lässt. Dieses Symbol erscheint auf Rechnern mit Windows 7 SP1 sowie Windows 8.1 Update mit aktivierter automatischen "Windows Update"-Funktion. Nach dem Klick auf das Symbol in der Taskleiste müssen Anwender nur noch in dem sich öffnenden Fenster "Jetzt kostenlose Aktualisierung reservieren" auswählen. Microsoft überprüft mit der Reservierung die Kompatibilität des Rechners für Windows 10. Es kann allerdings vorkommen, dass das Windows Symbol bei einigen Nutzern nicht in der Taskleiste auftaucht. Wie in einem solchen Fall vorgegangen werden muss, beschreibt Microsoft in einer FAQ-Seite unter http://www.microsoft.com/de-de/windows/windows-10-faq.

Die wichtigsten Neuerungen in Windows 10

Bei Windows 8 fehlte das von vielen Nutzern vermisste Startmenü, das nun bei Windows 10 in erweiterter Form wieder zurückkehrt. Das von Windows 8 bekannte Kachel-Design hält nun zudem Einzug in das Startmenü. Favorisierte Apps, Programme, Kontakte und Webseiten lassen sich per direktem Schnellzugriff öffnen. Neu an Bord ist bei Windows 10 auf PCs und Tablets auch Microsofts persönliche digitale Assistentin Cortana, die Nutzer unterstützen soll und lernfähig ist. Cortana ermöglicht dank Integration in Windows 10 laut Microsoft auch das direkte Ausführen von Funktionen ohne einen Wechsel in die jeweilige App. Nicht mehr unterstützt im neuen Betriebssystem wird Windows Media Center, es wird in Windows 10 entfernt.

Premiere feiert dagegen Microsoft Edge, der neue Internet-Browser des US-Konzerns, der speziell auf das neue Betriebssystem zugeschnitten ist. Eines der Feature des Edge-Browsers: Direkt auf einer Webseite lassen sich per Tastatur oder Stift Kommentare einfügen und diese anderen mitteilen. Neu sind auch ein spezieller Lesemodus sowie die vereinfachte Web-Suche dank Integration von Cortana. Microsoft Edge wird auch das neue Audio-Format Dolby Advanced Audio unterstützen. Die Bedienung der mobilen Office Apps Word, Excel und Powerpoint soll nun einfacher per Touch erfolgen können. Auf Tablets mit Displays von bis zu 10,1 Zoll lassen sich private Dokumente kostenlos ansehen, erstellen und bearbeiten. Wer ein größeres Tablet verwendet und die Office Apps sowie Premiumfunktionen nutzen möchte oder die Apps geschäftlich einsetzt, muss ein kostenpflichtiges Office 365 Abonnement abschließen.

Welche Editionen von Windows 10 gibt es?

Für Privatanwender kommen in erster Linie die Editionen Windows 10 Home und Windows 10 Pro in Frage. Windows 10 Home enthält sowohl Cortana als auch den neuen Browser Edge. Bei Bedarf ist ein Login via Gesichts- oder Iriserkennung und Fingerabdruck möglich – bei entsprechend vorhandener Hardware. Als universelle Apps liefert Microsoft Anwendungen wie Fotos, Karten, Mail, Kalender, Musik und Video mit. Um einige Funktionen erweitert ist dagegen Windows 10 Pro. Hier finden sich Features zu einer effizienten Geräte-Verwaltung und zur Datensicherheit. Windows 10 Pro lässt sich auch in kleinen Unternehmen einsetzen. Weiterer Vorteil der Pro-Version von Windows 10: Während in der Home-Version künftig Updates verpflichtend automatisch heruntergeladen und installiert werden, bietet die Pro-Variante neue, flexible Optionen für Windows Update for Business. Daneben gibt es die weiteren Versionen Windows 10 Mobile, Windows 10 Education, Windows 10 Enterprise und Windows 10 Mobile Enterprise. Online hält Microsoft Details zu den "Windows 10"-Versionen bereit.

Welche Systemanforderungen gelten für Windows 10?

Eine Aktualisierung auf Windows 10 ist nur mit Windows 7 SP1 oder Windows 8.1 Update möglich. Microsoft nennt für die Nutzung von Windows 10 die folgenden Systemanforderungen. Der Prozessor sollte mindestens mit 1 GHz getaktet sein. Für die 32-Bit-Version von Windows 10 werden 1 GB Arbeitsspeicher, für die 64-Bit-Version 2 GB Arbeitsspeicher benötigt. Der Festplattenspeicher sollte mindestens 16 GB (32-Bit) oder 20 GB (64-Bit) groß sein. Die Grafikkarte muss DirectX 9 oder höher mit WDDM 1.0 Treibern unterstützen. Der Bildschirm sollte eine Auflösung von 1.024 x 600 realisieren können.

(Jörg Schamberg)

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