Der Web-Sender
Joost (ausgesprochen wie das englische "juiced") wurde im Jahr 2006 noch als mysteriöses
Venice Project angekündigt. Lange Zeit wurde nicht mehr bekannt, als dass seine Initiatoren Niklas Zennström und Janus Friis waren, und da die beiden Skandinavier schon zuvor mit publikumswirksamen Programmen wie Kazaa und
Skype das Netz revolutioniert hatten, waren die Erwartungen dementsprechend hoch. Die Realität sieht inzwischen etwas anders aus – in Deutschland konnte Joost bis jetzt kaum Fuß fassen. Auch
der Support der großen Rechteinhaber blieb bislang aus.
Bei dem Joost handelt es sich um ein On-Demand-Angebot, das sich in erster Linie an ein englischsprachiges Publikum wendet, aber auch in Deutschland erfreut sich der Sender wachsender Beliebtheit - nicht umsonst ist Joost mit mehr als einer Million registrierten Mitgliedern der größte Anbieter in diesem Sektor.
Gute Basis – wenig Unterstützung
Derzeit bietet der Web-Sender eine groß Zahl an Serien, Filmen und sonstigen Special-Interest-Programmen. Der Bereich Show kann beispielsweise mit weit über 5.000 Einträgen punkten. Die Kategorie Film bietet knapp 500 Einträge. Der Großteil des Angebotes ist englischsprachig, nur vereinzelt finden sich deutsch synchronisierte Fassungen ("This is England"). Die Auswahl der Videos macht Joost zu einem Mini-Eldorado für TV-Nostalgiker: Neben Klassikern wie Mr. Maggoo und dem spinatvertilgenden Seeman Popeye, bietet zum Beispiel der The Horror Cult Films Channel die SW-Klassiker "Hunback of Notre Dame" und "Little Shop Of Horrors" in der Originalsprache. Auch für spezielle Unterhaltung ist gesorgt: Trash-Freunde dürfen sich über den "Toxic Avenger" 1 und 2 freuen.
Joost bietet hauptsächlich englischsprachige Videos, darunter viele Cartoon- und Horror-Klassiker. Screenshot: onlinekosten.de
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