Web 2.0 - Das Mitmach-Internet

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Das Internet erlebt heute einen zweiten Höhenflug. Was noch vor fünf Jahren kaum jemand vermutet hätte, denn im Herbst 2001 befand sich die IT-Branche in einer schweren Krise. Das Internet lag am Boden, die "Dot-Com-Blase" war geplatzt. Die Welt glaubte, der Internet-Boom sei nun vorbei, der endgültige Entwicklungsstand erreicht. Doch heute befindet sich das "World Wide Web" in einem stetigen Wandel. Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang oft genannt wird, ist "Web 2.0". Doch was bedeutet Web 2.0 eigentlich und was steckt dahinter?

Von Blogs und Podcasts

Ein Tag im Leben eines typischen "Web 2.0"-Nutzers könnte folgendermaßen aussehen: aufstehen, den Computer anschalten. Per RSS-Feed die aktuellen Nachrichten nach Hause geliefert bekommen. Schnell noch den MP3-Player anschließen und die neuesten Podcasts für den Weg zur Arbeit herunterladen. Auf der Arbeit wichtige Business-Kontakte über Xing recherchieren. Neue Begriffe schnell online bei Wikipedia nachschlagen. Abends das eigene Weblog aktualisieren, schnell noch bei Google Earth gutes Restaurant finden, in das später die Freundin zum Essen eingeladen wird. Den Weg dorthin weist Google Maps.

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Die Internetnutzer gestalten das Web 2.0 mit.
Bild: Photocase.com
All diese genannten Internet-Anwendungen fallen unter das Schlagwort "Web 2.0". Der Ursprung von Web 2.0 findet sich bei Tim O'Reilly und Dale Dougherty vom Fachverlag O'Reilly, die den Begriff "Web 2.0" im Jahr 2004 erfanden. Doch es herrscht seitdem Uneinigkeit bei den Nutzern darüber, was "Web 2.0" nun konkret bedeutet. Eine allgemein gültige Definition gibt es nicht. Die Vernetzung von Inhalten und Menschen ist aber eine Komponente, die oftmals im Zusammenhang mit "Web 2.0" erwähnt wird.

Das Internet ist nicht länger mehr nur ein Marktplatz - aufgeteilt in Produzent und Konsument - sondern vielmehr ein sozialer Raum geworden, in dem sich Menschen austauschen, vernetzen, bloggen, podcasten, Videos und Bilder mit anderen Nutzern teilen, Kontakte knüpfen und vor allem nicht nur konsumieren, sondern auch eigene Inhalte erzeugen.

Benutzerfreundlich und sozial

"Der Begriff Web 2.0 fokussiert neue Internetentwicklungen, bei denen der User und seine Inhalte im Mittelpunkt stehen", sagt Corina Lange, Web 2.0-Expertin bei O'Reilly. "Wikipedia, Flickr oder die Videoplattform Youtube sind einige der bekanntesten Webseiten, bei denen die Nutzer die Inhalte liefern", so Lange. Doch nicht alle sind mit dem Begriff "Web 2.0" einverstanden, der für eine neue Generation des Internets steht. Kritiker argumentieren, hinter "Web 2.0" verberge sich technisch nichts neues, sondern nur ein neuer Umgang mit dem Internet.

Zu den typischen technischen Merkmalen des "Web 2.0" zählt, dass die Dienste rein Browser-basiert und für unterschiedliche Endgeräte ausgelegt sind, Desktop-Funktionen werden ins Netz verlagert, die Navigation der Seiten ist bewusst flach und das Design vor allem benutzerfreundlich gehalten. Die Dienste und Angebote werden kontinuierlich weiter entwickelt.

Dahinter steckt meist Ajax

Hinter den meisten Anwendungen steht dabei eine Technik namens "Asynchronous Java-Script and XML" - kurz Ajax. Mit Ajax kann die Anzeige auf einer Internetseite verändert werden - beispielsweise beim Ausfüllen eines Textfelds - ohne dass die Seite neu geladen werden muss.

Die folgenden Artikel zeigen und erläutern die typischen Anwendungen und Komponenten des "Web 2.0":
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