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Dual View - 2 Bildschirme 1 PC oder ein großer 16:9 Monitor?

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Wie kamen wir eigentlich früher mit einem 15-Zoll-Röhrenmonitor aus? Das heutige Einsteiger-TFT-Display misst 20 Zoll, für Multimedia-Nutzer, Spieler oder Anwender, die – sei es beruflich oder privat – mit mehreren Programmen und Fenstern parallel hantieren, dürfen es auch gerne noch ein paar Zoll mehr sein. Ein sehr häufiges Merkmal aktueller Bildschirme ist das 16:9-Format: ist ein in die Breite gezogener Monitor, dem aber im Gegenzug einige Zeilen fehlen, nun sinnvoll oder eben unnütz? Ist größer wirklich besser und wie arbeitet es sich eigentlich mit zwei Monitoren? Das wollten wir wissen und haben den Test gemacht. Was man dazu benötigt, was es kostet, welche Erkenntnis die Umbauarbeiten am Schreibtisch gebracht haben und welche komplett kostenlose Möglichkeit es gibt, voilà:

Display-Match: 16:9 TFT vs. zwei Monitore

  1. 16:9 - nur für Kinofans?
  2. Schon ab 100 Euro: 2 Monitore an einem PC und 4 Desktops für 0 Euro

Mit Windows XP und Vista ist es nicht wirklich komfortabel, Fenster nebeneinander anzuordnen, Windows 7 machte schließlich das manuelle Anpassen der Fenstergröße überflüssig: Eins nach links ziehen, das andere nach rechts, fertig. Die Fenster "rasten" mit Aero Snap automatisch ein und schon kann man links den Browser mit mehreren Tabs öffnen und rechts das E-Mail-Programm, um eine Nachricht zu schreiben. Zugegeben, auf einem 19-Zoll-TFT-Monitor mit 1.280x1.024 Bildpunkten im mittlerweile seltenen 4:3-Format, der unsere Ausgangssituation bildet, kann dieses Feature nicht ganz ausgeschöpft werden. In der Breite fehlen einfach einige Pixel, um auf beiden Bildschirmhälften Inhalte ohne Verluste anzeigen zu können. Stattdessen muss horizontal gescrollt werden, um das Dargestellte in Gänze zu erfassen und Texte zu lesen – auf die Dauer nervig. Fest steht: Die Fläche muss größer werden, aber wie?

Vorteile von 16:9 Displays

Eine wahre Erleichterung verschaffte ein 16:9-Monitor. Der ausprobierte 23-Zöller mit 1.920x1.080 Bildpunkten, was im Übrigen Full High Definition entspricht, erreichte das, was das Modell mit 19 Zoll Diagonale an die Grenzen brachte: Eine problemlose, parallele Darstellung von zwei Fenstern – gut lesbar, ohne Scroll-Zwang.

Dual View - 2 Bildschirme 1 PC oder ein großer 16:9 Monitor?
Aktuelle Monitore erscheinen fast ausschließlich im Widescreen- oder 16:9-Format. Bilder: Hyundai, Dell, Acer.

Die anfängliche Skepsis, ob denn ein 16:9-Monitor nicht doch nur für Filme zu gebrauchen ist, hat sich also gewandelt, zumindest bei dem 23-Zöller. Wer zu einem kleineren Display mit 20 Zoll greift, muss natürlich bedenken, dass die Bildfläche dann etwas klein sein könnte. Wie bereits in unserem Ratgeber zum TFT-Kaufen klargestellt wird, ist die Bildfläche eines 20-Zöllers im 4:3-Format mit der eines 16:9-Gerätes nicht vergleichbar, sondern deutlich größer. Auch die Auflösung spielt eine Rolle und entscheidet, wie scharf ein Video angezeigt wird oder wie groß oder klein Schrift und Symbole erscheinen. Einen 20-Zöller im 16:9-Format sollte man daher der Filmwiedergabe und der gelegentlichen Parallel-Darstellung überlassen, wer unter chronischem Platzmangel auf dem Display leidet, sollte einen größeren Monitor wählen. Ein 21 Zoll großer 16:9 Monitor ist beispielsweise für etwa 120 Euro erhältlich.

Besonderheiten wie das Kontrastverhältnis, die Reaktionszeit, Anschlussarten, Leuchtstoffröhren- oder LED-Beleuchtung und Extras wie Webcams oder USB-Anschlüsse finden ebenfalls in unserem TFT-Ratgeber Beachtung und werden daher ausgeklammert.

Ein zweiter Monitor muss nicht unbedingt teuer sein

Wird ein altes durch ein neues Gerät ersetzt, landet das erste gerne bei eBay. Durch den Verkauf lässt sich immerhin schon ein Teil des für die Aufrüstung investierten Kapitals wieder gutmachen. Dass ein 19 Zoll großes Gerät einer Günstig-Marke ohne Garantie oder Handbuch noch knapp 70 Euro einbringt, hat uns bei einer kurzen Auktionsrecherche überrascht. Im umgekehrten Fall gäbe es so aber auch die Möglichkeit, den alten, kleinen Monitor zu behalten und für einen zweistelligen Betrag einen günstigen, zweiten Bildschirm anzuschaffen, der den alten ergänzt. Auch Neuware ist schon für unter 100 Euro zu haben.

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