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TFT und LCD Monitor - was bedeuten TN, IPS, S-IPS, MVA, PVA & Co.?

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Nicht jeder Anwender muss zwangsläufig auf eine möglichst geringe Reaktionszeit achten. So ist diese Zeitangabe für einen TFT Monitor für reine Office-Anwendungen bei den aktuell im Handel erhältlichen Bildschirmen absolut unerheblich. Nutzer, die regelmäßig Filme auf dem Display ansehen möchten, benötigen theoretisch zwar eine kürzere Reaktionszeit als für die Textverarbeitung, aber auch hierfür sind die neuen Geräte allesamt schnell genug. Interessant wird es erst beim Gaming.

Schlieren bei Computerspielen?

Computerspiele stellen höhere Anforderungen und weisen mehr Bilder pro Sekunde auf als ein Film. Daher sind niedrigere Reaktionszeiten wichtig, um den ungeliebten Schliereneffekt zu vermeiden, der durch nachglühende Bildpunkte verursacht wird. Bei einem Spiel mit 50 Bildern pro Sekunde (fps) und somit einer Bilddauer von 20 Millisekunden (ms) (1.000 ms / 50 fps), sollte der Monitor maximal eine Reaktionszeit von 20 ms in der Praxis besitzen. Bevor jedoch gleich zum Spitzenmodell gegriffen wird, sollte auch die eigene Grafikkarte geprüft werden. So können Modelle der Einsteiger- oder Mittelklasse natürlich nicht so viele Bilder pro Sekunde darstellen wie Highend-Karten. Durchschnittliche Monitore mit TN-Panel (siehe unten) bringen es auf 5 ms. Während ein Schlierentestprogramm in unseren Versuchen Nachzieheffekte erkennen ließ, waren sie direkt im Spiel mit einem PC mit Grafikchip aus der oberen Mittelklasse für die Augen der Tester nicht erkennbar. Ein Monitor mit 2 ms Reaktionszeit zeigte auch in dem Testprogramm bei 60 fps keinerlei Schlieren an und wird daher auch anspruchsvolle Shooter-Fans überzeugen. Alle übrigen dürften auch mit 5 ms zufrieden sein.

Blickwinkelverbesserung vs. Reaktionszeit

Ein möglichst hoher Betrachtungswinkel sichert die gleichbleibende Qualität der Anzeige auf dem Computer Monitor aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Hersteller nennen in den meisten Fällen zwei Betrachtungswinkel: für die Horizontale und für die Vertikale. Diese Winkel geben bei frontaler Messung den Bereich an, indem sowohl Helligkeit als auch Kontrast des Monitors unverändert bleiben. Wer oft zu zweit vor dem LCD Bildschirm sitzt oder mit mehreren Monitoren parallel arbeitet, sollte auf einen möglichst hohen Betrachtungswinkel achten.

tft_2.jpgtft_1.jpg
Farbdarstellung bei frontalem Blick und bei Blick außerhalb des Betrachtungswinkels.
Bilder: onlinekosten.de

Wie groß die Blickwinkel ausfallen, hängt vom jeweiligen Display-Typ ab. Zurzeit setzen die Hersteller auf drei verschiedene Technologien: TN, IPS und VA.

Am häufigsten wird TN (Twisted Nematic) verwendet. TN-Displays haben eine besonders kurze Reaktionszeit und sind relativ günstig. Die anderen Methoden liefern jedoch ein besseres Bild. Mit IPS (In-Plane Switching) können größere Blickwinkel und eine verbesserte Farbwiedergabe erzielt werden, allerdings auf Kosten der Reaktionszeit. Die Weiterentwicklung S-IPS (Super In-Plane Switching) erreicht wiederum kürzere Reaktionszeiten. Die dritte Methode heißt VA (Vertical Alignment, zu Deutsch: vertikale Ausrichtung) und wird als MVA (Multi-Domain VA) und PVA (Patterned VA) eingesetzt. MVA/PVA-Displays sind zwar teurer, aber auch kontrastreicher als TN-Modelle. Dafür weisen sie wiederum eine höhere Response Time auf. Um dies zu verbessern, nutzen einige Hersteller die so genannte Overdrive-Technik. Diese kann auf die Veränderung der Bildpunkte im Voraus reagieren und poliert auf diese Weise schlechtere Reaktionszeiten auf.

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