Das Internet ist eine tolle Sache und hat das Leben von Millionen von Menschen positiv beeinflusst. Wie jedes neue Medium beherbergt das WWW aber auch Gefahren, insbesondere da es für jeden zugänglich ist. Eine Alterskontrolle oder gar einen virtuellen Türsteher sucht man bislang vergebens. Die ersten Bemühungen in diese Richtung werden mit der Reform des Jugendmedienschutzes durch die Bundesländer unternommen. Betreiber von Internetseiten sollen künftig auf freiwilliger Basis ihre Angebote entsprechend kennzeichnen. Besondere PC-Schutzprogramme sollen diese Altersangaben wiederum lesen und sie dann entweder freigeben oder stoppen. Selbst wenn die Forderungen zügig und schnell umgesetzt werden, bleiben genügend Seiten übrig, die Jugendliche und Kinder besser nicht sehen sollten.
Aber dies ist doch alles kein Problem, schließlich können Sie ihren Kindern 100-prozentig vertrauen, dass sie sich ausschließlich auf was-ist-was.de und Blinde-Kuh.de aufhalten. Oder nicht?
Grenzen müssen sein, auch im Internet. Bild: onlinekosten.de
Hand aufs Herz: Die Verlockungen des Webs sind groß, hinter jedem Link kann sich ein weiteres lustiges Videos, verbotenes Bildchen oder Weiß-Der-Teufel-Was verstecken - genauso gut können Sie versuchen einem Fisch das Schwimmen abzugewöhnen. Selbst Erwachsenen fällt der vernünftige Umgang mit dem Netz (manchmal) schwer.
Filter-Software für die Kleinen
Was also tun? Ein komplettes Verbot des Internetzugangs ist keine Lösung, schließlich muss der Umgang mit Medien erlernt werden. Erste Ansätze sind schon da, in Schulen gehört der Informatik- oder Computerunterricht schon seit Jahren zum Unterrichtsprogramm. Mittlerweile ist selbst für Grundschüler der Umgang mit dem PC selbstverständlich. Jeden einzelnen Klick des Zöglings zu kontrollieren, hört sich in der Theorie natürlich gut an, ist in der Praxis aber praktisch nicht durchführbar.