Sobald ein Anwender einen Kommentar als Spam markiert, lernt Akismet und gibt dieses Wissen umgehend an andere Blogs weiter. Die Effizienz ist hoch, da sich auch neue Spam-Maschen sofort erkennen lassen. Die Sortierung nach Spam-Kriterien erfolgt zudem nicht durch ein technisches System, sondern durch die Masse der Nutzer, wodurch eine hohe Treffsicherheit gewährleistet wird.
Hilfreich: Schwarze Listen
Mit Hilfe von schwarzen und weißen Listen lassen sich Spammer aussperren. Allerdings setzen sie voraus, dass die Spammer immer die gleichen Domains, Keywords oder IP-Adressen nutzen, um ihrem Tagwerk zu fröhnen. Das ist jedoch selten der Fall. Trotzdem haben schwarze Listen ihre Berechtigung, filtern sie doch effizient, was ihnen bekannt ist. Der Automatismus hält sich dabei in Grenzen.
Archaisch: Die Teergrube
Als die Neandertaler jagten, waren Teergruben ihre besten Freunde: Das rasante Wild in Richtung natürlicher Teergrube gescheucht und schon steckten Hirsch, Schwein und Mammut im wahrsten Sinne des Wortes knietief im Dreck. Mit derart verlangsamter Beute war die Jagd ein leichtes Spiel. Auch Blogger können sich dieser archaischen Jagdmethode bedienen, wenn sie Spammer jagen möchten. Dazu bedarf es eines Verzögerungs-Plugins, dass den Kommentator ebenfalls in eine Art Teergrube lockt.
So genannte Tarpit-Lösungen verlangsamen die Verbindung zwischen Client und Server, im Fall von Blogs also zwischen dem Weblog und dem Kommentator. Für normale Kommentatoren, die nur hier und da ein Kommentar hinterlassen, ist diese Verzögerung kaum spürbar. Für Anwender, die große Mengen von Kommentaren in kurzer Zeit hinterlassen möchten, ist die Verzögerung jedoch zu groß, um zeitlich effizent Kommentarspam zu hinterlassen.
Hinterhältig: Der Weiterleitungs-Blocker
Parallel zu den anderen Spamschutz-Mechanismen können Blogger sich auch mit so genannten "Nofollow"-Plugins behelfen: Diese verhindern zwar keinen Spam, fügen jedoch jedem Link im Kommentar ein Nofollow-Tag hinzu. Das Nofollow-Tag verhindert, dass Suchmaschinen den Links in den Kommentaren folgen. Spam-Kommentare werden dadurch entschärft: Sie sind darauf angelegt, für eine Spam-Website ein hohes Google-Ranking zu produzieren, was Dank des Nofollow-Tags nicht mehr möglich ist. Allerdings halten sich nicht alle Suchmaschinen-Bots an die Standards und folgen den Links trotzdem.