Effizient: Der grafische Spamschutz
Statt den Werbemüll also manuell aus dem Blog zu entfernen, gibt es mehrere Möglichkeiten, sich vor Spam zu schützen: Die einfachste Möglichkeit ist die Einrichtung einer Spamschutz-Grafik. Vor Abgabe des Kommentars muss der Kommentator eine zufällige Zahlen- oder Buchstabenkombination aus einer verfälschten Grafik ablesen und in ein Bestätigungsfeld eingeben. Erst dann wird sein Kommentar übermittelt. Der Vorteil: Die Grafik ist so gehalten, dass sie nicht maschinenlesbar ist. Automatischer Blog-Spam wird also effizient abgehalten.
Der Nachteil dieser Methode: Spammer, die noch manuell arbeiten, haben keine Schwierigkeiten, diese Schutzfunktion zu überwinden. Zudem sind viele dieser Lösungen Open Source, weshalb auch Spammer den Code einsehen können. Dadurch wird es theoretisch möglich, die verfälschten Grafiken wieder zu entzerren und automatisch auszulesen. In der Praxis ist das jedoch noch nicht beobachtet worden.
Einfach und subtil: Der Spamfilter
Statt einer grafischen Spamschutz-Funktion können Blogger auch einen speziellen Blogspam-Filter nutzen. Blogspam-Filter arbeiten ähnlich wie die Spamfilter-Systeme in E-Mail-Programmen: Sie analysieren Kommentare anhand spezieller Spam-Kriterien und markieren diese bei Bedarf als Spam. Je nach Filter-System und Einstellung werden entsprechende Kommentare automatisch gelöscht oder in einem Spam-Ordner gespeichert.
Der Spam-Filter bietet gegenüber der einfachen Moderation den Vorteil, dass suspekte Kommentare direkt im Spam-Filter hängen bleiben. Nur Kommentare, die keine Spam-Kriterien erfüllen, werden zur Moderation durchgeleitet. Der Anwender wird also nicht mehr von Unmengen von Spam-Kommentaren überrollt. Gegenüber dem grafischen Spam-Schutz gibt es ebenfalls einen Vorteil: Das Abtippen der Grafik hält einige Kommentatoren ab, andere haben Schwierigkeiten, die oft stark verzerrten Zeichenfolgen zu entziffern. Ein Spam-Filter belastet die Leser des Blogs hingegen nicht.
Schlau: Netzwerkbasierte Filterung
Statt sich wie auf dem lokalen Rechner mit einem eigenen Spamfilter-System herumzuschlagen, lässt sich auch ein Netzwerk-basiertes System wie
Akismet nutzen. Akismet funktioniert ähnlich wie der Spam-Filter von Googlemail: Aus einer großen Masse von Antispam-Teilnehmern lässt sich ein effizienter Spamschutz bauen.