Kampf dem Kommentar-Spam

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Schritt 1: Spammern den Kampf ansagen

Der erste Schritt gegen den leidlichen Kommentar-Spam sollte sein, die Kommentarfunktion auf "Moderation" zu schalten. Durch die Moderation erscheinen Kommentare nicht mehr direkt nachdem sie erstellt wurden auf der Seite, sondern werden zwischengespeichert. Der Blogger erhält eine E-Mail, dass ein Kommentar geschrieben wurde und kann diesen bei Bedarf freigeben oder löschen. Dies dient nicht nur der Kontrolle von Kommentar-Spam, sondern verhindert auch, dass Kommentatoren rechtlich bedenkliche Inhalte posten, für die ein Blog-Betreiber im Zweifelsfall verantwortlich ist.

Wenn die Moderation eingeschaltet ist, sollte alter Kommentarspam entsorgt werden. Je nach Umfang des Blogs und der Zahl der Leser kann das einige Zeit dauern. Die Kommentare müssen durchgesehen und individuell gelöscht werden. Am sinnvollsten erfolgt das im Backend des Weblogs: Dort gibt es in der Regel eine Funktion, die die Übersicht über alle Kommentare erlaubt. Unerwünschte Kommentare können effizient gelöscht werden.

Schwierigkeiten großer Blogs

Wer ohnehin keinen Wert auf Feedback auf Artikel legt, kann die Kommentar- und Trackbackfunktion auch komplett abschalten, indem er die entsprechenden Links aus seinem Blog entfernt. Unter anderem Bildblog geht so vor. Kein Wunder, wird das Blog doch bei der Suche nach "Blog" bei Google Deutschland an erster Stelle genannt. Es handelt sich also um das von Google am höchsten gerankte deutsche Blog und ist damit ein gefundenes Fressen für Blog-Spammer.

Blogger, die bekannte Blogs führen, werden öfter Opfer von Blog-Spammern. Blogger Johnny Haeusler, Chef-Blogger von Spreeblick: "Wir bekommen pro Woche mindestens 1.500 Trackback-Spams" – unmöglich, das per Hand zu filtern oder zu moderieren. Deshalb ist mehr nötig, als eine manuelle Moderationsfunktion.

Schritt 2: Spamschutz einrichten

Gerade bekannte Blogs leiden unter massiven Spam-Attacken. Hier hilft keine Moderation mehr, weil an manchen Tagen mehrere hundert Spam-Nachrichten im Blog ankommen. Das Problem dabei ist, dass sich ernsthafte Kommentare in dieser Flut zwischen den Spam-Kommentaren förmlich verstecken. Dadurch läuft der Blogger Gefahr, beim täglichen Löschen auch sinnvolle Kommentare zu entfernen.
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