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HD am PC - Blu-ray-Player oder HD-Zentrale im Eigenbau

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Wer HD ohne teures HD-Sender-Abo und ohne extra HD-Receiver erleben will, kann auf Videos oder Blu-ray-Discs zurückgreifen. Wer kein meterlanges Kabel vom PC im Arbeitszimmer zum Fernseher ins Wohnzimmer verlegen oder direkt am Computer schauen möchte, wählt entwerder einen separaten HTPC (Home Theater PC), einen Blu-ray-Nettop oder - ganz einfach - einem Standalone-Player. Vor zwei Jahren waren diese noch dreimal so teuer wie ein Laufwerk, jetzt sind die Spieler schon für unter 100 Euro zu haben.

Alternative: PC auf Blu-ray aufrüsten

Die Alternative heißt "Blu-ray im Eigenbau": Da sich Rechner als Multimedia-Zentrale bewährt haben, ist es nur konsequent, sie mit einem Blu-ray Combo-Laufwerk zu erweitern. Entsprechende Geräte gibt es im Fachhandel bereits für 70 Euro in der Bulk-Version. Voraussetzung für die Wiedergabe von hochauflösendem Material ist ein PC der neueren Generation: Eine Singlecore-CPU mit mindestens drei Gigahertz, Minimum ein Gigabyte Arbeitsspeicher sowie die entsprechende Software zum Abspielen von Blu-ray Discs sollte vorhanden sein.

Die lassen sich Hersteller wie Nero, CyberLink und interVideo gut bezahlen: 50 Euro wollen in eine Software für die Blu-ray Wiedergabe mindestens investiert werden. Sparfüchse sollten daher besser zu einer Retail-Variante des Blu-ray Laufwerks ab etwa 80 Euro greifen, der meist die passende Software beiliegt. Die schnellste Grafikkarte muss es nicht sein, im Test genügte die recht schwache Onboard-Karte X1250 von ATI in Kombination mit einem AMD Athlon X2 6000+ völlig. Was der PC allerdings zwingend benötigt, ist ein DVI-D- oder besser noch ein HDMI-Anschluss. Während Letzterer auch den Blu-ray-Kopierschutz HDCP unterstützt, ist dies bei DVI nicht immer der Fall. Grafikkarten, die nicht älter als vier Jahre sind, machen aber meist keine Probleme. Im Zweifelsfall hilft ein Besuch auf der Hersteller-Website weiter. Sind diese Anforderung erfüllt, können die Bilder anschließend mit ATIs Catalyst Control Center beziehungsweise Nvidias Control Panel an den Fernseher geschickt werden.

LiteOn iHES208
Blu-ray-Laufwerke für den PC sind erschwinglich geworden. Hier zum Beispiel das iHES208 von LiteOn. Bild: LiteOn

Da viele LCD- oder Plasma-Fernseher im Gegensatz zu PC-Monitoren keinen DVI-Eingang besitzen, ist ein entsprechendes Kabel oder ein Adapter von DVI-D auf HDMI nötig, um Grafikkarte und Fernseher miteinander zu verbinden. Steht der Rechner nicht im Wohnzimmer, auch kein Problem: Die maximale Länge der Kabel beträgt zur Zeit etwa 20 bis 25 Meter. Im Test mit einem 20 Meter langem HDMI-Kabel traten, bis auf das Verlegen, keine Schwierigkeiten auf; Kostenpunkt: etwa 70 Euro für ein Kabel gehobener Qualität.

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