Was für Festplatten gilt, gilt auch für Disketten und andere magnetische Datenträger: Je öfter die Daten überschrieben werden, desto besser. Da Disketten jedoch günstig sind und sich anders als Festplatten einfach durch Verbrennen oder Zerkleinern in kleinste Stücke vernichten lassen, ist diese Methode auf jeden Fall vorzuziehen. Bei günstigen magnetischen Datenträgern wie Bändern oder ZIP-Disketten ist ebenfalls eine Vernichtung durch vollständige Zerstörung sinnvoll.
Optische Datenträger löschen
Während sich magnetische Datenträger löschen und überschreiben lassen, sind CDs, DVDs und andere Datenträger in der Regel nicht überschreibbar. Deshalb ist auch hier die Zerstörung anderen Methoden vorzuziehen. Bei den Silberscheiben reicht es normalweise, die Datenträger mehrmals zu zerbrechen. Bei großen Mengen hilft auch das gezielte Verätzen, shreddern oder verbrennen, um die Daten für immer ins Nirwana zu schicken.
Speicherkarten und Co.
Anders als magnetische und optische Datenträger sind Speicherkarten und USB-Sticks meist wiederverwendbar und vergleichsweise teuer. Da Speicherkarten und USB-Sticks mit so genanntem "Flash-Speicher" arbeiten, auf dem sich die Daten befinden, sind die Daten tief in der Speicherkarte eingebettet. Da Flash-Speicher auf größtmögliche Robustheit getrimmt ist, hilft nur brachiale Gewalt gegen die Daten im Speicher, sei es durch zertrümmern mit einem Hammer oder einen Kurzschluss mit Hochspannung.
Deshalb ist hier eine sichere Löschung der Daten einer Vernichtung des Datenträgers vorzuziehen. Anders als bei den magnetischen Datenträgern verfügen Speicherkarten jedoch nur über eine Art Schalter in millionenfacher Ausführung, der ein digitales Bit repräsentiert. Deshalb ist einmaliges Überschreiben und Löschen bei Speicherkarten bereits ausreichend, um die Daten zu vernichten: Der Schalter wird umgelegt, die Information ist vernichtet.