Anzeige:

Festplatte formatieren und Daten überschreiben

Anzeige

Wird nun eine Datei auf gängige Weise gelöscht, zum Beispiel durch Leeren des Papierkorbs, wird sie nicht wirklich entfernt. Das Dateisystem löscht nur den Eintrag im Inhaltsverzeichnis der Festplatte und gibt den Bereich damit zum Überschreiben frei. Die Daten an sich sind jedoch noch so lange auf der Festplatte vorhanden, bis genau dieser Bereich wieder neu magnetisiert, also mit Daten gefüllt wird. Bis zu diesem Überschreiben lassen sich Daten wiederherstellen.

Prall gefüllte Festplatten

Auf prall gefüllten Festplatten ist das nicht sehr lange möglich, da es sehr wahrscheinlich ist, dass das Betriebssystem die freigegebene Stelle beim nächsten Speichervorgang überschreibt. Bei sehr dünn befüllten Platten kann es jedoch dauern, bis ein Bereich neu beschrieben wird. Deshalb ist das Löschen über das Leeren des Papierkorbs alles andere als eine sichere Methode.

Auch die Festplatte zu formatieren, die wohl gängigste Methode, um eine gebrauchte Festplatte verkaufstauglich zu machen, hat ihre Tücken. Genau wie bei der normalen Datenlöschung wird bei der Schnellformatierung nur der gesamte Speicherbereich der Festplatte als "frei" markiert – die Daten sind jedoch weiterhin vorhanden. Selbst wenn ein anderes Dateisystem eingerichtet wird, zum Beispiel beim Umstieg von Windows auf Linux, sind die Daten noch so lange auf der Festplatte zu finden, bis sie überschrieben werden. Dabei kann man sich die Festplatte als ein Buch vorstellen, das bei der Formatierung ein neues Inhaltsverzeichnis bekommt, das nicht mehr zum Buch passt.

Der Schlüssel zur sicheren Datenvernichtung

Der Schlüssel zu erfolgreichen und restlosen Löschen von Daten ist also das Überschreiben alter Daten. Linux und Mac OS X verfügen über eingebaute Funktionen dafür. So lässt sich unter Mac OS X der Papierkorb "sicher leeren", wobei die Daten mit sinnlosen Zeichen überschrieben und erst danach gelöscht werden. Auch Linux besitzt eine entsprechende Funktion, die Kommandos "dd" und "shred" löschen Dateien nachhaltig. Nur Windows ist im Hintertreffen: Hier hilft nur der Einsatz kostenloser Zusatztools wie etwa CyberShredder, die die Daten vor dem Löschen überschreiben.

Doch das Entfernen einzelner Dateien ist das geringste Problem, wenn die Festplatte oder der Computer verkauft werden soll. Vielmehr muss die ganze Festplatte überschrieben werden. Mac OS X bietet zu diesem Zweck eine Option im Festplatten-Dienstprogramm: In bis zu 35 Überschreib-Vorgängen kann ein Datenträger mit extrem hoher Sicherheit gelöscht werden. Unter Windows und Linux hilft an dieser Stelle Darik's Boot and Nuke, kurz DBAN, eine Startdiskette, die beim Systemstart die Festplatte des Rechners mehrfach überschreibt und löscht. DBAN sollte mit Vorsicht benutzt werden, weil die Wirkung enorm ist.

Navigation
Betriebssysteme
 
Weiterführende Themen
Computer
Haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie eine Mail an info@onlinekosten.de.
 Suche

  Computer-News
Samstag, 23.05.2015
Jedes Roboter-Taxi soll neun Autos ersetzen
Freitag, 22.05.2015
Internetadressen per Beep-Sequenz übertragen
#ProgrammiertJetzt: Coden lernen für Jugendliche
Donnerstag, 21.05.2015
Regierung will IT-Systeme zusammenführen, "Bundescloud" geplant
Apple: Hardware-Update für Macbook Pro 15, iMac mit 5K sinkt im Preis
Google-Chef Page kritisiert Datensammlung der US-Regierung
Mittwoch, 20.05.2015
3D-Drucker fertigt Kleidungsstücke
NetUSB: Kritische Sicherheitslücke in Routern zahlreicher Hersteller entdeckt
LogJam: Neue Sicherheitslücke entdeckt - diverse Browser betroffen
Windows XP: Upgrade auf Windows 10 für 40 Dollar
Zuckerberg: Lasst die Kinder am Computer spielen
Dienstag, 19.05.2015
Aldi-PC mit Hybrid-Festplatte für 499 Euro
Kein Fernseher von Apple
Montag, 18.05.2015
Rätselraten um Hackerangriff auf Bundestag
Trendnet: AC750-Reiserouter für 55 Euro
Weitere Computer-News
Handy ohne Vertrag
Zu einem neuen Prepaid-Tarif fehlt meist nur noch das dazu passende neue Prepaid Handy.
Ein Handy ohne Vertrag muss dabei keineswegs teuer sein.
Inzwischen bekommt man ein günstiges Klapphandy oder sogar ein Touchscreen Handy ohne zuviel ausgeben zu müssen.
Root Server
Mit einem Root Server haben Sie vollen Zugriff und richten ihren Dedicated Server komplett selbst ein.
Einfach einen Apache Server oder einen Webserver mit Windows Server 2003 erstellen - sie haben freie Hand.
Auch vServer sind kein Problem. Mit Plesk oder Confixx ist die Konfiguration schnell erledigt.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs