Neben den bereits erwähnten persistenten Cookies existieren noch weitere Arten der kleinen Textdateien - wie zum Beispiel Session- und Tracking-Cookies.
"Gut": Session Cookies
Cookies können auch gezielt zum kurzfristigen Speichern von Information dienen; der typische Anwendungsfall ist das Einloggen auf eine Passwort-geschützte Internetseite.
Zur eindeutigen Identifizierung des Benutzers speichert der Server eine Session-ID in einem entsprechenden Cookie. Das beim Login eingegebene Passwort wird die gesamte Sitzung in einem Cookie vorgehalten – solange bis die die Verbindung zum Webserver unterbrochen und somit die Session beendet wird. Damit erlischt die Gültigkeit des Session-Cookies. Session-Cookies werden zum Beispiel beim Online-Banking der Postbank verwendet, um die Sicherheit zu erhöhen.
"Böse": Tracking Cookies
Das Krümelmonster muss bei diesen Cookies keine Sorge um den Datenschutz haben. Bild: daserste.de
Doch nicht nur nützliche Dienste im Netz bedienen sich der Cookies: Besucht ein Anwender eine Website, auf der Werbung geschaltet ist, wird oft vom Werbebanner ein Tracking-Cookie auf dem Rechner platziert. Der Cookie ist dann nicht von der besuchten Website, sondern vom Webserver, der die Werbung ausliefert. Der wiederum ist ein so genannter "Adserver", der nur auf der eigentlich besuchten Website eingebunden ist.
Der bekannteste Adserver dürfte wohl "ad.doubleclick.net" sein, auf praktisch jedem Internet-Rechner lassen sich entsprechende Cookies finden.
Die Adserver nutzen Cookies, um das Anwender-Verhalten auszuspionieren und personalisierte Werbung auszuliefern. Das hängt mit der Struktur der Werbung im Netz zusammen: Wenige Werbedienstleister mit wenigen Adservern beliefern zahlreiche Websites mit Werbung. Setzt eine Werbeeinblendung auf einer Seite ein Cookie und surft der Anwender auf eine weitere Seite, die ebenfalls vom gleichen Werbedienst beliefert wird, kann der Adserver Rückschlüsse auf die Interessen des Surfers ziehen. Viele empfinden diese Tracking-Cookies als eine Art Spyware, auch Anti-Spyware-Software stuft sie dementsprechend ein.