"Cookies" genießen unter Internetnutzern keinen guten Ruf: Sie speichern für verschiedene Funktionen benötigte Daten auf der Festplatte ab und sind in der Lage Besucher der Website mühelos zu identifizieren. Damit können Betreiber eines Webservers ein Profil über die Surfgewohnheiten eine bestimmten Besuchers erstellen. Unbestreitbar ist aber, dass Cookies das Surfen deutlich komfortabler gestalten und einige Funktionen überhaupt erst ermöglichen.
Cookies statt Kuchen
Cookies werden im Netz nicht zum Kaffee gereicht, sondern zu einer Website. Sie werden praktisch bei allen Websites gesetzt, die interaktive Funktionen besitzen und/oder Werbung schalten. Der Anwender bekommt davon in der Regel nichts mit. Ein Cookie ist im Prinzip nichts anderes als eine winzige Textdatei mit Informationen, die es einem Webserver ermöglichen, einen Anwender wiederzuerkennen und Einstellungen zu speichern. Die Verwendungsmöglichkeiten reichen von Einkaufslisten in Onlineshops bis hin zur personalisierten Website.
Aufbau eines Cookies
Ein Cookie enthält verschiedene Parameter, die sich im Normalfall aus Informationen wie dem Namen des Cookies, Wert, Ablaufdatum, Pfad, der Internet-Domain sowie Angaben über die nötige Verbindungsart zusammensetzen. Weitere Details wie Kommentare oder Beschränkungen auf einen bestimmten Port sind ebenfalls möglich.
Funktionsweise von Cookies
Bereits der Aufruf einer einzigen Website hinterlässt zahlreiche Cookies. Bild: onlinekosten.de
Ein kleines Beispiel zur Funktionsweise eines sogenannten dauerhaften (persistenten) Cookies: Yahoo ermöglicht seinen Besuchern neben der Standardfarbe zwischen vier weiteren Farbgebungen für das Suchmaschinen-Portal zu wählen. Entscheidet sich der Benutzer für ein anderes Thema, legt der Server ein Cookie auf dem Rechner des Besuchers ab - schließlich möchten die meisten Benutzer eine einmal gewählte Einstellung auch bei zukünftigen Besuchen beibehalten.
Der vom Server generierte Cookie wird vom Browser entgegengenommen und in diesem Fall mit der Bezeichnung "FPC" im Cookie-Manager des Firefox unter dem Ordner "de.yahoo.com" abgelegt. Die darin für den Server wichtige Information ist simpel: Je nach gewählter Farbe speichert die Seite die Werte "t2" bis "t5".
Beim nächsten Öffnen der Yahoo-Seite, sucht der Server den entsprechenden Cookie und nimmt die Einstellung vor, vorausgesetzt der Cookie wurde nicht gelöscht und ist noch "haltbar".