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Auch mit der neuesten Sockel-Generation AM3 bleibt AMD seinem kundenfreundlichen Kompatibilitätscredo treu. Je nach Hersteller mit der entsprechenden BIOS-Pflege kommen sogar betagte AM2-Sockel (immerhin vier Jahre alt) mit dem neuen Phenom II zurecht. Ein paar Abstriche bei zusätzlichen Features muss der geneigte Aufrüster aber in Kauf nehmen (Hypertransport). Physisch passen alle CPUs zu jedem Sockel, ausschlaggebend sind das BIOS und der verbaute Speichercontroller. AM3-CPUs besitzen einen DDR3-Speichercontroller und zusätzlich auch einen DDR2-Speichercontroller - und sind so theoretisch zusätzlich auf einem AM2/AM2+-Board lauffähig. Umgekehrt laufen AM2/AM2+-Prozessoren aufgrund des fehlenden DDR3-Speichercontrollers nicht auf AM3-Sockeln.

Neue CPU auf altem Board

Wer also ein Mainboard mit AM2/AM2+ Sockel besitzt, kann in vielen Fällen auch AM3 Prozessoren nutzen. Asrock-Boards unterstützen teilweise sogar den Phenom II X6. Die entsprechenden Kompatibilitätslisten finden sich auf den Websites der jeweiligen Hersteller. Ein weitere Quelle stellt die Adresse CPU-Upgrade.com dar . Falls die CPU tatsächlich für das Mainboard zugelassen ist, wird höchstwahrscheinlich ein BIOS-Update nötig - dies sollte natürlich vor dem Einbau des neuen Rechenknechts durchgeführt werden. Zwar behaupten einige AMD-Nutzer, dass manche Boards auch ohne Freigabe mit bestimmten CPUs zurecht kommen, dennoch sollte man sich auf die Angaben des Herstellers verlassen – immerhin hat man so auch einen triftigen Reklamationsgrund bei einer nicht-funktionierenden Kombination.


AMDs Phenom II gibt es mit zwei, drei, vier und sechs Kernen. Bild: amd.unprocessed (flickr)

Speicherwechsel

Wer sowieso eine neue Platine braucht: Aktuelle AM3-Mainboards sind schon ab 50 Euro zu haben. Das "Problem": Während AM2 und AM2+-Boards sich mit DDR2-Speicher zufrieden geben, sind AM3-Boards schon anspruchsvoller und vertragen sich nur mit DDR3-Speicher, der einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor darstellt. Für ein Vierkerner-System sollten vier Gigabyte RAM Pflicht sein, das kostet dann allerdings auch einen guten Hunderter mehr – das trübt die ansonsten guten Aufrüstaussichten

Intel kompromisslos

Intel-Nutzer mit 1156- oder 1366-Sockel brauchen sich über Kompatibilitätsprobleme keine Gedanken zu machen. Intel hat für die zweite Generation der Core i-Prozessoren (Sandy Bridge) einfach einen neuen Sockel, den 1155, entwickelt. Besitzer eines 1156- oder 1366-Sockels können mit den neuen CPUs also nichts anfangen. Für Anwender mit einem etwas älteren 775-Board stellt der 1155-Sockel aufgrund der günstigeren CPU-Preise allerdings eine gute Aufrüstmöglichkeit dar.

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