In puncto Hersteller muss sich der Kunde von heute bei der Prozessor-Wahl für Desktop-Computer nur noch zwischen zwei Anbietern entscheiden: Intel oder AMD. Intel, amerikanischer Halbleiterhersteller aus Kalifornien, feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag und beherrscht derzeit den Großteil des Marktes. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 38,3 Milliarden US-Dollar. Nummer zwei mit rund sechs Milliarden ist AMD (Advanced Micro Devices), ebenfalls mit Sitz in Kalifornien.
32- gegen 64-Bit
Alle neueren AMD CPUs beherrschen 64-Bit, auch Intel hat seinen CPUs mit Hilfe der EM64T-Technologie auf die 64-Bit-Zukunft vorbereitet. Sowohl AMD als auch Intels Chips sind voll 32-Bit und 64-Bit kompatibel. Bei der Entscheidung ist also nicht die Wahl des Prozessors, sondern die des
Betriebssystems ausschlaggebend. Derzeit kann für 64-Bit-Systeme noch keine klare Empfehlung ausgesprochen werden. Zwar profitieren einige Anwendungen von der höheren Bit-Zahl, dennoch können Treiber- und Kompatibilitätsprobleme den Spaß am Performancezuwachs etwas trüben. Der Großteil aller Programme läuft aber einwandfrei.
Besitzer einer
Vista-Vollversion (nicht System Builder) können sich für 11,84 Euro inklusive Mehrwertsteuer eine
64-Bit-Version nach Hause liefern lassen, bei der Bestellung wird der Aktivierungsschlüssel benötigt.
Für Heim und Büro
Ob ein Dual-Core-Prozessor im Office-Rechner Sinn macht, hängt auch von der Arbeitsweise ab: Wer beispielsweise brav alle Anwendungen schließt und nicht mehrere parallellaufende Programme betreiben möchte oder muss, wird mit einer hochtaktigen Single-Core-CPU auskommen. Dank der Mehrkern-Euphorie sind die Preise gefallen, für kleines Geld, sprich 40 bis 60 Euro, gibt es wahlweise Celerons oder den betagten Pentium 4 jenseits der 3000-Megahertz-Grenze (MHz). Allerdings ist der Stromverbrauch der letzten Generation mit Werten, die sich knapp im dreistelligen Bereich bewegen, nicht gerade zeitgemäß. Generell gehören Single-CPUs sicherlich zu einer aussterbenden Rasse, mehr Reserven bieten zum Beispiel:
Intels Pentium Dual-Cores
Deutlich bessere Verbrauchswerte erreichen die Vorläufer von Intels Core 2 Duos, die Doppelkern-Varianten der Pentium-Reihe. Preislich liegen diese mit 42 (E2140) bis 67 Euro (E2200) unter den Core 2 Duos. Beim Kauf sollte der Anwender darauf achten, dass der Prozessor das neuere, stromsparende (circa 30 Prozent) M0 Stepping hat, eine Übersicht bietet Intel auf der
Website. Für Büroaufgaben reichen Taktfrequenzen um die zwei Gigahertz (GHz) mehr als aus, sollen auch Videos und Bilder bearbeiten werden, darf es auch ein GHz mehr sein. Zocker und anspruchsvolle Anwender sollten eher zu einem Core 2 Duo greifen, mit dem größeren L2-Cache macht das Spielen einfach mehr Spaß.