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Prozessorvergleich – CPU Vergleich aktueller Modelle

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Weiter gehts im Kampf der CPU-Lieferanten: AMD gegen Intel. In der letzten Runde konnte AMD mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten, die Leistungskrone ging im Prozessorvergleich jedoch klar an Intel. Spätestens mit den neuen Hexa-Prozessoren wird die Auseinandersetzung der beiden Konkurrenten wieder interessant: Intel erobert mit seinem Sechskerner Core i7 mühelos die Leistungskrone. AMD kontert hingegen mit dem Phenom II X6 mit sechs Kernen ab 150 Euro.

Vorweg: Alle Watt-Angaben sind laut Hersteller die Thermal Design Power (TDP) und bezeichnen nicht den maximalen Verbrauch einer CPU, sondern wieviel Energie das Kühlsystem bei maximaler Auslastung abführen muss, um die CPU nicht überhitzen zu lassen. Allerdings liegt der TDP-Wert sehr nahe am maximalen Verbrauch, deswegen wird auch im folgenden davon Gebrauch gemacht.

Die Kernfrage im Prozessorvergleich: Vier oder sechs Recheneinheiten?

Während unser letzter Prozessorvergleich Prozessoren mit vier Kernen aufgrund mangelnder Skalierung nur bedingt empfohlen hat, hat sich das Blatt nun deutlich zugunsten der Viertakter gewendet. Aufgrund dessen behandeln wir im folgenden CPU Vergleich auch nur CPUs mit mindestens vier Recheneinheiten. Vor allem im Bereich der Spieleleistung haben sich Quad-CPUs durchgesetzt: Spiele wie GTA 4 laufen erst mit vier Kernen zur Hochform auf. Auch andere Titel wie Battlefield: Bad Company 2, Anno 1404, Metro 2033 und Dragon Age: Origins profitieren mehr oder weniger deutlich von mehr als zwei Rechenkernen. Grund genug den alten Dual-Core in Rente zu schicken (jedenfalls für PC-Enthusiasten) oder sich zumindest mal nach einem potentiellen Nachfolger umzuschauen, zumal AMD und Intel - wie erwähnt - schon Sechskerner (Hexa-Cores) im Portfolio haben.


Alte Konkurrenten: Beide Hersteller bieten mittlerweile Hexa-Core Prozessoren. Bild: onlinekosten.de

CPU Vergleich AMD mit Turbo CORE, Intel mit Turbo Boost

Beispielsweise sind 4x3,4 Gigahertz (GHz) in vielen Fällen schneller als 6x2,8 GHz, weil die meisten Alltags-Anwendungen nicht alle Kerne parallel nutzen können, ausschlaggebend ist dann die maximale Taktfrequenz. Bei speziellen thread-optimierten Benchmarks hingegen kann der 6-Kerner seine zusätzlichen Reserven ausspielen, denn hier werden die Rechenoperationen zu gleichen Teilen auf die Kerne verteilt. Zum Teil kompensiert AMDs neue Turbo CORE Technology das Problem, indem bei Nicht-Nutzung drei Kerne deaktiviert werden, während die übrigen Kerne übertaktet werden. Intel beschreitet mit seiner Turbo Boost-Technik einen anderen Weg: Im Bedarfsfall wird der Takt der Kerne angehoben. Beide Varianten bieten auf lange Sicht genug Leistung für alle möglichen Anwendungsbereiche.

Ob vier oder gar sechs Recheneinheiten auch für den Otto-Normal-User sinnvoll sind, steht auf einem anderen Blatt. Ein Blick auf die CPU-Benchmarks kompetenter Hardware-Seiten verrät schon mal, dass zumindest hier die Vier- und Sechs-Kerner nicht automatisch die ersten Plätze im Prozessorvergleich belegen. Die mögliche Leistungssteigerung wird eben nur in der Theorie erreicht. In der Praxis machen nicht angepasste Treiber, sequentielle Programmstrukturen und fehlende Anpassung an die gesteigerte Threadanzahl mit dieser Technologie den vollen Leistungsschub zunichte. Video- und Bildbearbeitung sind beispielsweise Anwendungen, die aufgrund ihrer Arbeitsweise am meisten von mehreren Kernen profitieren. PC-Spiele werden so in Zukunft ebenfalls deutlich schneller laufen. Wer viel in diesem Bereich arbeitet oder gerne grafikintensive Spiele in hohen Auflösungen spielt, kann beruhigt zum Vier- oder Sechskerner greifen.

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