Es wird nicht kompliziert, keine Sorge. Ein Liquid Crystal Display, kurz LCD, besteht aus einzelnen Bildpunkten. Bei einer Auflösung von 1024 x 768 entspricht das etwa 786.432 Pixeln. Diese bestehen wiederum aus einem roten, einem grünen und einem blauen sogenannten Subpixel. Jeder dieser Unterbildpunkte wird durch einen eigenen Transistor angesteuert, was bei 2,4 Millionen von ihnen nicht immer fehlerfrei klappt. Deshalb sei es normal, wenn ein oder zwei Pixel beziehungsweise Subpixel ausfallen oder dauerhaft leuchten, sagen die Hersteller.
Kleine Einführung in die Pixelwelt
Um ein objektives Kriterium bei der Bewertung der Zumutbarkeit zu haben, wurde die DIN Norm ISO 13406-2 eingeführt. Sie bewertet LCDs nach Kriterien wie Leuchtdichte, Kontrast und Farbe und räumt jedem Bildschirm ein bestimmtes Maß an Fehlerhäufigkeit ein. Unterschieden wird dabei in vier Fehlerklassen, die für schwarze und leuchtende Pixel und Subpixel gelten.
| Pixelfehler: Klassen und -Typen nach ISO 13406-2 |
| Pixelfehlerklasse |
Fehlertyp 1:
leuchtende Pixel* |
Fehlertyp 2:
schwarze Pixel* |
Fehlertyp 3:
defekte Subpixel* |
| I |
0 |
0 |
0 |
| II |
2 |
2 |
5 |
| III |
5 |
15 |
50 |
| IV |
50 |
150 |
500 |
*pro 1 Million Pixel |
Die meisten Hersteller sehen sich nicht imstande, ihren Kunden einen Fehlerklasse I-Bildschirm zur Verfügung zu stellen. Die Produktionskosten würden sich durch eine Null-Fehlertoleranz nahezu verdoppeln, so der Tonus. Deshalb setzen viele die Fehlerklasse II als Maßstab für die Garantieabwicklung: liegt die Gesamtzahl der fehlerhaften Bildpunkte über der zulässigen Summe, hat der Kunde das Recht zu einem Umtausch.