Internet-Nutzer bewegen sich wie die sprichwörtlichen Fische im Wasser. Sie sind frei beweglich, können im Web andere Internet-Nutzer treffen, im Schwarm schwimmen oder ganz allein abtauchen in die Dunkelheit der tieferen Gewässer. Doch genau wie für den Fisch lauern in der Dunkelheit auch für den Internet-User Gefahren: Phisher haben ihre Angeln ausgeworfen und warten nur darauf, dass ein besonders dickes Exemplar anbeißt, das sich später in Ruhe ausnehmen lässt.
Phisher sind Trickbetrüger im Internet. Sie versuchen, ihre Opfer mit gefälschten Mails oder sogar Websites zu fangen und ihnen Zugangsdaten für Online-Banking oder diverse Online-Händler abzuzocken. Dazu greifen sie zu meist leicht zu durchschaubaren Tricks. Trotzdem fallen immer wieder unbedarfte Internet-Nutzer auf sie herein. Die Folgen sind unangenehm: Der eBay-Account ist weg und das Bankkonto leer geräumt. Der abgephishte Anwender steht danach nicht selten vor einem Berg Probleme, weil zum Beispiel vom Phisher geprellte eBay-Kunden Anzeige gegen ihn erstatten.
Nach allgemeinen Schätzungen wird auf rund 10 bis 15 Prozent aller Phishing-Mails reagiert. Die Hintermänner des Phishings sitzen in aller Herren Länder und sind oft über alle Berge, bevor das Opfer überhaupt merkt, was passiert ist. So entstand der deutschen Wirtschaft laut einer Schätzung des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft
Eco allein 2005 ein Schaden von rund 70 Millionen Euro. Ein Schaden, der sich in den meisten Fällen hätte vermeiden lassen, wenn die Internet-Nutzer nur wüssten, wie sie Phishing-Versuche erkennen können. Dabei soll dieser Ratgeber helfen.
Lebenswichtig: Banken verschicken niemals E-Mails!
Die wohl wichtigste Grundlage, um sich vor Phishing zu schützen, ist Wissen. Das Wissen darüber, dass Banken niemals E-Mails an ihre Kunden verschicken. Einerseits, weil sie in der Regel keine eMail-Adressen all ihrer Kunden besitzen. Andererseits vor allen Dingen deshalb, weil E-Mail als Medium schlicht und ergreifend unsicher ist.