Wer einen tragbaren Fernseher oder einen Festplattenrecorder möchte, muss nicht zwangsläufig zum teuren Zusatzgerät greifen – eine TV-Karte oder ein TV-USB-Stick am Notebook, Netbook oder Desktop-PC ermöglicht den Fernsehempfang und fügt komfortable Aufnahmemöglichkeiten hinzu. Zwar gibt es ab und an Fertig-PCs oder Notebooks mit TV-Tuner zu kaufen, in der Regel sind die Rechner aber nicht von Haus aus auf den Fernsehempfang ausgelegt – Online TV-Angebote wie Zattoo nicht mitgezählt. Wir zeigen auf, welche Möglichkeiten es gibt, um TV auf den PC oder das Notebook zu bringen.
TV-Empfang am PC oder Notebook:
- Hardware und Signalarten
- DVB-T für Unterwegs
- PC als Festplattenrecorder
TV Tuner einbauen oder anstecken
Unser Testwerkzeug bestand aus einem Dual-Core-PC mit Verbindung zum Fernseher und einem älteren Notebook: Der aufzurüstende Computer muss nicht unbedingt die aktuellste und stärkste Hardware enthalten. Schön ist allerdings, wenn Vista oder Windows 7 vorhanden ist. Dann lässt sich der TV-Tuner nahtlos in den Windows Media Center integrieren - doch dazu später mehr. TV-fit machten wir die beiden Rechner schließlich mit einer hybriden WinTV-HVR-4400 TV-Karte von Hauppauge und dem Cinergy T Stick mini von Terratec, um beispielhaft sowohl eine Einbau-Lösung als auch die einfache Möglichkeit per USB-Stick auszuprobieren. Die WinTV-HVR-4400 von Hauppauge kostet rund 130 Euro und kommt mit einer Media Center tauglichen Fernbedienung. Die Karte kann DVB-S, DVB-S2, DVB-T sowie analoges Fernsehen (Kabel und Antenne) empfangen. Für den mobilen Fernsehempfang kam der kleine DVB-T-Stick von Terratec für knapp 40 Euro zum Einsatz. Wer noch kein Windows 7 oder eine Media Center Software nutzt, greift zur Empfangssoftware der Hersteller. Beiden Geräten liegt ein Programm bei, das auch brav seinen Dienst verrichtet.
TV-Karte oder -Stick verwandeln den Rechner in ein leistungsstarkes Media Center. Screenshot: onlinekosten.
DVB-T, DVB-C und DVB-S: Signalarten
Zunächst gilt es aber, zwischen den TV-Empfänger- beziehungsweise den unterschiedlichen Signalarten zu differenzieren. Je nach Situation vor Ort unterscheidet man zwischen Empfang über das herkömmliche analoge oder das digitale Kabelsignal (DVB-C). Weitere Empfangsmöglichkeiten bieten Satelliten per DVB-S, DVB-S2 und das terrestrischen DVB-T. Anhand der verfügbaren Signalarten kann anschließend die passende TV-Karte beziehungsweise der USB-Stick ausgewählt werden.