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Grafikkarte – 3D Welten im Rechner

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Die Grafikkarte übernimmt sämtliche Berechnungen für die Datenausgabe auf dem Bildschirm. Heutige Grafikchips (GPUs) entlasten den Prozessor, wo sie nur können: Die CPU hat mit der Ausgabe von 3D-Welten am Bildschirm eigentlich kaum noch etwas zu tun. Besonders seit Grafikkarten über eine Transform und Lightning Einheit (T&L) verfügen, ist der Prozessor deutlich weniger mit der Grafik-Berechnung beschäftigt. Aktuelle 3D-GPUs rechnen im Vergleich sogar schneller als so manche aktuelle Desktop-CPUs. Wer Computerspiele mag, der sollte eine aktuelle Grafikkarte der Mittel- oder Oberklasse in seinem PC haben.

Grafikkarte wechsel dich

Die Grafikkarte sitzt im PC auf dem Mainboard in einem der Steckplätze. Zusätzlich ist das so genannte Slotblech mit einer Schraube am Gehäuse befestigt. Der Aus- und Einbau der Grafikkarte ist somit wenig aufwendig, einzig das Einsetzten der Karte macht gelegentlich Probleme, da man viel Druck aufwenden muss, bis die Karte in den Steckplatz rutscht. Die goldenen Kontakte auf der Unterseite sollten dabei nahezu komplett in dem Steckplatz verschwinden.

Einige Mainboards bieten einen Onboard-Grafikchip. Dabei sitzt der Grafikchip direkt auf dem Mainboard und kann so nicht ausgetauscht werden. Diese Grafiklösung ist für Büroanwendungen durchaus akzeptabel, kann aber aufgrund der sehr schlechten 3D-Performance nur bedingt für 3D-Programme wie Spiele eingesetzt werden. Ein Onboard-Chip ist zum Beispiel der GMA 4500 von Intel. Wer eine bessere Grafikkarte einsetzen möchte, muss gegebenenfalls den Onboard-Chip über das BIOS deaktivieren, falls dies nicht automatisch geschieht. Das BIOS (Basic Input Output System) ist eine Art Betriebssystem des Mainboards und legt zum Beispiel fest, von welchem Datenträger aus das System starten soll.

AGP adé

Gab es vor Jahren noch ausschließlich AGP-Schnittstellen, so gibt es heute nur noch Mainboards mit dem schnelleren PCI-Express. Für Grafikkarten taugen dabei die langen x16-Schnittstellen, der PCI-Express-Grafikport (PEG). Wer sich eine neue Karte zulegen möchte, sollte darauf achten, ob für das alte Mainboard ein PCI-Express- oder AGP-Modell benötigt wird. Der Unterschied ist leicht auszumachen, ein Blick auf das Mainboard genügt: Der AGP-Slot ist meist braun eingefärbt und liegt etwas versetzt zu den anderen Steckplätzen. Der PEG tanzt dagegen nicht aus der Reihe, ist aber deutlich länger als die übrigen Steckplätze.

Ist der passende Steckplatz ausgemacht, beginnt die Suche nach der Grafikkarte, die am besten mit den restlichen Komponenten harmoniert. So ergibt die Kombination aus einer High-End-Grafikkarte und einem schwachem Prozessor keinen Sinn, da die CPU die Karte ausbremst. Ebenfalls unangebracht ist eine flotte Grafikkarte, wenn das Netzteil zu wenig Leistung liefert. Grundsätzlich sollte für eine aktuelle Mittelklasse-Karte ein Netzteil mit einer Leistung von mindestens 450 Watt vorhanden sein, sonst verabschiedet sich der Rechner, sobald die Karte gefordert wird.

HD-4870.jpg
Aktuelle Highend-Karten blockieren aufgrund
ihrer Größe meistens einen zusätzlichen Steckplatz.
Bild: Sapphire

Spiele-Performance

Hier stellt sich in erster Linie die Frage, ob der PC auch zum Spielen genutzt werden soll. Falls ja, hat der geneigte Käufer die Wahl zwischen der Grafikkarten-Mittelklasse und der Highend-Klasse. Die Mittelklasse startet bei etwa 100 bis 130 Euro und ermöglicht eine reibungslose Wiedergabe von Spielen mit mittleren bis hohen Details. Zurzeit bietet die Mittelklasse ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Von 200 bis 500 Euro kann man die Karten zum Highend-Bereich zählen. Mit dieser Hardware samt dem entsprechenden Unterbau (CPU, RAM) lassen sich PC-Spiele in voller Pracht genießen. Selbst in hohen Auflösungen ist beispielsweise noch die rechenintensive Kantenglättung möglich. Noch mehr Leistung kann durch das Betreiben von zwei, drei oder gar vier Karten gleichzeitig erzielt werden, ein entsprechendes Mainboard vorausgesetzt. Bei Nvidia heißt dieses Verfahren SLI, AMD hat es Crossfire getauft. Im Regelfall reicht aber auch für anspruchsvolle Spieler eine Grafikkarte aus. Für alle Nichtgamer genügt im Normalfall eine Onboard-Karte, für HD-Videos empfiehlt sich eine der zahlreichen Einsteigerkarten für 40 bis 60 Euro, die bei grafikintensiven Programmen auch die CPU entlastet. Aktuelle Spiele können diese aber nur mit einigen Abstrichen in der Qualität darstellen. Welche aktuelle Karten die meiste Leistung pro Euro bringt, klärt der Grafikkarten Vergleich von onlinekosten.de.

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