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PC Gehäuse – Mehr als nur die Hülle

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Das Gehäuse bestimmt das Aussehen eines Computers, da es als eine der wenigen Komponenten direkt ins Auge fällt. Doch der Look ist natürlich nicht das Wichtigste. Wer an seinem Computer herumschrauben möchte, für den zählen die inneren Werte umso mehr.

PC Gehäuse - Größen

Der heutige Standard für PC-Gehäuse und Netzteile begleitet uns schon seit vielen Jahren und hört auf den Namen ATX (Advanced Technology Extended). Für den ATX-Standard gibt es die unterschiedlichsten Gehäusearten, für die es auch geringfügig verschiedene Mainboards gibt. In sehr kleinen Gehäusen stecken meist µATX-Mainboards. Die Boards sind etwas kürzer und bringen somit weniger Schnittstellen mit. Außerdem reicht der Platz lediglich für eine Festplatte sowie ein optisches Laufwerk. Ein großes Gehäuse, auch Big-Tower genannt, fasst dagegen ein gewöhnliches ATX-Mainboard und bietet darüber hinaus zahlreiche 3,5- und 5,25-Zoll-Schächte. 3,5-Zoll-Schächte dienen als Fassung für Festplatten oder Diskettenlaufwerke – 5,25-Zoll-Schächte nehmen typischerweise optische Laufwerke auf.

Einen anderen Weg gehen die so genannten Mini-PCs. Einer der führenden Hersteller dieser Gehäuse ist die Firma Shuttle. Sie bietet Rechner als Barebone-System an, die kaum größer sind als ein normaler Schuhkarton. Dieser Rechner findet dann in jedem Regal oder im Wohnzimmerschrank unter dem Fernseher Platz. Ein Unterart dieser Gattung sind die Home Theater PCs (HTPC), heutzutage meist mit einem Blu-ray Laufwerk bestückt. Sie stellen eine flexible Multimedia-Lösung dar. Ein Vertreter der HTPCs war bereits in der Redaktion zu Besuch.

Mini-PCs sind im Kommen und werden in Zukunft auch das Design der Rechner weiter verändern. Der PC hält damit Einzug in die Wohnzimmer der Nation und wird sich auf lange Sicht gesehen vielleicht sogar im TV-Gerät verstecken.

Leistungsschub

Allen Gehäusen gleich ist das Netzteil – solange es dem ATX-Standard entspricht. Es versorgt das PC-System mit der notwendigen Leistung. Leistungsstarke PCs, die mit flotter Grafikkarte und zahlreichen Laufwerken ausgestattet sind, benötigen ein entsprechend leistungsstarkes Netzteil. Moderne Computer ziehen über 400 Watt, dementsprechend sollte das Netzteil mindestens 400, besser 500 Watt konstant liefern können. Doch ein Exemplar mit einer hohen Wattzahl ist noch kein Qualitätsmerkmal. Wichtig ist auch, dass das Netzteil eine gute Wärmeabfuhr bietet und dabei nicht zu laut ist. Gute Stromgeber sind mit einem großen Kühler auf der Unterseite ausgestattet, der die warme Luft aus dem Gehäuse schaufelt.

Empfohlene Leistung der Netzteile
PC-System Ausstattung Netzteil-Leistung
Server mehrere Festplatten, > 2 GB RAM, mehrere CPUs 750 Watt
Gaming-PC starke CPU, High-End-Grafik > 500 Watt
Multimedia-PC starke CPU, TV-Karte, Mittelklasse-Grafik > 400 Watt
Office-PC Schwache CPU, Onboard-Grafik > 300 Watt


Weitere Kriterien

area-51.jpg
Natürlich spielt auch das Aussehen
eine Rolle. Hier ein Gaming-PC
der Area 51-Serie.
Bild: Alienware
Grundsätzlich bieten größere Gehäuse auch eine bessere Erreichbarkeit der Komponenten. In Midi- oder Big-Towern hat man viel Platz, was den Ein- und Ausbau von Komponenten erleichtert. Außerdem ist eine gute Durchlüftung gewährt, da neben dem Kühler, den das Netzteil mitbringt noch zusätzliche Gehäusekühler installiert werden können. Bei Gehäusen mit wenig Platz kann es dagegen zum Wärmestau kommen, da Steckkarten und Kabelsalat den Luftstrom mindern. Gute Mini-Tower garantieren aber auch trotz der kleinen Bauform eine gute Lüftung, die Erreichbarkeit des Mainboards verbessern manche Hersteller, indem man etwa die Gehäusewände mit wenigen Handgriffen aufklappen kann. Für den Computer-Bastler entscheidend ist auch, dass das Gehäuse keine scharfen Kanten hat – sonst endet die Arbeit schnell mit einem blutenden Finger.

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Für alle geräuschempfindlichen User gibt es ebenfalls eine Lösung. Firmen wie Silentmaxx beispielsweise helfen beim entspannenden Arbeiten. Gehäuse sind hier ab circa 100 Euro aufwärts erhältlich. Die Schalldämmung des Rechners kann allerdings auch selber vorgenommen werden. Ein Blick durch die Regale des örtlichen Baumarktes kann dem User die teure Anschaffung eines solchen Gehäuses ersparen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Die Dämmung erhöht automatisch die System-Temperatur. Diesem Effekt muss durch die Verwendung von Gehäuselüftern entgegengewirkt werden. Den perfekten Kompromiss zwischen Kühlleistung und Lautstärke erreicht man mit einer Wasserkühlung. Nachteil der Lösung ist der relativ hohe Preis und die aufwendigere Installation. Außerdem besteht bei unsachgemäßen Einbau die Gefahr, den PC unter Wasser zu setzen.

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