PC-Gehäuse
Computer-Gehäuse© WavebreakmediaMicro / Fotolia.com

Das Gehäuse: Von Kühlung und Schalldämmung

Eine der wichtigsten Komponenten eines jeden Rechners ist das Gehäuse. Es bestimmt den Charakter eines Computers, da es eine der wenigen Komponenten ist, die direkt ins Auge fällt.

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Das Gehäuse eines Computers muss nicht unbedingt teuer sein. Ob es sich hierbei um ein 20 Euro Gehäuse von Ebay handelt oder ein Designer-Gehäuse für mehr als 100 Euro, spielt in erster Linie keine Rolle. Die Qualität gibt hierbei den Ausschlag.

ATX und BTX

Der heutige Standard für PC-Gehäuse und Netzteile begleitet uns schon seit vielen Jahren und hört auf den Namen ATX (Advanced Technology Extended). Der Nachfolger des damaligen AT-Standards brachte einige, für die damalige Entwicklung innovative, Neuerungen mit sich. Bei Einführung des ATX-Standards konnte man aber wohl noch nicht damit rechnen, dass heutige Prozessoren und Grafikkarten eine derartige Abgabe von Wärmeleistung haben würden.

Aus diesem Grunde warb Prozessorhersteller Intel für einen neuen Standard, der sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Er trägt die Bezeichnung BTX-Standard (Balanced Technology Extended): Hierbei sind die einzelnen Komponenten so angeordnet, dass sie eine optimale Wärmeabfuhr in Verbindung mit verschiedenen Gehäuselüftern erzielen können.

Eine der wohl auffälligsten Veränderungen von BTX gegenüber ATX ist die Positionierung des Mainboards. Während das Herzstück des Rechners bisher auf der von vorne gesehenen rechten Gehäuseseite platz genommen hat befindet sich das Mainboard in Zukunft auf der linken Seite des Gehäuses. Hierdurch wird ein verbessertes thermisches Gleichgewicht im Innern des Rechners hergestellt.

Welches Gehäuse brauche ich?

Bei der Entscheidung für ein Gehäuse müssen verschiedene Aspekte beachtet werden. Zum einen sollte man auf die Kühlung achten. Hierbei ist es wichtig, dass die einzelnen Komponenten im inneren des Rechners genügend Luft bekommen um einen kühlen Kopf zu bewahren. Bei Gehäusen mit wenig Platz kann es zum Wärmestau kommen, da Steckkarten und Kabelsalat den Luftstrom mindern. Aus diesem Grund sollte das Gehäuse über genügend Lufteinlässe und Vorrichtungen für Gehäuselüfter verfügen.

Für alle geräuschempfindlichen User gibt es ebenfalls eine Lösung. Firmen wie Silentmaxx beispielsweise helfen beim entspannenden Arbeiten. Die Schalldämmung des Rechners kann allerdings auch selber vorgenommen werden. Ein Blick durch die Regale des örtlichen Baumarktes kann dem User die teure Anschaffung eines solchen Gehäuses ersparen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Die Dämmung erhöht automatisch die System-Temperatur. Diesem Effekt muss durch die Verwendung von Gehäuselüftern entgegengewirkt werden.

Handling und Erreichbarkeit

Die Entscheidung für einen Midi-Tower oder eine andere Form des Gehäuses ist abhängig von der Art der Anwendung. Als User muss man sich im Klaren sein, wie viel Platz man für die einzelnen Komponenten benötigt. Benötigt man Platz für diverse optische Laufwerke, sollte man sich für ein Server-Gehäuse entscheiden, da dieses in der Regel am meisten Platz bietet. Für den normalen User dagegen reicht der Raum, den ein Midi-Tower mit sich bringt, aus. Grundsätzlich bieten größere Gehäuse auch eine bessere Erreichbarkeit der Komponenten. In Midi- oder Big-Towern hat man viel Platz, was den Ein- und Ausbau von Komponenten erleichtert.

Die Erreichbarkeit des Mainboards verbessern manche Hersteller, indem man etwa die Gehäusewände mit wenigen Handgriffen aufklappen kann. Für den Computer-Bastler entscheidend ist auch, dass das Gehäuse keine scharfen Kanten hat – sonst endet die Arbeit schnell mit einem blutenden Finger.

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