Während ein DVD-Laufwerk/-Brenner auch bei günstigen Notebooks ab 15 Zoll zum Standard-Repertoire gehört, müssen Fans von HD-Videos tiefer in die Taschen greifen. Notebooks mit Blu-ray-Laufwerk sind aber auch bereits ab der 500-Euro-Marke zu finden, ein Blu-ray-Brenner treibt den Preis wiederum nach oben. Darüber hinaus bieten einige Notebooks eine Reihe zusätzlicher Features, welche zwar der durchschnittliche Nutzer eher nicht benötigt, die aber für den Einen oder Anderen interessant sein könnten – zum Beispiel einen Fingerprint-Sensor, den man vor allem bei Business-Notebooks vorfindet. So lassen sich die sensiblen Geschäftsdaten oder persönliche Informationen mit dem eigenen Fingerabdruck gegen unbefugten Zugriff absichern.
Notebook Kaufberatung - Überblick
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Webcam, Mikrofon, TV-Tuner
Auch eine integrierte Webcam kann praktisch sein, ist aber ohnehin Standard. Lediglich die Qualität schwankt: Je nach Preisklasse verbauen die Hersteller einfache Modelle mit VGA-Auflösung für den Chat zwischendurch oder auch hochwertigere Kameras mit 1,3 oder 2,0 Megapixel, die sich auch für Schnappschüsse in besserer Qualität und Videokonferenzen eignen. Oftmals ist auch direkt ein Mikrofon an Bord, sodass auch ohne Headset geskypt werden kann. Für Multimedia-Fans könnte sich ein eingebauter TV-Tuner lohnen. So kann der Rechner als Fernseher oder Festplattenrecorder genutzt werden – vorausgesetzt, diese Funktion wird unterstützt. Geräte ohne Tuner können über den ExpressCard-Schacht oder den USB-Port aufgerüstet werden. Entsprechende TV-Tuner gibt es bereits ab rund 25 Euro. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber Festplattenrecorder, der verschiedene Möglichkeiten aufzeigt, um TV auf den PC oder das Notebook zu bringen.
Tastatur und Touchpad: Multitouch
Nachdem sich in der Touchpad-Entwicklung für eine lange Zeit nicht viel getan hatte, bringen die aktuellen Modelle ausnahmslos multitouch-fähige Pads mit. Der Nutzer kann dann mehrere Finger zur Navigation verwenden und zum Beispiel Fotos vergrößern oder bequemer durch Internetseiten und Dokumente scrollen. Auch die Tastaturen haben eine Frischzellenkur durchlaufen: Immer häufiger setzen die Hersteller auf einzeln eingesetzte Tasten mit größeren Zwischenräumen, was je nach Unternehmen "Solid Keyboard", "Chiclet Tastatur" oder "Isolation Keyboard" genannt wird. Die neuen Tastaturen sind nicht zwangsläufig komfortabler, sehen aber moderner aus und sind leichter zu reinigen. Um das Probetippen kommen Vielschreiber beim Notebook-Kauf nicht herum. Nach und nach erhalten zudem beleuchtete Tastaturen Einzug: Nicht unpraktisch, wenn im Dunkeln auf der Couch noch ein bisschen gesurft oder gespielt wird. Während einige Hersteller Regler einbauen, um die Intensität der Beleuchtung abzuändern, übernehmen bei anderen Sensoren eine Anpassung an die Lichtverhältnisse in der Umgebung.
Business-Notebooks sind oftmals mit einem Fingerabdruck-Sensor ausgerüstet.
Bild: onlinekosten.de
Fazit: Einsatzzweck und Budget bestimmen
Nicht für jeden Anwender ist ein Notebook der Oberklasse nötig. Vor dem Kauf sollten sich Verbraucher genau überlegen, wofür sie das Gerät einsetzen wollen. Soll das Notebook unterwegs mitgenommen werden, ist es ratsam, auf ein stabiles Gehäuse zu achten, das auch den Transport unbeschadet übersteht. Insbesondere sollte gecheckt werden, ob das Display gut geschützt ist, die Scharniere robust erscheinen und das Notebook im vorderen Bereich zugeklappt gut abschließt. Öffnet es sich leicht, werden Stifte und andere kleine Gegenstände innerhalb der Notebook-Tasche besser in einem separaten Fach verstaut.
Wer den Rechner im Elektro-Fachmarkt kauft, kann sich die Verarbeitung genau ansehen und dabei auch gleichzeitig auf den Bedienkomfort, die Tastatur, eventuell die Lautstärke im Betrieb und Pixelfehler im Display achten. Bei Aldi, Lidl und Co. gibt es keine technische Beratung und das Gerät kann vorher nicht ausprobiert werden. Auch lassen sich die Discounter-Angebote nicht von vornherein als Schnäppchen bezeichnen. Zwar sind sie selten zu teuer, richtig günstig aber häufig nur dann, wenn der Nutzer alle Komponenten und auch die zusätzlichen Beilagen wie die Software, TV-Tuner oder Computermaus tatsächlich benötigt. Doch auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel.
Kann man auf die Extras verzichten, ist die Anschaffung über das Internet oftmals günstiger und der Anwender kann das Notebook aufgrund des Fernabsatzgesetzes in jedem Fall binnen 14 Tagen zurückgeben. Ein weiterer Vorteil ist, dass die oben erwähnten Punkte in Ruhe zu Hause - zum Beispiel auch in Bezug auf etwaige Pixelfehler - überprüft werden können. Für die endgültige Entscheidung sollte man sich ein wenig Zeit nehmen, schließlich begleitet einen das Notebook meist über Jahre. Vor der Bestellung sollten die Preise und Versandkosten der verschiedenen Shops – zum Beispiel mit einer Preissuchmaschine – verglichen werden. Genaues Lesen der Liefer- und Zahlungsbedingungen sowie der AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) und Voraussetzungen zur Rücknahme sind Pflicht. Bei unbekannten Shops, in denen der Nutzer zuvor noch keine Bestellung aufgegeben hat, zu attraktiv erscheinenden Preisen oder Händlern, die auf eine Vorauszahlung bestehen, empfiehlt sich außerdem eine Recherche im Internet. Ist der Shop seriös? Waren bisherige Kunden zufrieden? Weitere Tipps zum Notebook-Kauf und eine Entschlüsselung von Werbeversprechen haben wir in einer separaten News zusammengefasst.