Notebook Kaufberatung - welcher Laptop für wen?

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Einsteigermodelle, Business-Notebooks und auch besonders leichte Geräte wie Subnotebooks arbeiten in der Regel mit Onboard-Grafikchips, die früher fest auf dem Mainboard und mittlerweile mit auf dem Prozessor integriert sind, und keinen eigenen Speicher mitbringen. Zur Bildbearbeitung, Videowiedergabe und für weniger aufwendige Spiele reichen sie absolut aus. Auch Filme in HD-Qualität lassen sich abspielen. Lediglich bei Full-HD-Streifen kommt es auf den Grafikchip an, ob noch geruckelt oder schon flüssig abgespielt wird. Wer sich für aktuelle 3D-Games interessiert, ist allerdings nach wie vor auf eine dedizierte Grafikkarte mit Speicher angewiesen, die sich in der Regel nicht nachträglich einbauen lässt. Es muss nicht immer eine Karte aus dem Highend-Bereich sein, es sei denn, die Spiele sind sehr fordernd für die Grafikkarte und sollen in der höchsten Auflösung und mit allen Details laufen.

Notebook Kaufberatung - Überblick

  • Seite 1: Displaygröße, -oberfläche und -beleuchtung
  • Seite 2: Prozessor, Akkulaufzeit, RAM und Festplatte
  • Seite 3: Grafik, Schnittstellen und Kommunikation
  • Seite 4: Tastatur, Touchpad, Extras und Fazit

Grafiklösung vs. Akkulaufzeit

Für Hardcore-Gamer gibt es von Nvidia die GeForce GTX 580M und von AMD die Radeon HD 6990M. Für noch mehr Leistung lassen sich auch zwei Grafikkarten im SLI-Verbund (Nvidia) oder mittels Crossfire (AMD) bündeln, was aber nicht bei jedem Spiel doppelte Vorteile bringt. Generell ist bei Notebooks mit Grafikkarten aus dem Highend-Bereich zu bedenken, dass der Stromverbrauch steigt und unterwegs der Akku recht schnell schlapp macht. Insgesamt muss gesagt werden, dass Gaming-Notebooks trotz eines höheren Preises nicht an die Leistung von Desktop-PCs für Spieler heranreichen. Wer das nötige Kleingeld hat und unbedingt einen platzsparenden Rechner wünscht, ist mit den starken Laptops aber gut bedient. Einen Kompromiss aus Grafikleistung und Akkulaufzeit versuchen die Notebooks mit Nvidia Optimus zu erreichen. Sie kombinieren eine dedizierte GeForce Grafikkarte mit der integrierten Grafik von Intel Prozessoren und schalten je nach Anwendung und Leistungsbedarf selbständig auf die eine oder andere Lösung um, ohne dass der Laptop neugestartet werden muss.

compaq_presario_C700.jpg
Für die meisten Anwendungen ausreichend:
ein Notebook mit Onboard-Grafik.
Hier das Compaq Presario C700 von HP. Bild: HP.

Auf die Anschlüsse achten

Wer einen externen Monitor oder Fernseher anschließen möchte, sollte ebenfalls die verbaute Grafikkarte überprüfen: Während einige Modelle - wie besonders günstige Onboardchips bei Netbooks - lediglich einen analogen D-Sub-Ausgang bieten, der Qualitätsverluste mit sich bringen kann, sind moderne Geräte mit einem digitalen DVI-Port oder HDMI ausgestattet. HDMI überträgt nicht nur Bild-, sondern auch Tonsignale. Wer Notebook und Fernseher darüber verbindet, benötigt daher kein zusätzliches Audiokabel mehr. Weitere Anschlussmöglichkeit wären DisplayPort und Thunderbolt - insofern der entsprechende Bildschirm mit dieser Schnittstelle bestückt ist. Nachdem Apple bereits seit Ende Februar 2011 MacBooks mit Thunderbolt-Port anbietet, haben zur CES in Las Vegas Anfang 2012 auch andere Hersteller Thunderbolt-Notebooks angekündigt. Der von Intel unter dem Namen Light Peak entwickelte Anschluss basiert auf der DisplayPort-Schnittstelle und versteht sich mit Displayport-Peripherie daher auch ohne Adapter. Über den Anschluss können bis zu 10 Gbit/s transportiert werden, womit Thunderbolt doppelt so schnell wie USB 3.0 sein kann.

USB und weitere Anschlüsse

Allgemein sind möglichst viele USB-Ports zu empfehlen, damit ohne zusätzlichen Hub mehrere Geräte parallel angeschlossen werden können. Soll das Notebook bevorzugt unterwegs zum Einsatz kommen, reichen zwei Anschlüsse aus. Soll es den heimischen Computer ersetzen, sind mehrere Ports von Vorteil. Praktisch ist es, wenn die USB-Steckplätze auf beide Seiten verteilt sind oder zumindest weiter auseinander liegen. So verdecken breitere USB-Geräte wie Speicher- oder UMTS-Sticks keine benachbarten Schnittstellen. USB-3.0-Ports sind noch nicht bei allen Notebooks zu finden: Der aktuelle Standard ermöglicht theoretisch 4,8 Gbit/s und somit die zehnfache Übertragungsgeschwindigkeit des Vorgängers USB 2.0; Daten sind demnach deutlich zügiger auf den Stick geschoben oder auf die Festplatte kopiert. Allerdings hängt der Wert in der Praxis auch vom jeweiligen USB-Stick ab, der natürlich ebenfalls USB 3.0 unterstützen muss.

Vom Aussterben bedroht ist der FireWire-Anschluss, auch eSATA findet sich eher selten, und dann häufig nur in Kombination mit einem USB-Port. Für Digitalkamera- und Tablet-PC-Besitzer kann ein Speicherkartenleser sinnvoll sein, falls kein separater USB-Leser benutzt werden soll. Größere Notebooks integrieren in der Regel ein Lesegerät, das mindestens zwei Speicherkarten-Standards unterstützt. Bei kleinen Netbooks oder stark verschlankten Ultrabooks kann ein solcher Leser aber schonmal auf der Strecke bleiben. Ethernet und WLAN sind selbstverständlich, wobei Gigabit LAN einem flotten Datentransfer im Heimnetzwerk zugute kommt. Für einen mobilen Internetzugriff - unabhängig von WLAN-Hotspots - gibt es drei Möglichkeiten: ein integriertes UMTS/HSPA-Modem, nachgerüstetes 3G per Stick oder ein UMTS-fähiges Handy (Tethering). Weitere Infos zum Thema und entsprechende Geräte enthält die Seite UMTS Notebooks bis 1.000 Euro. Kein Standard, aber dennoch oftmals verbaut, ist Bluetooth.

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