Wer das Notebook zu Hause oder im Büro für weniger leistungshungrige Aufgaben nutzen möchte und kein unbegrenztes Budget zur Verfügung hat, braucht ganz sicher kein Modell für mehr als 1.000 Euro mit neuestem Quad-Core-Prozessor. Für solche Anwendungen reicht an sich auch ein schwächeres Einstiegsmodell. Waren Laptops für unter 400 Euro vor einiger Zeit noch mit Single-Core-Prozessoren bestückt und ließen ein Betriebssystem vermissen, gibt es jetzt auch schon Geräte mit Dual-Core-CPU und Windows 7 ab rund 300 Euro. Für anspruchsvollere Aufgaben wie Bild- oder Videobearbeitung ist in jedem Fall ein Dual-Core-Prozessor zu empfehlen, da sich dann zwei Kerne die Arbeit teilen. In den ganz günstigen Modellen stecken ältere Prozessoren, besonders lange Akkulaufzeiten sind daher nicht zu erwarten. Wer etwas mehr Geld investieren und länger mobil arbeiten möchte, greift zu neueren CPU-Generationen, die verglichen mit ihren älteren Kollegen über eine geringere Leistungsaufnahme verfügen, was schlussendlich den Akku schont. Beim Desktop-Ersatz mag das nur zweitrangig sein, für mobile Anwender ist die Akkulaufzeit jedoch ein sehr wichtiges Kriterium.
Notebook Kaufberatung - Überblick
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Akkulaufzeit
Nicht nur die CPUs werden sparsamer, die Hersteller verbauen in Geräten, die besonders mobil sein sollen, auch stärkere Akkus. Wer viel unterwegs arbeitet, sollte eine solche Hochleistungsbatterie oder einen zweiten Akku zum Wechseln in Betracht ziehen. Mittlerweile haben nahezu alle bekannten Hersteller Notebook-Serien im Programm, die im üblichen Betrieb einen ganzen Arbeitstag, sprich acht Stunden und länger, am Stück durchhalten. Dabei werden aber nicht immer ausgewiesene Stromsparprozessoren verwendet, die bezüglich ihrer Leistung den regulären CPUs hinterherhinken. Auch durch die fortschreitende Entwicklung der Onboardgrafikchips, die immer leistungsfähiger werden, und geschicktes Koppeln von Grafikkarte und Onboard-Grafiklösung lassen sich - trotz guter Leistung - längere Laufzeiten realisieren. Mehr dazu auf Seite 3.
Pflicht: 2 Gigabyte Arbeitsspeicher
Ein ausreichend großer Arbeitsspeicher ist wichtig, wenn der Anwender häufig mehrere Programme parallel nutzt. Netbooks sind zumeist nur mit 1 Gigabyte (GB) RAM bestückt, es finden sich jedoch auch Modelle mit 2 GB Arbeitsspeicher. Bei Notebooks haben sich 2 GB RAM als absolutes Minimum etabliert. Wer auch an die Zukunft denken möchte, sollte aber bei Laptops jenseits der Netbook-Klasse 4 GB RAM als Standard ansetzen. Im Multimedia-Bereich ist das längst der Fall. Lieber etwas mehr als zu wenig Arbeitsspeicher ist schon deshalb zu empfehlen, weil es bei Notebooks schwieriger und teurer ist als bei Desktop-PCs, den Arbeitsspeicher nachträglich aufzurüsten. Wer das innerhalb der ersten zwei Jahre in Betracht zieht, würde außerdem oftmals die Garantie verlieren, da der Rechner geöffnet werden muss. Weitere Infos zum Thema Garantie und Gewährleistung und zur Handhabung der einzelnen Hersteller liefert unser Hintergrundbereich. Modelle mit bis zu 16 GB lohnen sich jedoch eigentlich nur für High-End-Nutzer und Gamer.
Festplatte: Wie viel Platz muss sein?
Ähnlich sieht es bei der Festplatte aus: Auch hier sollte man lieber mehr als unbedingt nötig kaufen, um nicht aufstocken oder auf externe Festplatten zurückgreifen zu müssen. Allerdings gilt auch beim Speicherplatz: Nicht für jeden Anwender sind Spitzen-Kapazitäten nötig. Wer das Notebook nur als Schreibmaschine nutzt und lediglich Word- oder Excel-Dokumente abspeichert, kommt mit den schmalsten verfügbaren Größen aus. Aufgrund des Preisverfalls bringen aber selbst die günstigen Einsteiger-Laptops unter 400 Euro oftmals schon 320 GB HDDs mit. Für Multimedia-Nutzer, die viele Musik- und Filmdateien besitzen, empfiehlt sich eine größere Festplatte. Die Spitze liegt im Moment bei 2 Terabyte (2.000 GB).
Brauche ich eine SSD?
SSDs (Solid State Drive) erreichen solche Kapazitäten noch nicht, das wäre auch unbezahlbar. Im Notebook-Bereich sind häufig SSDs mit Kapazitäten von 128 GB anzutreffen, da sie einen guten Kompromiss aus Speicherplatz und Kosten bilden. Los geht es dann bei etwa 800 Euro. SSDs erlauben kürzere Zugriffszeiten, was sich beispielsweise bei Computerspielen bemerkbar macht. Auch das Booten von Windows und Starten von Programm geht schneller vonstatten. Zudem sind sie leichter und sparsamer im Stromverbrauch, auch Stöße und Erschütterungen machen ihnen weniger aus. Wer darauf Wert legt, für den kann sich eine SSD lohnen. Unentschlossene, die sowohl die Vorteile von herkömmlichen Festplatten als auch von SSDs schätzen, finden Kombinationen: Im Multimedia- und Gaming-Bereich bieten die Laptop-Hersteller Geräte mit SATA-Festplatten und zusätzlichem Flashspeicher in der Größenordnung einiger GB an. Daten zum Abspeichern wandern nach wie vor auf die Festplatte; der Flashshpeicher dient lediglich dazu, Windows und Programmen zu einem schnelleren Start zu verhelfen. Besonders häufig mit SSDs bestückt sind die Ultrabooks. Zwar gibt es einige Ausnahmen, die ihren herkömmlichen Festplatten mit kleinen SSDs auf die Sprünge helfen, die meisten Ultrabooks setzen jedoch aus Platz- und Gewichtsgründen auf ein Solid State Drive. Das schlägt sich auch im Preis nieder: Rund 1.000 Euro müssen derzeit ausgegeben werden, in den kommenden Monaten sollen die Einstiegspreise sinken.