Wer sich heutzutage einen neuen Computer anschaffen möchte, steht nicht nur vor der Frage "Desktop-PC oder Notebook". Hat man sich für die mobile Lösung entschieden, geht das Grübeln weiter. Soll es ein herkömmliches Notebook, ein kleineres Subnotebook oder doch lieber eins der sogenannten Netbooks sein? Die Redaktion von onlinekosten.de hat die Vorzüge und Nachteile in einem Ratgeber zusammengestellt.
Überblick
Die Konkurrenz zum Notebook
An sich sind die meisten als "Netbook" bezeichneten Geräte nichts anderes als kleine Laptops. Dennoch haben sie viele Gemeinsamkeiten, sodass sie auch als eine eigene Geräteklasse gesehen werden können. Ursprünglich waren sie als Zweit- oder Dritt-Computer und als Einstiegsgeräte für Kinder, Senioren oder andere Personen ohne umfangreiche PC-Kenntnisse gedacht. Allerdings sind die Kleinen mit der Zeit immer stärker und auch wieder etwas größer geworden, so dass sie zum Teil den "normalen" Notebooks Konkurrenz machen. Eine Übersicht über aktuelle Mini-Laptops liefert der Netbook-Vergleich auf onlinekosten.de.
Netbook: (Fast) keine Wahl beim Prozessor
Als erstes sollte sich der Käufer fragen, was er mit dem tragbaren Computer anfangen möchte. Wer auf aktuelle Computerspiele und prozessorintensive Dinge wie die Videobearbeitung abzielt, wird mit den Minis wenig Freude haben. Als Prozessor dient schließlich in fast allen Modellen ein Intel Atom, der mittlerweile in einer runderneutern Version mit geringerem Energieverbrauch (Intel Pine Trail) erhältlich ist. Hierbei handelt es sich um ein Single-Core-Exemplar, das als Typ N270 mit 1,6 Gigahertz (GHz) oder in Form des neuen N450 mit 1,66 GHz auskommt und fast immer nur von einem Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher unterstützt wird.
Bei der Akkulaufzeit haben die Netbooks
unter Berücksichtigung des Preises klar die Nase vorn.
Hier im Bild: das Dot von Packard Bell.
Laufzeitwunder
Das große Plus ist die geringe Leistungsaufnahme: Der ältere N270 verursacht eine TDP (Thermal Design Power) von lediglich 2,5 Watt, die neue Plattform - bestehend aus einem N450, der Intel GMA 3150 Onboardgrafik und einem Speichercontroller auf einem einzigen Chip - nur 7,0 Watt. Je nach Akku sind daher längere Laufzeiten drin als bei einem durchschnittlichen Notebook. Mit einem 6-Zellen-Exemplar sind die entsprechenden Rechner oftmals mehr als fünf Stunden am Stück mobil. Das Packard Bell Dot hielt im Test zum Beispiel fast acht Stunden durch. Von diesen Laufzeiten können die meisten Notebooks – zumindest die im unteren und somit vergleichbaren Preissegment – nur träumen. Hier ist unter Vollast schon nach 1,5 Stunden Schluss. Mittlerweile hat aber auch nahezu jeder der großen Hersteller eine Notebook-Linie mit stromsparendem Intel Ultra Low Voltage (ULV) Prozessor im Programm, die auf eine besonders lange Akkulaufzeit optimiert wurde. Diese Modelle, wie Acers Timeline-Reihe oder die Asus UnLimited-Geräte, halten auch länger als 8 Stunden durch und kosten etwa 600 Euro aufwärts.