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Notebook im Urlaub: Tipps für die Reise mit Laptop

Sommer, Sonne, Urlaubszeit: Wer das Notebook oder Netbook mit auf die Reise nehmen möchte, muss einiges beachten. Passt der Netzstecker? Wie sichert man Daten ab? Wo kann ich surfen und was muss ich beachten? Außerdem: Kostenlose Wörterbücher für die Offline-Übersetzung.

Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Sommerzeit ist Reisezeit: Bevor der langersehnte Urlaub aber endlich angetreten wird, gibt es immer eine Menge zu klären. Steht fest, welche Outfits und sonstigen Reiseutensilien in die Koffer gequetscht werden müssen, bleibt die Frage: Soll ich das Notebook oder Netbook mitnehmen? Der tragbare Rechner könnte schließlich als "Zwischenspeicher" für die Urlaubsfotos und -videos dienen, Langeweile im Ferienhaus mit Musik oder Filmen entgegen steuern oder online die Route zur nächsten Sehenswürdigkeit berechnen. Wir haben uns das Notebook als Reisegast vorgestellt und Tipps von der Aufbewahrung und Stromversorgung bis hin zur Datensicherheit, mobilen Internetnutzung und Übersetzungs-Tools gesammelt.

Überblick – Notebook-Tipps für den Urlaub

  1. Display entspiegeln und Laptop im Flugzeug
  2. Notebook sichern, Festplatte verschlüsseln und Private Browsing
  3. Sicher surfen und kostenlose Wörterbücher für den Offline-Betrieb

Sonnenschutz für den Laptop

Als Vorbereitung auf die Sonnenstrahlen greifen potentielle Urlauber schonmal zu Carotinkapseln, bei Notebooks mit Hochglanz-Display wäre eine Display-Folie das Pendant dazu. Wer schon in Fensternähe nur noch Spiegelungen auf seinem Bildschirm erkennt, wird im Freien noch weniger sehen. Schreckt man nicht davor zurück, das Display zu bekleben, könnte also eine mattierende Folie in Betracht gezogen werden. Die bessere Sicht erkauft sich der Anwender bei nicht ganz perfekter Arbeit aber eventuell mit Luftblasen oder sonstigen Beeinträchtigungen der Bildqualität. Saisonal lässt sich aber sicher damit leben. Je nach Hersteller sollen die Folien rückstandsfrei wieder zu entfernen sein.

Wohin mit dem Laptop?

Wer mit dem eigenen Auto anreist, spart sich die Frage, wo das Notebook und dessen Zubehör am besten verstaut wird. Steht eine Flugreise an, hilft ein Check der Bestimmungen der Fluggesellschaft weiter, ob der Laptop samt Tasche zusammen mit anderen Dingen in einem Gepäckstück als Handgepäck oder extra mitgenommen werden kann. Der Akku – dies gilt im Übrigen auch für den Handy-Akku und die Kamera – muss mit ins Handgepäck und darf demnach nicht im Koffer untergebracht werden. Ob während des Flugs zum Net- oder Notebook gegriffen werden kann, entscheiden die Airline und die Bestimmungen am Abflugort. Einige Fluggesellschaften geben ihr OK über ihre Website, andere verweisen auf das Bordpersonal. In der Business- oder Comfortklasse ist man in der Regel auf Laptop-Nutzer eingestellt und stellt auch Stromanschlüsse bereit. In der Economy-Klasse muss dann der Akku reichen. Auch hierüber können sich Urlauber vorab online informieren.

Mit in das Reisegepäck muss in der Regel auch ein Adapter, um den Laptop im Ausland mit Strom versorgen zu können. Daher sollte im Vorfeld geklärt werden, welcher Steckertyp am Zielort genutzt wird. Unterscheidet sich auch die Netzspannung und besitzt man nicht zufällig einen Spannungswandler, muss man den Haartrockner häufig zuhause lassen, das Notebook und andere Geräte mit Netzteil aber nicht unbedingt: Auf dem Netzteil ist die Betriebsspannung angegeben, die Angabe "AC 100 – 240 Volt" gibt somit auch für einen Betrieb in Ländern grünes Licht, deren Netzspannung von der in Deutschland (230 Volt) abweicht - solange sie zwischen 100 und 240 Volt liegt.

Für den Fall, dass im Urlaub Reisedokumente verloren gehen, Handtaschen gestohlen oder die Geldbörse achtlos irgendwo liegengelassen wird, empfiehlt es sich generell, Kopien von den wichtigsten Dokumenten wie Reisepass, Personalausweis und Führerschein anzufertigen. Zusätzlich zur Aufbewahrung als Ausdruck könnte man auch das Notebook heranziehen und die eingescannten Dokumente einfach gemeinsam abspeichern. Hier schließt sich nahtlos der nächste Checkpunkt an: Datensicherheit.

Überblick – Notebook-Tipps für den Urlaub

  1. Display entspiegeln und Laptop im Flugzeug
  2. Notebook sichern, Festplatte verschlüsseln und Private Browsing
  3. Sicher surfen und kostenlose Wörterbücher für den Offline-Betrieb

Notebook "abschließen", Daten verschlüsseln

Verfügt das Notebook über eine Vorrichtung für ein Kensington Schloss, kann das Gerät mit entsprechenden Schlössern (schon für unter 20 Euro) an den Tisch gekettet werden. Fällt der Laptop aber doch einem Langfinger in die Hände, hat dieser unter Umständen schnell Zugriff auf die persönlichen Daten. Ein Passwort für das Betriebssystem vergrößert nur den Aufwand, stellt bei einem Diebstahl aber keinen wirklichen Schutz dar. Lediglich die Festplatte müsste ausgebaut werden und schon offenbaren sich die digitalen Bewerbungsunterlagen, die Musiksammlung, Online-Kontoauszüge, Banking-Passwörter und vieles mehr. Wer sich absichern möchte, könnte Gefallen an der Freeware TrueCrypt finden, mit der sich die gewünschten Dokumente und Ordner in einen verschlüsselten Container verpacken lassen. Das Tool steht sowohl für Windows-Betriebssysteme als auch Linux und Mac OS X bereit. Wie sich Daten kostenlos und einfach verschlüsseln lassen, haben wir bereits in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für TrueCrypt festgehalten.

Privat browsen, externe Speicherung und Backup

Wer keine oder keine komplette Datenverschlüsselung vornimmt, sollte auch an die im Browser gespeicherten Passwörter denken, die Unbefugten Zutritt zu eBay, Twitter & Co. gewähren könnten. Also gilt: Am besten im Private Browsing Modus im Internet surfen und keine Kennwörter automatisch speichern lassen. Wie der Modus im Internet Explorer, Firefox oder Safari aktiviert wird, zeigt unser Ratgeber für anonymes Surfen.

Sollen bestimmte Daten nicht direkt auf dem Notebook gespeichert werden, aber trotzdem nutzbar sein, oder aber stößt die Festplatte an ihre Kapazitätsgrenze, könnte ein Onlinespeicher die Lösung sein. Solange ein Zugang zum Internet möglich ist, kann der Nutzer so von jedem Ort aus auf seine Daten zugreifen, sie bearbeiten und abspeichern. Wir haben bereits verschiedene Online-Festplatten getestet und auch Informationen zu Risiken bei der Online-Speicherung bereitgestellt.

Apropos online: Beim Thema Telekommunikation am Urlaubsort drängt sich das Schlagwort Roaming-Gebühren auf. Da dieses Kapitel ein größeres ist, werden wir dazu noch einen eigenen Artikel veröffentlichen, der sich mit der Internetnutzung im Ausland beschäftigt. Wem das alles zu umständlich und/oder zu teuer ist, der muss für gelegentliche Surf-Ausflüge auf eine Internetanbindung im Hotel oder einen WLAN-Hotspot hoffen. Eine Liste mit zehntausenden Hotspots in Europa gibt es unter hotspot-locations.de, USA Today hat zusammen mit jiwire eine weltweite Datenbank im Angebot, die ebenso nach kostenlosen und kostenpflichtigen Hotspots durchsuchbar ist. hotspot-directory.com hat sich auch auf weltweite Angebote ausgeweitet, verzeichnet aber vor allem WLAN-Zugänge am Firmensitz in Großbritannien. Weitere Anlaufstellen für Gratis-Hotspots wären free-hotspot.com und die WLAN-Community FON.

Überblick – Notebook-Tipps für den Urlaub

  1. Display entspiegeln und Laptop im Flugzeug
  2. Notebook sichern, Festplatte verschlüsseln und Private Browsing
  3. Sicher surfen und kostenlose Wörterbücher für den Offline-Betrieb

Sicher in fremden Netzwerken

Um das Sicherheitsrisiko ungesicherter Netzwerke zu minimieren, empfiehlt sich eine Software wie das kostenlose Hotspot Shield, die den Verkehr über ein Virtual Private Network (VPN) abwickelt. Auch eine Firewall wie zum Beispiel ZoneAlarm kann nicht schaden, schließlich sitzt der Rechner dann nicht mehr hinter der heimischen Firewall im Router. Dass die Antiviren-Software und das Betriebssystem auf dem neuesten Stand sein sollten, ist selbstredend.

Kostenlose Wörterbücher

Für den Fall, dass sich im Urlaub keine Gelegenheit zum Surfen ergibt und auch aus Bequemlichkeits- und Kostengründen können einige Infospender auch installiert werden. Anstatt des Lieblings-Online-Wörterbuchs bietet sich für die Zeit der Reise eine Freeware wie zum Beispiel QuickDic an. Das Wörterbuch hilft zwar nur der englischen Ausdrucksweise auf die Sprünge, bietet aber mehr als 300.000 Begriffe, ist leicht zu bedienen und unaufdringlich. In einem kurzen Test lief es auch unter Windows 7, Windows 2000, XP und Vista werden ebenfalls unterstützt. Noch mehr Stichworte (Beolingus der TU Chemnitz) umfasst Quex, das zusätzlich für Linux und Mac OS X geeignet ist. Eine Installation ist nicht nötig, genutzt wird die Java Runtime Engine, die aber wiederum installiert sein muss. Wem Deutsch-Englisch nicht ausreicht, der könnte auf LingoPad umschwenken. Dieses Windows-Wörterbuch ist standardmäßig mit Deutsch/Englisch bestückt, lässt sich aber auf mehrere Sprachen wie Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Niederländisch, Türkisch und auch Japanisch oder Chinesisch ausweiten. Da die zusätzlichen Wörterbücher einmalig heruntergeladen werden müssen (Wörterbuchsymbol - Wörterbücher verwalten), sollte dies schon im Vorfeld erledigt werden.

Besonders praktisch zum Auskundschaften von möglichen Ausflugszielen ist Google Earth. Zwar benötigt die Anwendung eigentlich eine Internetverbindung, wer das gewünschte Bildmaterial aber zuvor in den Cache lädt, kann später auch offline auf Google Earth zugreifen. Am besten sollte hierzu die Größe des Cache erhöht werden. Dies ist über Tools - Optionen - Cache und auf bis zu zwei Gigabyte möglich. Google Maps lässt sich (noch) nicht offline nutzen.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass es sich generell empfiehlt, wichtige, persönliche Dokumente, die im Urlaub nicht benötigt werden, für die Reisedauer auf eine andere Festplatte auszulagern und gar nicht erst mitzunehmen. Darüber hinaus sollte ein Backup angefertigt werden, falls den verbliebenen Daten doch etwas zustößt. Genau wie für die menschlichen Urlauber, gilt auch für das Notebook im Sommerurlaub: Lieber nicht den ganzen Tag in der Sonne braten. Welche Temperaturen der Computer aushält, verrät die Bedienungsanleitung.

(Saskia Brintrup)

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