Phonostar: Radio zum Mitnehmen

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Phonostar
Wer bisher Web-Radios dazu nutze, um seine Lieblingssongs auf den Rechner zu laden, war häufig auf analoge Aufnahmeprogramme wie den Nr. 23-Recorder angewiesen. Das hat sich seit einiger Zeit durch Phonostar.de geändert. Der Netzsender ist nicht länger ein Geheimtipp unter Audiophilen: Seit seinem Start im Jahr 2003 wurde der Player nach Angaben der Betreiber mehr als vier Millionen Mal heruntergeladen. Rund 4500 Stationen aus hundert Ländern können mittlerweile darüber empfangen werden. Doch was genau ist eigentlich Phonostar?

Phonostar ist Web-Radio, Musikrekorder, Podcatcher und Programmzeitschrift in einem. Für die Nutzung des Dienstes ist die Installation des Clients noch Voraussetzung, die Betreiber planen aber innerhalb der nächsten Monate einen browserbasierten Player auf der Website anzubieten. Wie auch immer: den derzeitigen Mangel an Flexibilität (denn nicht auf jedem Computer darf man Installationen vornehmen) macht das kleine Programm durch eine Reihe nützlicher Funktionen wieder wett.

Der Client

Der Client (fünf Megabyte) ist ein kleines Multitalent. Er kann nicht nur das laufende Programm der gespeicherten Radiosendern streamen - er kann es auch mitschneiden. Wer also zu Beginn einer Chart-Sendung den Aufnahmeknopf drückt, ist erst einmal für die nächsten Tage mit Musik bestes ausgestattet. Dafür speichert das Programm die Tonstücke wahlweise im WAV- oder MP3-Format, die Qualität der Aufnahmen lässt sich gemäß den Modi Musik, Hörspiel oder Nachrichten dabei selbst bestimmen. Für den schnellen Überblickt filtert der Client das Senderangebot nach Kriterien wie Genre, Standort, Sprache sowie Streamingformat und -qualität, denn nicht jede Radiostation überträgt ihre Inhalte in bester CD-Qualität.

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Der Client: Web-Radio, Musikrekorder, Podcatcher und Programmzeitschrift in einem. Bild: Phonostar


Aufnahmen per Knopfdruck planen

Damit man auch wirklich keine Sendung verpasst, bietet der Player zudem einen komfortablen Programmplaner: Ein Knopfdruck genügt und die gewünschte Sendung wandert in die Liste vorgemerkter Aufnahmen – das müde Lautsprecherlauschen in der Nacht gehört damit der Vergangenheit an. Auch die Podcast-Fans werden mit Phonostar auf ihre Kosten kommen, denn seit der Version 2.0 unterstützt der Client die Abonnements vieler On-Demand-Sendungen.

Mit oder ohne Werbung

Die Nutzung von Phonostar ist kostenlos, sofern man sich für die Basis-Variante des Clients entscheidet. Dafür erscheint beim Hören aber auch das ein oder andere ein Reklamefenster, das zum Klicken animieren will. Wer es lieber werbefrei mag, sollte sich überlegen, die derzeit 12,99 Euro für den "Phonostar Player Plus" aufzubringen. Dieser Client bietet darüber hinaus noch weitere Vorteile, wie die Möglichkeit Aufnahmen zu schneiden, WAV-Dateien in MP3 zu konvertieren und so viele Podcasts zu abonnieren, wie man möchte. In der Basis-Variante sind dagegen nur fünf gleichzeitige Abos zugelassen. Übrigens wird mit der Einmalzahlung die Nutzung des "Phonostar Player Plus" komplett frei geschaltet, so dass darüber hinaus keine monatlichen Gebühren mehr anfallen.

Phonostar
Das Fazit
Phonostar ist ein vielseitiges Musik-Tool. Am besten gefiel der Redaktion die integrierte Mitschneidefunktion: schneller kann man seine Musiksammlung nicht (legal) erweitern. Die Auswahl der verfügbaren Sender bietet für jeden Geschmack etwas und dank des integrierten Programmplaners behalten die Nutzer im Hörfunk-Dschungel jederzeit einen klaren Überblick. Einziges Manko: die Werbung. Wer Phonostar zu seinem Standard-Radioplayer ernennt, dürfte sich früher oder später für die Plus-Variante des Clients interessieren. Die knapp 13 Euro wären gut angelegt, denn im Gegenzug gibt es dafür Musik satt.
Bewertung
Programmvielfalt:
Bedienung:
Spaßfaktor:
Gesamteindruck:
Navigation
Übersicht: Gratis-Musik aus dem Netz
 
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