Nettop oder PC? Stromspar-Mini vs. Desktop-Computer

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Vor dem Start von Windows 7 mussten Käufer eines Nettops aufgrund des Single-Core-Atoms und des knappen Arbeitsspeichers oftmals mit dem älteren Windows XP oder Linux Vorlieb nehmen - Vista schied aus und beschränkte sich auf Mini-Rechner mit Dual-Core Atom, wie zum Beispiel den Shuttle X 5000TA (Test). Linux-Systeme sind je nach Distribution gerade für unerfahrene Anwender weniger benutzerfreundlich. Wer sich vorab umschauen und Linux unter Windows gefahrenlos ausprobieren möchte, findet in unserem Hintergrundbereich eine Anleitung.

Überblick

Ausflug: All-in-One

Beim zuvor erwähnten Shuttle X 5000TA handelt es sich sozusagen um eine Nebenart der Nettops – einem All-in-One-PC mit Netbook-Bestückung. Auch die übrigen bekannten Hersteller wie zum Beispiel Asus und MSI haben All-in-Ones mit und ohne Touchscreen im Angebot. Den MSI Wind NetOn haben wir bereits getestet. Diese Komplettsysteme sind dank Intel Atom deutlich günstiger geworden und bringen fast immer passende Eingabegeräte mit. So bekommt ein Einsteiger ab 400 bis 500 Euro alles, was er benötigt. Ein günstiger Desktop-PC mit TFT-Monitor und Zubehör wäre jedoch auch nicht teurer. In diesem Fall ließe sich sogar ein größerer Bildschirm realisieren: Die All-in-Ones mit Atom – wie zum Beispiel auch der Asus Eee Top – beschränken sich oft auf 15 bis 16 Zoll. Ob nun ein All-in-One oder Einzel-Komponenten auf oder unter dem Schreibtisch stehen sollen, ist somit eine Geschmacks- und eine Ergonomie-Frage. Wie Nettops lassen sich natürlich auch All-in-One-PCs schlecht aufrüsten.

Nettop oder PC - HP Compaq Mini-PC und MSI Wind PC
Der HP Compaq CQ2000 (li) ist zwei Drittel kleiner als ein herkömmlicher Desktop-PC. Noch schmaler ist der MSI Wind PC (re). Bilder: HP / MSI

Fazit: Preis ist kein Kriterium

Das Fazit lautet: Der Zweck bestimmt die Mittel. Vor dem Gang ins Geschäft oder dem Kauf im Internet sollte das Einsatzgebiet möglichst genau abgesteckt werden. Ein Nettop passt mit seinem kleinen Gehäuse auch gut ins Wohnzimmer, alternativ können viele Geräte an die Rückseite eines Monitors geschraubt werden. Für den Nettop als Multimedia-Zentrale spricht außerdem der zumeist leise Betrieb, dagegen spricht gegebenenfalls das fehlende Laufwerk sowie die teils zu geringe Leistung für High Definition.

Der kleine Preis der Nettops kann jedenfalls nicht entscheidend sein: Auch Desktop-PCs sind mit Betriebssystem schon zu Preisen ab 250 Euro erhältlich. Wer sich seinen Computer lieber selber bauen möchte, kann sich in der Anleitung von onlinekosten.de informieren.

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