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Rdio – Musik Streaming für PC, Android, iOS, Windows Phone & BlackBerry

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Während sich die Tech-Branche in Las Vegas zur CES versammelte, ist im Januar in Deutschland ein neuer Musikdienst gestartet: Rdio. Genau wie die übrigen Musik Flatrate Anbieter erlaubt auch Rdio einen unbegrenzten Zugriff auf seinen Musikkatalog - via Streaming über die Internetverbindung. Die Zugangsmöglichkeiten sind vielfältig, ebenso die Verästelungen zu sozialen Netzwerken.

Rdio: 18 Millionen Songs zur Miete

Anders als bei Napster und rara.com können Musikbegeisterte bei Rdio auch ohne Registrierung oder kostenpflichtige Mitgliedschaft einen Blick auf die 18 Millionen zur Verfügung stehenden Songs werfen. So lässt sich vorab feststellen, ob die Lieblingsbands auch tatsächlich vertreten sind. Musik gibt es aber erst gegen Bares auf die Ohren. Kostenlos ist lediglich ein 7-tägiger Probezugang, der alle Funktionen von Rdio umfasst. Eine Registrierung ist mit einer E-Mail-Adresse möglich, an die ein Bestätigungslink geschickt wird. Anschließend muss das eigene Profil um den Namen, das Geschlecht und das Geburtsdatum ergänzt werden, ein Foto und weitere Details sind freiwillig. Alternativ ist ein Log-In mit den Daten des Facebook-Accounts möglich.

Webbasiert, stationär oder mobil

Nach Ablauf der Testphase stehen zwei kostenpflichtige Abo-Modelle zur Auswahl: Für 4,99 Euro pro Monat gibt es einen unbegrenzten Online-Zugriff über den Browser. Wer lieber über eine separate Software Musik hören möchte, kann Rdio für Windows-PCs mit Windows Vista, XP oder Windows 7 oder einen Mac herunterladen. Mit der Desktop-App lässt sich dann auch ein Abgleich mit eigenen Musikbibliothek - aus dem Windows Media Player oder iTunes - vornehmen. Das erweiterte Abo für 9,99 Euro monatlich fügt mobile Geräte und eine Offline-Nutzung hinzu. Apps stehen für Android-Smartphones und Tablet-PCs, iOS-Geräte wie das iPhone, iPad und den iPod touch, das BlackBerry, Handys mit Windows Phone 7 Betriebssystem, Geräte mit Windows 8 und ein Sonos Wireless-HiFi-System zur Verfügung. Einen Sonderpreis gewährt der Anbieter in den ersten drei Monaten: Dann kostet der Web-Zugriff nur 99 Cent und die Nutzung via App 1,99 Euro pro Monat. Ab dem vierten Monat fällt die reguläre Gebühr an.

Rdio App für Android und iOS
Die Rdio App für Android (li) und iOS auf dem iPhone (re). Bilder: Rdio/iTunes

Wir haben die Android-App von rdio ausprobiert. Obwohl die Website in deutscher Sprache zur Verfügung steht, sprach die Smartphone-Anwendung anfangs nur Englisch. Mit einem Update hat rdio aber schnell nachgebessert. Seitdem zeigt die App nicht nur beliebte Musik aller Nutzer, die eigene Musik-Historie und Aktivitäten anderer rdio-Anwender an, sondern steht mit Charts und Neuerscheinungen auch als Ideengeber zur Seite. Um sich einen Titel zu merken oder offline anhören zu können, muss nur auf das kleine Plus-Symbol getippt werden, dann lässt sich der gewünschte Song zur Sammlung hinzufügen oder synchronisieren und damit mit dem Web-Zugang auf dem PC abgleichen. Wer sich anschließend von einem Computer aus einloggt, findet dort also auch die per Smartphone markierte Musik vor. Umgekehrt lassen sich auf diese Weise am PC Alben oder Wiedergabelisten markieren, um sie auf dem Handy anzuhören. Der Download wird dann aber trotzdem via Mobiltelefon vorgenommen. Deshalb ist es ratsam, die Songs zuhause über WLAN herunterzuladen oder aber eine Handy Internet Flat zu buchen. Insgesamt lässt sich die App zwar recht komfortabel nutzen, wir haben jedoch eine Möglichkeit zum Vor- und Zurückspulen sowie eine Beenden-Funktion vermisst.

Rdio geht auf die Skype-Gründer Janus Friis und Niklas Zennström zurück, die den Dienst 2010 auf die Beine stellten. Bevor der Musikservice in Deutschland startete, war er bereits in den USA, Kanada und Brasilien vertreten. Auf den ersten Blick unterscheidet sich Rdio kaum von seinen Mitbewerbern: Auch simfy, Napster, Deezer, Rara und Sony Music Unlimited halten zwei verschiedene Abo-Modelle (Browser und mobil) zu ähnlichen Preisen bereit. Stark ausgeprägt ist bei Rdio die soziale Komponente. Zwar geht der Service nicht so weit wie Deezer, der ausschließlich eine Anmeldung via Facebook-Konto erlaubt, ist aber mit dem Netzwerk sowie Twitter und last.fm verbunden, um Musik mit anderen zu teilen. Umgekehrt können die Rdio-Nutzer anderen Mitgliedern folgen und sich mit ihnen vernetzen. Die Abos können jederzeit gekündigt werden, Werbung wird bei Rdio generell nicht eingeblendet.

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