Wenn die Worte Musik, kostenlos und Download in einem Satz vorkommen, geht es in der Regel nicht legal zu – es sei denn, es handelt sich um das Aufzeichnen von Radiosendungen im Internet. Gratis und dabei legal zu sein, hat sich das von der Econa Internet AG betriebene Portal Freeload.de auf die Fahnen geschrieben, das im Frühjahr 2010 gestartet ist. Auch Giga und Abacho gehören unter anderem zur Econa-Gruppe.
Gratis-Aktionen, Remixe und Cover
Schon auf der Startseite preist Freeload an: "Gratis-Songs legal downloaden". Wer sich in den Top-Downloads und den Neuzugängen umschaut, stellt fest, dass auch viele aktuelle Hits und bekannte Künstler wie Jennifer Lopez, David Guetta, Katy Perry und Wir Sind Helden verfügbar sind. Aber woher stammen die Titel? Wie Freeload erklärt, werden "aktuelle MP3-Downloads, die von den Labels und Musikern im Internet freigegeben wurden", auf der Website zusammengeführt. "Wir verlinken nur auf öffentliche legale Downloads auf Künstler-, Label- und Magazinseiten", heißt es weiter. Freeload nutzt dann zum Beispiel Aktionen, innerhalb derer Bands ihre Songs für eine bestimmte Zeit lang kostenlos zur Verfügung stellen, bevor sie nur noch kostenpflichtig bei iTunes, Amazon & Co. zu haben sind. Zudem handelt es sich oftmals um Remixe, zum Teil auch um Cover-Versionen.
Freeload will mit kostenlosen und gleichzeitig legalen Downloads punkten. Screenshot: onlinekosten.de
Freeload stellt nur Links bereit
Um bei Freeload Songs herunterzuladen, ist weder eine Registrierung noch eine spezielle Software nötig. Der Besuch der Website genügt. Nach einem Klick auf den Button landet der Titel im MP3-Format an gewünschter Stelle auf dem PC. Zwar gibt es keine Beschränkung, wie viele Songs sich pro Tag oder pro Nutzer herunterladen lassen, dennoch ist das Angebot an sich eingeschränkt: Millionen von Songs, wie sie die Streaming-Anbieter Napster, simfy, Musicload nonstop oder Sony Qriocity bieten, umfasst Freeload nicht. Der Link-Pool von derzeit (Stand: August 2011) etwas über 1.000 Songs wird stattdessen täglich aktualisiert, wer möchte, kann sich für einen Newsletter eintragen, der jeden Tag auf die Neuheiten hinweist. Wenn Titel nicht mehr gratis zum Download bereitstehen, benennt Freeload häufig eine günstige Kauf-Alternative.
Da Freeload selbst nicht als Anbieter der Songs auftritt, sondern lediglich Links sammelt, liegen die Stücke auch nicht in einer einheitlichen Qualität vor; die Bitrate hängt von der jeweiligen Quelle ab. Apropos Quelle: Die Freeload-Redaktion berücksichtigt der Beschreibung auf der Website zufolge zwar nur legale Links, räumt aber ein: "Falls uns dabei doch mal ein Fehler unterläuft und ein zweifelhafter Link darunter ist, bitte melden." Im Impressum führt der Anbieter außerdem aus: "Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen." Deshalb ist es ratsam, sich nicht blind darauf zu verlassen, sondern selbst zu prüfen, ob die Link-Quelle noch vertrauenswürdig und legitim ist, auch wenn das mitunter schwierig sein kann.