Die Grafikkarte übernimmt sämtliche Berechnungen für die Datenausgabe am Bildschirm. Heutige Grafikchips (GPUs) entlasten den Prozessor, wo sie nur können: Die CPU hat mit der Ausgabe von 3D-Welten am Bildschirm eigentlich kaum noch etwas zu tun. Besonders seit Grafikkarten über eine Transform und Lightning Einheit (T&L) verfügen, ist der Prozessor deutlich weniger mit der Grafik-Berechnung beschäftigt. Aktuelle 3D-GPUs rechnen im Vergleich sogar schneller als so manche aktuelle Desktop-CPUs.
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| ATI Radeon X800 Quelle: ati.com
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Zwei Chip-Giganten: Nvidia und ATI
Es gibt derzeit zwei große Chiphersteller, die um die Marktführung kämpfen: Nvidia mit den Geforce Modellen und ATI mit der Radeon Serie. Momentan hat ATI im Rennen die Nase vorn, da die neuen Radeon Karten gegenüber Nvidias Geforce Modellen eine bessere Performance und einen niedrigeren Stromverbrauch bieten. Daneben gibt es noch Hersteller wie Matrox, deren Grafikkarten allerdings eine schlechte 3D Performance bieten und Spiele-Pcs nicht zum Einsatz kommen. Einige Mainboards bieten einen Onbaord-Grafikchip. Diese Grafiklösung ist für Büroanwendungen durchaus akzeptabel, kann aber aufgrund der sehr schlechten 3D-Performance nur bedingt für 3D-Programme wie Spiele eingesetzt werden. Ein aktuelle Onboard-Chip ist zum Beispiel der GMA-900 von Intel.
PCI Express: Die neue Grafik-Schnittstelle
Derzeit wird eine neue Ära im Grafikbereich eingeläutet: Der neue Grafik-port PCI-Express x16 verdrängt den aktuellen Standard AGP. Die PCI-Express Schnittstelle ermöglicht einen höheren Datentransfer - bis zu vier Gigabyte pro Sekunde. Allerdings haben aktuelle Grafikkarten durch PCI-Express noch keinen Performance-Vorteil. Wer sich eine neue Grafikkarte zulegen möchte, sollte darauf achten, ob für das Mainboard ein PCI-Express- oder AGP-Modell benötigt wird.
Auch bei Grafikkarten kommen derzeit verschiedene DDR-RAM
Speichertypen zum Einsatz. Allerdings sind diese RAM Bausteine deutlich schneller und teurer als Speichermodule, die als Arbeitsspeicher eingesetzt werden. So bietet der DDR-Speicher der aktuellen Geforce 6800er Modelle eine Zugriffszeit von etwa 1,3 Nanosekunden. Normaler Arbeitsspeicher für das System ist niedriger getaktet und hat deutlich höhere Zugriffszeiten.
3D-Chips: Übersicht
Derzeit schreitet die Entwicklung auf dem Grafikmarkt
so schnell voran, dass fast alle sechs Monate eine neue Chipgeneration auf den
Markt kommt. Das führt auch immer zu einer deutlichen Preissenkung der Vorgängergeneration. Momentan sind die Topmodelle der alten Generation - ATIs
Radeon 9800 oder Nvidias
Geforce 5900 recht günstig zu haben und bieten trotzdem noch eine angemessene 3D-Performance.