Die Festplatte ist der Massenspeicher eines Computers. Alle Daten wie Betriebssystem, Musik, Bilder und Dokumente sind hier gespeichert. Im Gegensatz zum Arbeitsspeicher sind Festplatten permanente Speicher; sie behalten ihre Daten also auch nach dem Ausschalten bei.
Die Festplatte ist – ähnlich wie Disketten – aus mehreren rotierenden Magnetscheiben aufgebaut, auf denen die Daten in Sektoren gespeichert werden. Zwischen diesen Scheiben befinden sich beweglich gelagerte Schreib-Leseköpfe, womit die Daten ihrer Bestimmung gemäß gelesen oder geschrieben werden. Heutige Festplatten haben Umdrehungsgeschwindigkeiten von 5.400-10.000 Umdrehungen pro Sekunde, was eine Datenübertragungsrate von bis zu 50 Megabyte pro Sekunde ermöglicht.
Die passende Schnittstelle
Damit diese großen Datenmengen ohne Datenstau an den System-Bus angebunden werden können, um von dort zum Prozessor oder zum Arbeitsspeicher zu gelangen, wird eine entsprechend schnelle Schnittstelle benötigt. Folgende Standards haben sich hierfür durchgesetzt:
U-DMA/133 – Die weiterentwickelte Version des Integrated Device Equipment IDE-Standards überträgt 133Mbyte/s und ist damit am Maximum der PCI Schnittstelle angelangt, die ebenfalls nur 133Mbyte/s bewältigen kann. Mit dieser Schnittstelle wurde die Möglichkeit eingeführt, Festplatte über 128 Gigabyte zu adressieren, an älteren Controllern werden von einer 160 Gigabyte Festplatte z.B. nur die ersten 128 Gigabyte genutzt. Hierfür werden 80-adrige Flachbandkabel verwendet, wovon 40 als Isolatoren dienen. Diese breiten Kabel nehmen im Gehäuse viel Platz ein, und verhindern, dass die durch Prozessor und GGrafikkarte erzeugte Abwärme von den Lüftern schnell aus dem Gehäuse geschaufelt werden kann.
Serial-ATA - Diese neueste Schnittstelle für die Anbindung von Festplatte, begnügt sich mit nur zwei Adern-Paaren, es werden also keine umständlichen Flachbandkabel mehr benötigt. Die größten Vorteile gegenüber der U-DMA/13-Schnittstelle sind somit kompaktere Kabel, die einfacher zu stecken sind und eine optimale Durchlüftung des Gehäuses ermöglichen. Die maximale Übertragungsrate von Serial-ATA konnte gegenüber U-DMA/133 nur unbedeutend erhöht werden.
Angeschlossen und dann?
Nach dem Anschluss einer Festplatte an das Mainboard muss erst einmal partitioniert und formatiert werden. Das erfolgt per Software: Windows-Nutzer dürfen auf ein im Windows-Setup enthaltenes Programm zurückgreifen oder spezielle Programmen wie Partition Magic nutzen. Beim Partitionieren wird die Festplatte in mehrere logische Laufwerke eingeteilt, die dann völlig unabhängig von einander genutzt werden können. Diese logischen Laufwerke müssen hinterher noch formatiert, also mit einem Dateisystem versehen werden. Zwei weit verbreitete Dateisysteme sind Fat32 für Windows 9x und NTFS für Windows NT/2000/XP.