Ein eigener und kostenloser FTP Server (File Transfer Protocol) ermöglicht das Hoch- und Herunterladen von Dateien auf dem heimischen Computer von jedem Internet-Rechner. Mit wenigen Schritten lässt sich jeder PC mit Internetanbindung kostenlos als FTP Server einrichten. Das Praktische: Auch unterwegs sind die eigenen Daten verfügbar, einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang.
FTP Server Freeware
Die Wahl an FTP-Clienten, also der Software zum Zugreifen auf einen FTP-Server, ist recht groß. Das Angebot an Software zum Einrichten eines FTP-Servers ist hingegen überschaubar. Eine kostenlose Möglichkeit stellt Cesar FTP dar. Das Programm ist einfach zu bedienen, wird aber nicht mehr weiterentwickelt. Im Redaktionstest kam es zudem immer wieder zu Problemen mit der Verbindung zum Server. Sie ließ sich nur noch mit dem Task Manager schließen. Ein weiterer Kandidat hört auf den Namen FileZilla Server und basiert auf Open Source Code. Das Programm wird derzeit noch weiter gepflegt. Bei der Software Serv-U handelt es sich um einen kommerziellen Vertreter, allerdings ist bereits die Einsteiger-Version aufrund ihres Preises in Höhe von knapp 240 Euro eher für fortgeschrittene FTP-Vorhaben zu empfehlen. Unsere Redaktion hat sich für FileZilla Server entschieden, das auf der Hersteller-Website heruntergeladen werden kann.
Die Installation ist in wenigen Augenblicken abgeschlossen: Die Komponenten FileZilla Server (Service) und Administrator interface müssen installiert werden. Es empfiehlt sich FileZilla Server als Dienst zu installieren und automatisch starten zu lassen. Die Einstellung lässt sich später unter Systemsteuerung -> Verwaltung -> Dienste -> Eintrag FileZilla Server -> Eigenschaften -> Starttyp wieder ändern.
Sieben Klicks zum FTP Server
Von links oben nach rechts unten:
Menü öffnen, Nutzer anlegen,
Passwort festlegen und Ordner freigeben.
Zum Vergrößern bitte anklicken.
Bild: onlinekosten.de
Die Benutzeroberfläche lässt sich über FileZilla Server Interface starten. Danach fragt das Programm nach der lokalen IP-Adresse des Servers, also 127.0.0.1, auch bekannt als localhost. Die Voreinstellung kann also übernommen werden, ein Passwort ist nicht notwendig. Die Screenshots rechts zeigen die nötigen Schritte: In dem geöffneten Hauptfenster ist es nun möglich einen Benutzer einzustellen - so weiß der FTP-Server, wer überhaupt auf die Daten zugreifen darf. Der Benutzername ist frei wählbar, Einfälle wie "User" vereinfachen potentiellen Angreifern ihr Vorhaben allerdings. Das Gleiche gilt für die Vergabe des Passwortes, wo mindestens acht Zeichen verwendet werden sollten. Eine gute Absicherung des Servers ist wichtig, es sei denn, die Daten sollen öffentlich zugänglich sein. Mehr Informationen zum Thema Sicherheit liefert der letzte Abschnitt auf Seite drei.
Ordner und Dateien auf dem FTP Server freigegeben
Auch hier ist der FTP-Nutzer mit wenigen Klicks bereits am Ziel. Die Schaltfläche Add erlaubt das Hinzufügen eines beliebigen Ordners. Natürlich können auch mehrere Ordner gleichzeitig oder ganze Festplatten freigegeben werden. Die Punkte Read, Write und Delete unter Files (Dateien) sind entscheidend und beschränken den Zugriff auf die Ordner. Read erlaubt nur das Herunterladen von Dateien. Write lässt auch den Upload von Dateien zu. Delete gibt Nutzern das Recht Dateien zu löschen. Analog existieren für Directories (Ordner) mit Create und Delete die gleichen Optionen. Die Option +Subdir ermöglicht den Zugriff auf Unterordner. Mit OK die Einstellungen bestätigen, anschließend verbindet ein Klick auf den Blitz den Server mit der Außenwelt.