Was lange währt, wird noch besser: Nach fast zehn Jahren hat es VLC, der Mediaplayer des Entwicklerteams von VideoLAN, in die Version 1.0.0 geschafft. Mehr als drei Millionen Downloads der neuen Version in knapp drei Tagen sprechen für sich. Schon vorher galt VLC als unproblematischer "Allesfresser" unter den Mediaplayern, jetzt sind jedoch noch weitere Codecs hinzugekommen und Bugs ausgemerzt worden. Der Funktionsumfang ist immens.
Windows Media Player? VLC Player kann mehr
Als Alternative zum Windows Media Player kann man den VLC kaum bezeichnen - gegen den VLC wirkt das Microsoft-Programm wie ein Relikt aus grauer Windows-Vorzeit. Die Anzahl der Formate, die der VLC unterstützt, sucht seinesgleichen: Unter anderem zählen MPEG, MKV, AVI, ASF, WMV, WMA, WAV, MP4, MOV, 3GP OGG, AAC, FLAC, FLASH, MP3 und Real Audio zum Repertoire des VLC. Neu ist die Unterstützung der High Definition Audiocodecs AES3, Dolby Digital Plus, TrueHD, Blu-Ray Linear PCM sowie Real Video in Version 3.0 und 4.0.
Sollte eine Datei nicht ganz vollständig sein, zum Beispiel durch Fehler beim Download, spielt VLC sie meist trotzdem ab. Natürlich kann der Allrounder auch CDs und DVDs abspielen. Teilweise lassen sich auch gezippte Dateien (zum Beispiel MP3s) abspielen, ohne diese zuvor erst entpacken zu müssen.
Selbst Streaming ist möglich
Die Oberfläche von VLC ist schlicht. Screenshot: onlinekosten.de
Alternativ kann VLC auch als Streaming-Lösung einspringen und hier als Server und Client gleichermaßen genutzt werden, daher auch der Name: VideoLAN Client. VLC kann sämtliche Formate, die er lesen kann, auch streamen. Eine detaillierte Übersicht über alle Möglichkeiten mit VLC gibt es unter www.videolan.org/vlc/features.
Der VLC Mediaplayer kann auf der VideoLAN Website heruntergeladen werden. Der Player läuft nicht nur auf Windows-Betriebssystemen, sondern auch auf PCs mit Mac OS X oder Linux.