Wer einen bestimmten Suchbegriff nicht nur bei einer Suchmaschine wie Google oder Bing eingeben möchte, sondern auch gleichzeitig an Ergebnissen von eBay, Angeboten von Amazon oder Erklärungen von Wikipedia interessiert ist, muss dazu schon lange nicht mehr alle entsprechenden Websites mühsam einzeln per Hand aufrufen und das Gesuchte eintippen. Schneller geht es mit Add-ons für den Browser , wie Web Search Pro, das wir vor einiziger Zeit zum besten aller Firefox Add ons gekürt haben, oder Quick Search für den Google Chrome. Das alles und noch mehr vereint aber auch ein kleines, hocheffizientes Tool namens click.to. - ein guter Grund, um es in unsere Freeware-Sammlung aufzunehmen.
Aus der Zwischenablage direkt zu Twitter & Co.
Die Anwendung click.to erklärt sich selbst kurz und prägnant mit "one click to your favorite app"; "ein Klick bis zu deiner Lieblings-App". Der Satz beschreibt genau, was click.to kann: Ist die kostenlose Software einmal installiert, lassen sich verschiedenste Inhalte mit nur einem Klick an andere Programme weiterleiten. Beispiele gefällig? Von Haus aus unterstützt click.to unter anderem Facebook, Flickr, Twitter, Xing, Wikipedia, YouTube, Google, den Übersetzer Google Translate, Outlook, Word, eBay, Amazon, Microsofts Bilder-Tool Paint, den URL-Verkürzer TinyURL und auch die VoIP-Software Skype. Um einen Link, ein Wort, einen Absatz oder auch ein Foto zu einer anderen Anwendung zu übertragen, genügt es, die Stelle oder das Bild zu markieren und zu kopieren (Strg + C) – schon öffnet sich ein kleines Fenster mit den Symbolen der zur Verfügung stehenden Optionen, von Amazon bis YouTube, je nachdem, um welche Art von Inhalt es sich handelt. Ein Klick auf das gewünschte Tool schickt die Grafik oder den Text direkt in das Textfeld einer neuen E-Mail, das Eingabefenster in Twitter oder legt ein neues Dokument im Bildbearbeitungsprogramm an, das bereits den zuvor markierten Ausschnitt enthält. Alle verfügbaren Funktionen listet click.to in einer Übersicht auf.
Über das Optionsmenü kann click.to den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden. Screenshot: onlinekosten.de
click.to passt sich an
Für Anpassungen sind verschiedene Stellschrauben vorhanden. Wer keinen Twitter-Account besitzt oder generell nie etwas an Facebook senden möchte, ruft das Optionsmenü auf und wählt die eingebetteten Tools an oder ab. Ist die Lieblings-Website nicht dabei, wie die Filmkartei IMDB oder das Wörterbuch dict.leo.org, lassen sich passende "Webaktionen" hinzufügen. Wie es geht, beschreibt der Anbieter Schritt für Schritt auf seiner Website. Auf ähnliche Weise lassen sich auch Programme manuell verknüpfen. Bei Bedarf öffnet sich dann Adobe Photoshop oder Mozillas E-Mail-Client Thunderbird. Auch die Anzeigedauer der Symbolleiste ist variabel. Kurzentschlossene können sie auf eine Sekunde herabsenken, wer mehr Bedenkzeit haben möchte, schraubt sie nach oben.
Klicks und Zeit sparen
Wer häufig Begriffe auf verschiedenen Web-Angeboten suchen möchte oder immer wieder mit Bildern aus dem Internet hantiert, Links an Freunde versendet oder seinen Status in Sozialen Netzwerken aktualisiert, der kann sich mit dem kleinen Tool eine Menge Arbeit beziehungsweise Klicks sparen. Der einzige Nervfaktor: Wird zwischendurch Text kopiert, der nicht an eine andere Software, sondern beispielsweise nur innerhalb eines Dokuments an eine andere Stelle verschoben werden soll, könnte es den einen oder anderen stören, dass die Tastenkombination Strg+C jedes mal unweigerlich die click.to-Leiste erscheinen lässt. Minimieren lässt sich die kleine Unterbrechung nur durch eine kürzere Anzeigedauer oder aber dadurch, dass click.to solange geschlossen wird.
Das Programm steht derzeit für die Windows-Betriebssysteme XP, Vista und Windows 7 sowie für Mac OS X Snow Leopard und Lion zum Download bereit. Künftig soll click.to auch als App für das iPhone von Apple erscheinen.